Ihre neuen Limericks vom März 2003


    Lutz Menard

    Griechische Seefahrerballade

    Ein Maat aus Piräus, dem Hafen,
    wollt´ gern mit ´ner Meerjungfrau schlafen.
    Nachts fuhr er hinaus
    bei Sturm und Gebraus
    zur Bucht, wo die Jungfrau´n sich trafen.

    Das waren die wüstesten Strände,
    Odysseus fand hier fast sein Ende!
    Doch nicht unser Mann,
    er kämpft´ sich heran,
    auf dass er sein Liebesglück fände!

    Als ihn eine Meermaid erhört,
    entdeckt er sehr bald, was ihn stört:
    Es geht nicht mehr weiter,
    der Zugang fehlt leider!
    Nur halb hat ihn Eros beschert!

    Er wendet den tränenden Blick
    und steuert durch Sturmflut zurück.
    Der Meerjungfrau Pfiff
    treibt ihn auf ein Riff!
    Poseidon brach ihm das Genick!


    ENGLISH LIMERICKS
    From: The Penguin Book of Limericks

    GINA BERKELEY
    “Princess,”said the Frog, “do not wince:
    I’ll convince you I’m really a prince!”
    So he changed – into tights –
    And demanded his rights,
    And nobody’s heard of him since.

    GERARD BENSON
    There was a young princess, Snow-White,
    Who awoke with a terrible fright
    She was frightened and shaken –
    She shouldn’t have taken
    That Seven-Up last thing at night.

    ISAAC ASIMOV
    „On the beach,“ said John sadly, “there’s such
    A thing as revealing too much.”
    So he closed both his eyes
    At the ranks of bare thighs,
    And felt his way through them by touch.

  • ANON.
    I Caesar, when I learned of the fame
    Of Cleopatra, I straightway laid claim.
    Ahead of my legions,
    I invaded her regions,
    I saw, I conquered, I came.
     
  • ÜBERSETZUNG
    Originale aus: The Penguin Book of Limericks

    PGS
     „Prinzess,“ sagt’ der Frosch „nicht wegdrehn:
    bin eigentlich Prinz, wirst schon sehn!“
    Er ward zur – Strumpfhose –
    Der Schlingel, der lose!
    Man hört’ nie, was mit ihm geschehn.

    Schneewittchen erwachte, labil,
    nach nächtlicher Albträume Spiel.
    Erschrocken, benommen -
    So musst’ es wohl kommen,
    Das letzte Seven-Up war zuviel.

    „Am Strand,“ sagt der Opa ganz kühl,
    „wird zu Vieles enthüllt im Gewühl.“
    Augen zu macht der Enkel,
    vor den Reih’n nackter Schenkel
    und tastet sich durch mit Gefühl.

    JULIUS CAESAR: VENI, VIDI, VICI?
    Von Cleopatras Ruhm ich vernahm,
    sofort klar mir: Die muss ich ham!
    Drang vor den Legionen
    in ihre Regionen.
    Ich sah, ich obsiegte, ich kam.
    VIDI, VICI, VEENI!



    Der Anton studierte in Aachen
    so nebenbei auch gerne Spraachen.
    Drum reist er mal schnell
    nach Aix-la-Chapelle,
    und braucht weder Zug, Flug noch Waachen.
        
    Die Bärbel studierte in Bremen
    das einwandfrei gute Benehmen.
    Sie fragt drum die Herrn:
    „Wie hätten Sie's gern?"
    Drum braucht sie sich wirklich nicht schemen.

    Der Christian studierte in Chemnitz
    das Rodeo-Reiten im Klemmsitz.
    Der Kurs ist begehrt,
    denn da wird gelehrt,
    stets oben zu bleiben auf demm Sitz.
        
    Die Dora studierte in Dortmund,
    was keiner dort wert für ein Wort fund:
    Die Geographie,
    die büffelte sie,
    so dass sie nun leicht jeden Ort fund.
     
    Die Else studierte in Essen,
    das Fach hab ich leider vergessen.
    Gar nicht so sehr wichtig,
    Hauptsache ’s war richtig:
    Sie war darauf höllisch versessen.

    Der Franz studierte in Frankfurt
    Bilanzen auf irgend ’ner Bank durt.
    Lernt, was man da macht,
    wenn die Börse gekracht,
    und ging seither niemals mehr blank furt.

    Die Gitte studierte in Giessen.
    Sie wollt gern das Studium genießen.
    Drum lädt sie oft ein,
    bei Sekt oder Wein,
    die Wahl ihres Fachs zu beschließen.

    Der Heiner studiert in Hannover,
    trägt lässig gestrickte Pullover,
    und bleibt an der Leine,
    nicht gerne alleine.
    Doch wird er nicht schlauer, nur doover.
      
    Die Ilse studierte in Ilmenau,
    das Drehen von besseren Filmen, wow!
    Sie spult ab die Rolle,
    und spielt auch ganz tolle.
    Und kennt dabei immer ihr Ziel genau.
     
    Der Jörg, der studierte in Jever gern,
    da trinkt man auch guten Genever gern.
    Doch Biere zu brauen
    verlangt schon Vertrauen.
    Der Schnaps besser bleibt von der Lever fern.

    Die Karla studierte in Kassel,
    Percussion mit Trommel und Rassel.
    Zu spät man erkennt,
    sie hat kein Talent,
    drum steckt sie jetzt drin im Schlamassel.
     
    Der Ludwig studierte in Lindau
    Genetik. Nun plant er die „Rind-Sau".
    Der Vorteil sei der,
    dass BSE wär,
    vergessen, wenn er sie erfind, au!
                                                        
    Die M oni studierte in München,
    das Malen – die Kunst – nicht das Tünchen.
    Sie malt gern Athleten,
    die gern mit ihr täten,
    was immer sie würd sich auch wün'chen.

