Bildaspekte August 2005  Ein Bild sagt mehr als tausend Worte ...   Doch jede(r) deutet Bilder anders ...
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Peter Pistill    12.8.2005

Die Kahnfahrt – bei Mondschein – ein Segen;
da lassen sich Herzen bewegen ...
Sie zeigt ihm die Beine;
er wünscht sich das Eine
und merkt bald, sie will ihn erregen ...

Schon hielten sie sich in den Armen
und spürten die Körper, die warmen.
„Er“ kratzt wie 'ne Bürste,
doch „Sie“ sagt: „Ich dürste ..,
willst du dich nicht meiner erbarmen?"

Er ließ sich das zweimal nicht sagen.
Ans Ufer hat er sie getragen.
Auch wenn der Bart kratzte,
er küßte und schmatzte
und glaubte, jetzt könnt' er es wagen ...

Schnell lagen sie nackt in den Wiesen,
da spürten sie Schmerz – einen fiesen;
die Ameisen bissen,
– denn drunter: kein Kissen –,
um ihnen den Spaß zu vermiesen ...

Sie nahmen die Kleider und rannten
an Orte, die sie nicht mal kannten,
drum seh'n wir im Bilde
nicht Sepp und Mathilde,
weil deren Popos noch so brannten ...

 

 

Lucas Gruen   10.8.2005

Sepps Irritation

Blatt für Blatt blättert's Herzeblatt ab,
und die Bürste, die lacht sich schier schlapp.
Was nur war da geschehn?
Hat da wer was gesehn?
Sepp scheint's rätselhaft, das nicht zu knapp.

Wie verwaist liegt am Ufer ein Boot,
ist da irgendwie was nicht im Lot?
Flüßchen runzelt die Stirn:
Gehört 's Herz einer Dirn,
die geriet in gar schreckliche Not ...?

Bei den Fichten am Hang steht ein Pub,
dort gibt's Hammelherzdönerkebab,
dazu Schafskäs und Mett
auf geschrubbtem Tablett.
Und das war's auch schon. Sepp, reg dich ab!

 

 

Voilà   9.8.2005

Unhappy End

"O wie sehr ich, mein Schatz, nach dir dürste!"
rief der Igel am Waldesrand. "