    Die Nina studierte in Nürnberg
    dort hielt man sie leider gleich fürn Zwerg.
    Sie war von Gestalt,
    nicht groß eben halt.
    Doch geistig da reicht es gut fürn Berg.

    Der Otto studierte in Osnabrück,
    und hatte auch mit seinem Boss da Glück.
    Als Gartengestalter,
    lernt er vom Verwalter,
    wie man in das Beet einen Spross da drück'.

    Die Paula studierte in Paderborn
    und sitzt gerne dicht beim Berater vorn,
    der hilft gern mit Rat,
    noch lieber mit Tat,
    drum wäre er beinah schon Vater worn.

    Der Quint,der studierte in Quakenbrück,
    was ihm aber schwer auf den Magen drück,
    dort drin in der Aula.
    Im Bett mit der Paula,
    teilt liebend er gern sich ein Laken-Stück.

    Die Reni studierte in Rosenheim,
    wie man wohl zerbrochene Dosen leim'.
    Recht flink auch im Reimen,
    nicht nur hier beim Leimen,
    hat rasch sie gefunden den Hosenreim.

    Der Sven, der studiert in Saarbrücken,
    was immer ihm sollte da glücken.
    Die Else aus Essen,
    kann er nicht vergessen,
    er durft sich mit ihr als Paar drücken.

    Die Trude studierte in Tegel
    die Windkraft auf Flügel und Segel.
    Mit Sven mal zu segeln,
    das ließ sich schon regeln,
    erhöht hormonell ihren Pegel.

    Der Udo studierte in Unna
    Arabisch, Islam und die Sunna.
    Das birgt heut Gefahr.
    Man schimpft ihn sogar:
    Udoma bin Dfaden ben'Ounna.

    Verona s'tudierte in Viersen,
    die Wirkung von S'minke an Tiers'en.
    Die Tiers'ützer s'rein,
    das darf doch nicht sein.
    Jetzt zapft die Verona halt Biers'en.

    Der Willi studierte in Wuppertal,
    was man da wohl brauche zur Tupper-Wahl:
    Miss Tuppertopf-Ware
    hat blonde Schopfhaare,
    und bringt alles mit gleich für’s Supper-Mahl.

    Die Xandra studierte in Xanten
    die Ovidische Kunst der Galanten.
    Bei römischer Kunst,
    gehört ihre Gunst,
    den Alten und gut schon Bekannten.

    Yvonne und Yves ham keinen Platz
    Im ganzen Deutsch-Stadt-Namens-Schatz.
    Drum bleib’n sie hier stumm,
    Recht schade darum.
    Denn es fehlt uns ein Ybbs zu dem Satz.

    Der Zlatko studierte in Zwickau,
    da braucht man gewisses Geschick au’:
    Zog zart Zähne der Junge,
    zwickte Zange die Zunge.
    Zeigt Sie Schmerz mit verzerrterem Blick: „Au!”


    Wer immer flickt an Li-me-ricken
    bis schlimme strikt noch schlimmer klicken.
    Der blickt es halt nimmer,
    verstrickt es noch schlimmer
    und besser lässt ’s dann nimmer blicken.



    REISEN DURCH DIE KONTINENTE

    Die Afra reist gerne nach Afrika,
    sieht Frika von Ferne schon da früh nah.
    Von Algier hinab,
    bis runter ans Kap,
    stets war ja schon vor Afra da Frika.

    Amy neulich bereist ganz Amerika
    und sagte ganz dreist, alles wär nicht wahr,
    was sie da gesehn.
    Was dort war geschehn,
    das schreibt sie klammheimlich nur an Erika.

    Der Aswin reist heute nach Asien,
    er kam vorher grad aus Sankt Blasien.
    Kurz nach Kurdistan
    und Usbekistan
    führt sein Pfad pfeilgerad bis Phantasien.

    Audrey reist über nacht nach Australien,
    da kriegt sie gebracht von Klaus Dahlien.
    Die Bank dort am Eck
    nahm an ihren Scheck.
    Den ließ sie sich barfuss auszahlien.

    Der Eugen bereiste Europa,
    per Bahn im Abteil der Mitropa.
    Den Enkeln zu Haus
    schrieb er von dort aus:
    „Hab vieles bespeist, Euer Opa".

    A.B. Hall  (Original)
    King Richard in one of his rages
    Forsoook his good lady for ages
    And rested in bed
    With a good book instead
    Or preferably one of the pages.

    PGS (Übersetzung)
    König Richard in all seinen Ragen
    verließ die Gemahlin seit Tagen,
    blieb im Bett gerne, matt,
    mit Büchern, anstatt,
    noch lieber mit’m Blatt? Oder’m Pagen?



    Heinrich Heine, 1844: (nicht ganz wörtlich so)

    Ach, denk ich an Deutschland bei Nacht,
    dann bin um den Schlaf ich gebracht.
    PGS
    Ich suche nach Reimen,
    da will etwas keimen,
    hab’ sechzehn Fünfzeiler gemacht. 


    Die Bertha aus Bad’n-Württemberg,
    bestrickte die Wad’n für den Zwerg,
    der steht da im Garten,
    und muss darauf warten,
    dass aus dem Wollfad’n würde ’n Werk.

    Der Balthasar war’s, der im Bayernland,
    ein altes Paar von edlen Eiern fand,
    versteinert, vom Aar,
    der einstmals da war,
    und gar nicht so gut mit den Geiern stand.

    Die Birgit bracht mal in Berlin,
    ein Tier mit, achtmal in der Lin-
    ie 4 der S-Bahn,
    wo dieses kess dann,
    jrad mir anlacht am Tauentzien.

    Dem Bruno ging in Brandenburg
    der Kuno-Ring abhanden. Burg
    schützt hier nicht genug,
    man wittert Betrug!
    Ein tolles Ding für Brandenburg.

    Die Barbara lehrte in Bremen,
    das Tanzen und gutes Benehmen,
    Sie zeigt da den Herrn,
    und Damen so gern,
    wie die sich soll’n geben und nehmen.

    Der Hein baute heute in Hamburg
    für sich und die Braut eine Schlammburg
    aus Wasser und Sand,
    die hat kein’ Bes’tand.
    Die Braut rettet sich in die Dammburg.

    Die Helma, Frisös’che in Hesse(n),
    hat gern e’ grün’s Sößche’ gegesse
    beim Sternekoch Klaus.
    Mit Werner zoch’s aus,
    dort hat’s ihr rot’s Hösche’ vergesse.

    Der Michel in Meckl’nburg-Vorpommern
    der träumte von ekl’n Burgtor-Sommern,
    wo es heiß an dem Tor
    wird wie niemals zuvor,
    noch nicht einmal in Ecuador-Sommern.

    Die Nelly sieht wieder in Niedersachs’n,
    so wie jedes Jahr, ihren Flieder wachs’n,
    sie kniete sich nieder,
    im zu engen Mieder,
    noch netter und schon, wie man sieht, erwachs’n.

    Der Norbert in Nordrhein-Westfalen
    der soll für den Portwein-Rest zahlen,
    den er ausgetrunken,
    bei diesen Halunken,
    wie Ober ihm dort fein befahlen.

    Rebekka aus Rheinland-und-Pfalz,
    entdeckte am Einband noch Schmalz.
    Wie krieg ich ihn weg,
    den klebrigen Dreck?
    Da hilft nur noch Leinwand-Fleck-Salz!

    Der Schorsch schreibt an Hans aus dem Saarland,
    wie forsch man beim Tanz sich zum Paar fand.
    Mit Hiphap und Hiphopp,
    in Schritt, Trab und Galopp,
    weil sie sich zum Pferd’schwanz das Haar band.

    Sabine sucht Sascha in Sachsen,
    – Romanze, aus Träumen erwachsen –
    Als echter Sächsist,
    weiß er, wie es ist,
    wenn Mädchen auf Bäumen hier wachsen.

    Der Stephan lebt in Sachsen-Anhalt
    wollt weiter nicht wachs’n, ja dann halt
    blieb er lieber klein,
    bricht überall ein.
    Nun sitzt er in Haft in der Anstalt.

    Simone in Schleswig-Strich-Holstein,
    wollt’ gerne mal lesbisch voll toll sein.
    Sie wagt sich heraus,
    da war’s auch schon aus.
    Steigt nur noch bei Hedwig ganz voll ein.

    Der Thomas, der turnte in Thieringen
    Am Barren, am Reck und an vier Ringen.
    Warum gleich an vier?
    Das sage ich dir,
    der Reim sollte glatt wie ’s Turnier klingen.



    Klaus Schedlberger

    Ein Volksmusikstar aus Tirol,
    der trällerte wie ein Pirol.
    Es war’n seine Lieder
    zwar inhaltlich bieder,
    doch trug er sie vor sehr frivol!

    Ein Jäger aus Elbigenalp,
    der prahlt’ ungeniert mit ‘nem Skalp.
    Er erzählte am Tresen:
    „Riesengroß war das Wesen!”
    Doch stimmte die Story nur halb.

    Ein Schwarzwälder Junge aus Hasel,
    der quasselt im Urlaub in Basel
    nur schwäbisch daher.
    Man versteht ihn sehr schwer
    und fragt nur: „Was soll das Gefasel?”

    Der Schumi (ursprünglich aus Kerpen)
    siegte erstmals in Spa (nah' Antwerpen).
    Nunmehr ist Formel-Eins
    beinah' ausschließlich sein´s.
    Das bezeugen Pokale und Scherpen.

    Es sprach JR (Fiesling aus Dallas)
    zu Bobby: „Für Geld tu ich alles!"
    Weiters sprach er zu Bobby:
    „Um zu frönen dem Hobby
    würd´ ich töten im Falles des Falles!"

    Raumschiff Enterprise
    Ganz aufgeregt rannte der Spock
    zu Pille (denn das war der Doc)
    und wollte ´ne Spritze
    gegen fiebrige Hitze.
    Drauf starb er bald – das war ein Schock!


    Beim Karneval letztens in Rio,
    erweckte ein weibliches Trio
    bei Männern Gelüste
    durch Zeigen der Brüste,
    die – künstlich vergrößert – kaum Bio!

    Ein Maurer, der sah eine Schnecke,
    die des Weges kroch um eine Ecke.
    Sie hielt ihn nur auf
    im Tagesablauf,
    darum brachte er schnell sie zur Strecke.

    Sie erhielt eine Karte aus Kreta:
    „Gut geht es uns hier – see you later.
    Ach wärst du doch hier,
    es gefiele auch dir.
    Gute Besserung wünsch ich! – Dein Peter.“

    Ein boshafter Schüler aus Hagen,
    hatte immer ´ne 6 in Betragen.
    Der Bub namens Hector,
    hasste Lehrer samt Rektor
    und hätt´ sie am liebsten geschlagen!

    Ein Bergsteiger, heimisch in Paderborn,
    bestieg mal alleine das Matterhorn.
    Er kam oben an,
    doch dann hat der Mann
    beim Abstieg den Halt auf dem Pfad verlor’n.

    Ihr denkt wohl, das Limerick-Dichten
    sei einfach. Ich sage: Mitnichten!
    Man hat zwar getextet
    schnell was, wo’s um Sex geht,
    doch fehlt oft der Gag den Geschichten!

    Ich glaube, der Torhüter Kahn
    ist durchgeknallt und sehr zerfahr’n.
    Er würgt, kratzt und beißt,
    was ganz klar beweist:
    Er hat einen ziemlichen Wahn.

    In ‘ner Bruchbude, unweit von Arsten,
    saßen Torsten Tobias und Karsten.
    Plötzlich gab es ‘nen Knall
    und darauf Widerhall,
    sodass sämtliche Fenster zerbarsten.

    Der Hollywood-Star Richard Gere
    war im Bett stets potent wie ein Stier.
    Drum keucht’ Cindy Crawford:
    „Ich scheucht’ selbst den Shaw fort,
    denn du bist mein Dichter, my dear!”


    Diese Royals! – Part I bis XVI

    Karl-Gustav, der König von Schweden
    hatte ständig mit Silvia Fehden.
    Man motzte sich an.
    Zum Schluss konnte man
    nicht mal miteinander mehr reden!

    Queen Liz sprach zu Charles voller Frust:
    „My son, I’m not really amused!
    (Es war Parker-Bowles
    der Grund ihres Grolls.)
    Ich hoffe, du weißt, was du tust!”

    Es lebten Willem Alexander
    und sein Weib sich ganz schnell auseinander.
    Drum stand bald ein Taxi da
    (bestellt für die Maxima),
    doch dann blieb man doch beieinander.

    Der spanische King Juan Carlos
    wurd´ mit reiferem Alter recht haarlos.
    Er machte ´ne Kur,
    jedoch sprossen nur
    auf der Kopfhaut der Haare ein paar bloß.

    Prince Charles, Lizzies ältester Spross,
    spielte Polo ganz gern – hoch zu Ross
    mit seinen Kumpanen
    und konnte nicht ahnen
    dass ihn niemand vermisste im Schloss.

    Es sprach Lady Di zu Camilla:
    „Du Drache, du böser Godzilla
    hast Charles mir geklaut!"
    Drauf schrie die Bowles laut:
    „Was sollte ich tun? Mir gefiel er!”

    Weil ins Fettnäpfchen ständig er griff,
    hing bei Windsors der Haussegen schief.
    Oft sprach Liz zu Prinz Phil:
    „Ach Mountbattan – sei still!"
    Doch Prinz Phil war stets schwer von Begriff.

    Die Königinmutter, Queen Mum,
    die war nicht grad fromm wie ein Lamm.
    Es stand ihr der Sinn
    stets nach Wetten und Gin.
    Auch brach sie manch'  Streit gern vom Damm.

    Ein Prügelprinz, namens Ernst August,
    der hatte ‘ne furchtbare Hau-Lust.
    Man sprach zu ihm: „Ernst,
    wenn du’s nicht bald lernst,
    du eines Tags noch in den Bau musst!”

    Der Holländer Königin Beatrix
    war unbegabt und konnte eher nix.
    Bald hielt es Prinz Claus
    mit ihr nicht mehr aus,
    drum mied ganz geschickt ihre Näh’ er fix.

    Der spanische Kronprinz Felipe
    war schrecklich dürr – wie ein Gerippe.
    Er nahm ständig ab.
    Zum Schluss sprang er knapp
    dem Tod grad noch mal von der Schippe.

    Prince Charles sprach zu William und Harry:
    „Camilla and I – we will marry!”
    Drauf schrie William: „Was?”
    und wurde ganz blass.
    „Jetzt brauch ich erst mal einen Sherry!”

    Es sprach Liz zu Charles, ihrem Sohne:
    „Du denkst wohl, du kriegst mal die Krone.
    Doch hoffst du vergebens,
    denn zeit meines Lebens
    bleib wacker ich sitzen am Throne!”

    Prinz Charles sprach zu Liz nach dem Polo:
    „Hi, Mum – ich bin jetzt wieder solo.
    Camilla ist stur,
    seitdem sie erfuhr,
    dass ich mich vergenügte in Soho.”

    Die Schweden-Prinzessin Madeleine,
    die konnt’s einfach nicht mit anseh’n,
    dass Schwester Victoria
    mit Glanz und mit Gloria
    regierte – und wurd’ schizophren.

    Es sprach Fürst Rainier de Grimaldi:
    „Mein Jagd- und Spaziergeh-Hund Waldi
    bekommt nur das Beste
    und nicht Essensreste
    aus Läden wie Lidl und Aldi.”

     

    Harald Kriegler

    "Schon bald", sprach er, „lass ich mich klonen."
    Drauf sie: „Du musst mich da verschonen.
    Zur Hilfe am Ende
    gleich vier linke Hände?
    Das würde sich nicht grade lohnen."

    Vor kurzem erhielt ich die Kunde:
    „Mit 'Vollschlank' da purzeln die Pfunde."
    Jetzt dünn wie ein Strich -
    da fühle ich mich,
    als ging ich doch gleich vor die Hunde.

    Ich fragte 'ne Freundin aus Houston:
    „Musst du in die Luft dein Geld pusten?"
    Sie sagte: „Na, und,
    hab Cash, bin gesund."
    Erstickt wär sie fast dann am Husten.

    Verliebt in zwei schwere Boliden
    verlor Schmidt den inneren Frieden.
    Der Mann erklärt matt:
    „Ja, von einem hat
    der TÜV mich vor kurzem geschieden."

    Ein Jüngling, er stammte aus Lehrte,
    ganz heiß die Brigitte begehrte.
    Er sah mit Verdruss,
    dass sie nur 'nen Kuss
    sonst nichts ihm noch weiter gewährte.

    Es war mal ein Jüngling in Witten,
    der aß ziemlich gierig die Fritten.
    Die Pommes rot-weiß,
    die war'n viel zu heiß.
    Sein Gaumen hat mächtig gelitten.

    Der Sohn eines Königs in Thule,
    der trieb sich viel rum mit der Jule.
    Das Lesen fällt schwer,
    das Rechnen noch mehr.
    So kommt’s, wenn man schläft in der Schule.

    Verantwortungsbewusst
    Sie lagen im Heu in der Scheuer.
    Er sprach: „Mir ist nicht ganz geheuer.
    Gar hoch ist der Preis.
    Die Küsse so heiß
    entfachen womöglich ein Feuer.

    Der Frosch sitzt schon früh auf der Leiter
    und sagt: „Ich weiß auch nicht mehr weiter.
    Wie’s Wetter wird heute?
    Schon morgen, ihr Leute,
    da wisst ihr’s und seid viel gescheiter.”

    „Dein Mann kehrt bald heim von den Reisen.
    Wie willst du die Unschuld beweisen?”
    fragt bange der Knappe,
    „es war nicht von Pappe,
    für Keuschheit das Schloss war aus Eisen.”



    Harald Grubert

    Kennen sie sich seit kindlichen Tagen,
    Katz und Maus sich natürlich vertragen.
    In der Geldkatze auch,
    das war früher der Brauch.
    Jedoch meist geht’s der Maus an den Kragen!

    Das gerissene Weibsbild aus Schwand
    übertrieb die Verwendung von Schmand!
    Ihr Mann war zu fett,
    verstarb nun im Bett.
    Jetzt macht sie sich’s nett – eine Schand’!

    Ein hitziger Bauer aus Mermuth
    bekam auf den Nachbarn noch mehr Wut.
    Nun mit Magengeschwür
    bleibt er hinter der Tür
    und schimpft auf den bitteren Wermut!

    Wenn Proleten auch Bücher mal schreiben,
    die dazu sich noch bestens vertreiben,
    sei die Frage gestattet:
    Wessen Geist ist beschattet?
    Da will gern ich bei Limericks bleiben!

    Den besessenen Burschen aus Mügeln
    kann noch nicht mal die Partnerin zügeln.
    Es geht ihm um Sport,
    sie treffen sich dort,
    um vereint im Extremen zu bügeln!

    Ein leckeres Mädchen aus Sülze
    ging sommers recht oft in die Pilze,
    aber nicht ganz allein.
    Ihnen fiel auch was ein!
    Seit wenigen Tagen nun stillt se!

    Ein älterer Bauer in Schwaigen
    will ihr auf dem Berg etwas zeigen.
    Einer fragt, was das soll,
    seine Antwort war toll:
    Er lässt seinen Drachen jetzt steigen!

    Wanderlust
    Ein Wandergeselle aus Achen,
    der trägt niemals rötliche Sachen,
    doch der Stier macht ihn nieder!
    Oft im Traum hört er wieder
    den farbblinden Stier hämisch lachen!

    Wanderlust
    Ein Wandergeselle aus Achen,
    der trägt niemals rötliche Sachen,
    doch der Stier macht ihn nieder!
    Oft im Traum hört er wieder
    den farbblinden Stier hämisch lachen!

    Schreibt’s biite euch schnell  ins Brevier
    sehr gefährlich ist stets so ein Stier!
    Er sieht gar keine Farben!
    Schon so mancher musst’ darben,
    er verteidigt sein kleines Revier!

    Einen Wandergesellen aus Binde
    fast befestigt ein Stier an der Rinde.
    Gepfählt doch nur fast.
    Gottlob war da ‘n Ast
    von dem Baum, der sich reimt, eine Linde!

    Ein anderer Bursche fiel weich,
    das Rindvieh verschwand auch sogleich,
    Er war grün im Gesicht,
    nach Parfüm roch es nicht!
    Zum Glück war sehr nahe ein Teich!

    Einen Wandergesellen aus Lehn
    reizten immer schon stark Orchideen.
    Ein Stier kam im Zorn
    und nahm ihn aufs Horn!
    Er kann Blumen von unten beseh’n!

    Zwei Wandergesellen aus Schleiden
    betraten recht sorglos die Weiden.
    Da waren nur Kühe,
    doch hatten sie Mühe,
    denn eine, die wollte sich streiten!

    Dieser Wandergeselle aus Sand
    drückte mehrfach dem Schafbock die Hand
    an die kräftige Stirn.
    Was hat der nur im Hirn?
    Doch der Stoß hilft vielleicht dem Verstand!

    Ein Wandergeselle von Sande,
    der stiefelte gern durch die Lande.
    Ein Auto gewann,
    weil taub ist der Mann:
    zu nichts mehr alleine imstande!

    Waidmannsheil?
    Mit dem eifrigen Jäger aus Gleichen,
    muss der Sohn manches Mal waldwärts schleichen.
    Der Junge ist tierlieb,
    daß ihm keine Wahl blieb.
    Er machte dem Wild heimlich Zeichen!

    Eine lange, frustrierende Dauer
    lag ein Jäger von da auf der Lauer.
    Der Hirsch blieb jetzt fort,
    ein Paar trieb es dort.
    Er war dennoch bemerkenswert sauer!

    Dieser emsige Jäger aus Langen
    ist mit Hund ins Gehölz oft gegangen,
    war dann krank und verdrossen.
    Er hatt’ nie was geschossen,
    aber da einen Holzbock gefangen!

    Ein Jäger, es war nicht in Hinte,
    der legte beiseite die Flinte.
    Sein Hund sprang herum,
    ein Schuss fiel – wie dumm!
    Sie trauert in Schwarz, schwarz wie Tinte.



    Klaus Schedlberger

    Seichte Abendunterhaltung
    Ich finde Raabs TV-Total
    konzeptmäßig schlichtweg banal.
    Über anderer Pech
    macht er lustig sich frech
    und wird vorlauter von Mal zu Mal.

    Es gehörten die dümmlichen Zoten,
    die er von sich gibt, schnellstens verboten.
    Doch mit tiefem Niveau
    macht man Zuschauer froh,
    das belegen die sehr hohen Quoten.

    Die Wochenshow mit Ingolf Lück,
    war Fernsehgeschichte, ein Stück.
    Auch Engelke Anke
    war toll – nochmals Danke!
    Ich hoff', sie kommt bald mal zurück!

    Bonanza
    Bei Bonanza war'n alle zu Ross.
    In der Mitte ritt Ben - er war Boss,
    hat die Crew angeführt
    und wurde flankiert
    von Little Joe, Adam und Hoss.

    Al Bundy
    Ich liebe die Show mit den Bundys.
    Sehr gut find ich Al (ist der Mann fies!).
    Ich finde nur: Peg
    kommt viel zu schlecht weg.
    Warum nur tut Al all ihr an dies?

    Knight Rider
    Es sprach Michael Knight über Kitt:
    „Mein Auto denkt immerzu mit.
    Ich kann’s kaum begreifen.
    Es wechselt die Reifen
    und tankt sogar selbständig Sprit!”

    Wer wird Millionär?
    So manch’ Kandidat bei G.Jauch,
    der steht ziemlich heftig am Schlauch
    und quatscht dumm nur rum.
    Ich lach mich oft krumm
    und halt mir vor Lachen den Bauch.

    Aus dem Tierreich
    Ein Schäferhundmännchen aus München,
    das war ein immens geiles Hündchen.
    Doch strikt sprach Frau Schäfer:
    „Ich mag es nur safer.
    Wenn nicht, gibt’s halt kein Schäferstündchen!”

    Ein Labrador, notgeil und Rüde,
    der wurde des Liebens nicht müde.
    Er jaulte und bellte,
    bis zu ihm gesellte
    ein Weibchen sich, das auch nicht prüde.

    Es fand ein nudistischer Ganter
    ohne Federn den Sex intressanter.
    Doch bekan seine Braut
    immer gleich Gänsehaut.
    Drum sprach er zu ihr: „Sei entspannter!”

    Es war eine Teenager-Hummel
    mit ‘ner anderen mal auf’m Rummel.
    Das Männchen tat lüstern
    dem Weibchen zuflüstern:
    „Willst du, dass an dir ich rumfummel?”

    Es sagte der Hecht zur Forelle:
    „Komm, lieben wir uns auf die Schnelle!”
    Die Forelle zum Hecht:
    „Das wär’ mir grad recht!”
    Drum taten sie es auf der Stelle.

    „Zu lernen Fremdsprachen wär’ weise.
    Lasst darum uns machen ‘ne Reise!”
    beschlossen drei Flöhe.
    Doch blies eine Böe
    die drei in den Rachen ‘ner Meise.

    Es war schon seit Wochen Frau Panda
    sehr ausweichend und durcheinander.
    Dass da noch ein andrer wär’
    gestand sie Herrn Pandabär.
    „Es war die Art, wie er mich ansah!”

    Max und Moritz
    Entsprungen aus Buschs geist’gem Reiche,
    spielten tückisch sie jedermann Streiche.
    Zermahlen zu Schrot,
    fand bald man sie – tot,
    d.h. beider Schemen (als Leiche).

    Barbie
    Die Barbie eröffnete Ken:
    „Ich verlass’ dich bald – du wirst schon seh’n!”
    Drauf sprach Ken: „Ach, Puppe,
    das ist mir doch schnuppe.
    Dann geh doch, du Plastic-woman!”

    Zwei Blondinen, zuhause in Ybbs,
    wollten kaufen im Blumenmarkt Gips.
    Ein Verkäufer sprach schlicht:
    „Gips bekommt ihr hier nicht.”
    Doch das wussten sie nicht – mangels Grips!

    Es sprach Othmar Hitzfeld zu Elber:
    „Gib nicht ab, schieß die Tore doch selber!”
    Das fand Mehmet Scholl
    nun nicht grade toll
    und wurde vor Neid immer gelber.

    Ein Software-Experte aus Celle
    beging Suizid, auf die Schnelle.
    Er schnitt (weil schlecht drauf)
    sich vertikal auf.
    Die Pulsadern war’n die Schnitt-Stelle!

    Ein Ösi, der wohnhaft in Linz,
    empfand sein Zuhaus als Provinz.
    Er wollt’ was erleben.
    „Drum flieg’ ich mal eben
    nach New York”, sprach er, „denn dort beginnt’s!”

    Ein Mädchen aus Freiburg im Breisgau
    war beschäftigt im Eisenbahn-Gleisbau.
    Sie stand ihren „Mann”
    ganz cool, drum ersann
    für sie man(n) den Spitznamen Eisfrau.

 

 

     


    Zum Versmaß
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    Es las eine Hausfrau aus Oldesloe
    über den Limerick-Award – und sie lachte froh.
    Sie gab auf das Stricken,
    tat fortan limericken.
    Sie meinte jedenfalls, das sei so.
    (Doch leider ist dies kein Limerick!)
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    Klaus Dorschu

    Ein Mädchen begann mal in Lüdenscheid,
    in der Hochzeitsnacht einen rüden Streit.
    Wo würd´ es sich lohnen,
    gemeinsam zu wohnen.
    „Ich jedenfalls mach´ mich im Süden breit."

    Ein Mädchen behauptet in Hilden,
    sie gehören nicht zu den Wilden,
    die Nächte durchfeiern
    von Schleswig bis Bayern,
    sondern zu denen, die sich noch bilden.

    Ein Mädchen posierte in Leiden,
    mit den Brüsten, mit allen beiden.
    in Magazinen,
    die dazu dienen,
    dass Männer sich daran weiden.

    Ein Mädchen wollt in Groß-Fildern,
    dem Bräutigam ganz genau schildern,
    wo aufgenommen
    und wie es gekommen,
    im Playboy zu diesen Bildern.

    Ein Mädchen in Oberhausen,
    konnt´ es nicht lassen, das Mausen.
    Hier ein Puderdöschen,
    da ein seidenes Höschen.
    Jetzt vertreibt ihr der Richter die Flausen.

    Ein Mädchen hatte in Rheydt,
    Kontakt mit der Geistlichkeit.
    Mit dem Kaplan,
    fing es schon an.
    Für den Pfarrer fehlte ihr  die Zeit.

    Einem Mädchen in Köln war ganz klar,
    dass ohne Push-up-BH,
    ihr natürlicher Busen,
    in engen Blusen,
    nur halb so aufregend war.

    Ein Mädchen tanzt in Soho,
    hieß dort nur "die schöne Lilo".
    Verdiente ihr Geld
    auf dieser Welt
    mit Wackeln von Busen und Po.

    Ein Mädchen hat in Trier vor der Hochzeitsnacht
    immer nur an das eine gedacht.
    Jungfrau und -mann,
    ob er das kann
    und ob er auch alles richtig macht.

    Ein Mädchen hat man in Gießen,
    geladen zum Hasenschießen.
    Hase tot,
    doch der Schrot,
    war im Braten nicht zu genießen.

    Ein Mädchen überzog in Toronto
    kräftig ihr Giro-Konto.
    Banker rief an,
    es sagte der Mann:
    "Konto ausgleichen, aber pronto"

    Ein Mädchen trank mal in Rheine
    vom süffigen, süßen Rotweine.
    Morgens aufgewacht,
    nach durchzechter Nacht,
    fällt sie über die eigenen Beine.

    Zum Mädchen die Mutter in Sachsen:
    „Wir waren jetzt in allen Arztpraxen.
    Doktoren sind einig,
    die sind gar nicht kleinlich,
    und  werden auch noch weiterwachsen."

    Ein Mädchen sagte in Zandvoort:
    „Ich halte Golf für ´nen Randsport.
    Ob nun für Snobs
    oder Nabobs
    ist eine Frage des Standort."

    Ein Mädchen hörte in Knokke,
    als sie eine blonde Locke,
    strich aus der Stirn
    vor ihrem Hirn,
    Schlag dreizehn der Kirchturmglocke.

    Ein Mädchen liebt auf Norderney
    im Wonnnemonat Mai.
    Flog auf den Knaben,
    Hormone haben,
    gespielt eine Rolle dabei.

    Ein Mädchen in der Sahara
    wog neunzig Kilo plus tara.
    Das war ihr zu dumm,
    also zog sie jetzt um,
    an die Fälle des Niagara.

    Ein Mädchen, das war in Villingen,
    die eine Hälfte von Zwillingen.
    Als die Eltern verziehn,
    später nach Wien,
    gab´s Taschengeld hälftig in Schillingen.

    Ein Mädchen sagte in Kiel:
    „Jetzt wird es mir langsam zu viel!
    Erst war es Christine,
    dann Ulla , Sabine,
    wie viele sind´s noch bis zum Ziel?

    Ein Mädchen sagt an der Ostsee:
    „Warum ich nicht auf pflanzlicher Kost steh?
    Vegetarierin,
    macht grad so viel Sinn,
    als ob an den Strand ich bei Frost geh´.

    Ein Mädchen begann in Prag
    eine herrlichen Vorfrühlingstag,
    indem sie sich reckte,
    genüßlich streckte,
    weil sie in den Betten noch lag.

    Ein Mädchen antwortet in Bern:
    „ch leb´ auf keinem anderen Stern
    weiß von einigen Malen,
    was Gentlemen zahlen,
    auch deshalb tu ich es gern."

    Ein Mädchen in Hinterzarten,
    konnt´s beim Kartenspiel kaum erwarten,
    Pik aufzuspielen,
    konnt´ sie doch schielen,
    ihrer Nachbarin in die Karten.

    Ein Mädchen bekam in Madrid
    von der Bank einen Kleinkredit.
    Den zurückzuzahlen,
    bereitet ihr Qualen.
    Am Ende ein Traumdefizit.

    Ein Mädchen konnt´in Saarbrücken,
    die Lehrerin nicht recht entzücken,
    in Geometrie,
    denn da besaß sie
    keine Bildung, nur Bildungslücken.

    Ein Mädchen in Oberbayern,
    konnt´ den Kassenbestand nicht verschleiern.
    Schrieb einen Beleg:
    Guten Tag, guten Weg.
    Bin in München, um Fasching zu feiern.

    Ein Mädchen wollt´ es in Hagen,
    im Sommer auch einmal wagen,
    am FKK-Strand,
    lag sie dort im Sand,
    wo die anderen Nackerten lagen.

    Ein Mädchen gab mal am Bosporus
    Christopherus einen Abschiedskuss.
    Sie liebte ihn sehr,
    er wollte mehr.
    Doch da kam auch schon der Linienbus.

    Ein Mädchen bereut in Graubünden
    in einem Beichtstuhl die Sünden.
    Sie braucht sehr viel Zeit,
    dann ist es so weit,
    sie kann eine Kerze entzünden.

    Ein Mädchen übte mal in Füssen
    hinter ´ner Hecke das Küssen.
    Der Knabe sich sträubt,
    wird mit Busserln betäubt
    und wird dann wohl stillhalten müssen.

    Ein Mädchen hat mal in Vlotho
    gewonnen im Fußball-Toto.
    Fast einhundert Euro,
    inclusiv Teuro.
    Montags in der Zeitung ihr Foto.

    Ein Mädchen sagt in Lippspringe.
    wenn ich unter der Dusche singe,
    hört es ja keiner,
    höchstens meiner.
    Und der weiß, ich bin guter Dinge!

    Ein Mädchen gab in Bad Orb
    einem Verehrer, der sie heftig umworb,
    trotz heißer Schwüre
    zwischen Angel und Türe,
    am Ende nur einen Korb.

    Ein Mädchen sagt in Manchester:
    "Gut, du bist Verhütili-Tester.
    Doch mir wird es banger,
    denn ehe ich schwanger,
    nehm ich doch die Pille, mein Bester!"

    Ein Mädchen kauft in Kastilien
    für einen Torero fünf Lilien.
    Und die wirft Verena
    dann in die Arena,
    zusammen mit ihren Textilien..

    Ein Mädchen lag im Heu mal in Schwaben
    mit einem ganz süßen Knaben.
    Es kitzelt der Boy,
    es kitzelt das Heu.
    Einen Heuschnupfen werden sie haben.

    Ein Mädchen in Friedrichshafen
    ging sehr ungern alleine schlafen.
    Lieber Fenster auf. Kalt!
    Sägen wie im Wald!
    Zu zählen beginn’n sie bei den Schafen.

    Ein Mädchen trank mal in Mainz,
    ein paar Schoppen köstlichen Weins.
    Trotzdem nicht klar,
    wer sie nun war!
    mein Mädchen oder doch deins.

    Nachts sagte ein Mädchen in Kehl,
    jetzt brauche ich unbedingt Mehl.
    Heut will ich versuchen,
    einen Apfelpfannkuchen,
    und wenn ich das Mehl wo stehl.

    Ein Mädchen wollt sich in Bremen
    vom Macker ´ne Auszeit nehmen.
    Doch der arrogante,
    bei allen bekannte,
    war wieder nicht zu bezähmen.

    Einem Mädchen hat man in Essen,
    die Oberweite mal nachgemessen.
    Stark übertrieben,
    was da stand geschrieben,
    in Dokumenten und Pässen.

    Ein Mädchen bekam in Amsterdam
     von der Königin ein Autogramm.
    Doch Beatrix,
    sagte. "Nix,
    Hasch hab´ ich kein einziges Gramm."

    Ein Mädchen übernachtet in Madrid
    in einem Hotel mal zu dritt.
    Doch statt einem Dreier,
    gab´s nicht mal Zweier,
    der zweite war Jesuit.

    Ein Mädchen sagte in Rom
    im Besucherstrom zum Petersdom.
    Ich würde schon raten,
    hier ein paar Automaten.
    Wie rasch braucht man ein Kondom!

    Ein Mädchen sagte in Schweden,
    ich halt nichts von Geburtstagsreden.
    Da wurd´ nur gelogen,
    dass die Balken sich bogen.
    Lieber sollt´ man sich offen befehden.

    Ein Mädchen gehörte in Hessen
    zu diesen Messe-Hostessen,
    die mehrsprachig fit
    gehn abends gern mit,
    zu zweit dann zum Arbeitsessen.

    Ein Mädchen sah sich in Italien
    ausgesetzt Repressalien.
    Wegen einer winzigen Dosis
    von den Mafiosis
    ist sie auf dem Schiff nach Australien.

    Ein Mädchen sagt in Kopenhagen,
    an sonnigen Ostertagen
    fahr ich an die See,
    und dadurch entgeh´
    ich hier üblichen Saufgelagen.

    Ein Mädchen interessiert sich in Hagen
    für bessere Geldanlagen.
    Geht zu ihrer Bank,
    die sagen: „Hab Dank!
    Komm doch mal an Kleingeldtagen."

    Ein Mädchen packte am Zuckerhut
    am Morgen schon die Arbeitswut.
    Ging dann aber zum Glück,
    über Tag dann zurück.
    Am Abend blieb nur noch die Liebesglut.

    Ein Mädchen schmückt sich in Budapest
    am Abend noch  für das Blumenfest.
    Zweige im Haar.
    Der Bräutigam war
    begeistert von diesem „Krähennest".

    Ein Mädchen auf den Philippinen
    war beliebt bei den Pinguinen.
    Stets sind die froh,
    erscheint sie im Zoo
    und verfüttert Ingwer-Pralinen.

    Ein Mädchen fand in Osnabrück
    auf der Straße mal ein Pfennigstück.
    Auch wenn es klein,
    sie steckt es ein
    und begründet damit ihr Lebensglück.

    Ein Mädchen begegnet in Bielefeld
    einem allseits bekannten Frauenheld,
    der ungestört,
    sie nun betört,
    und kürzt jetzt auch noch das Kindergeld.

    Ein Mädchen an der Atlantikküste,
    entblößte am Strand ihre Brüste,
    und alle Herrn,
    sahen sie gern
    und die wohlgeformte Büste.

    Ein Mädchen überlegte in Halle,
    wie sie dem Freund wohl am besten gefalle,
    enges Mieder,
    oder bieder
    im Ausschnitt mit einer Koralle.

    Ein Mädchen traf montags in Ahlen,
    auf dem Marktplatz zwei Kannibalen.
    Riesenschreck,
    Mädchen rennt weg!
    Das wär ja nicht auszumalen.

    Ein Mädchen an der Nordseeküste
    ließ sich vergrößern die Brüste.
    Auf dem Balkon,
    beschmust Silikon
    ihr Freund, wenn der das wüsste.


    Matthias Hinckel
    Zu dumm! Bin erst heut’ drauf gekommen
    auf die Queen-Site mit den Limericks, den unfrommen.
    Gefallen mir sehr,
    ich wünsch’ mir noch mehr.
    Die Site wird doch gut angenommen.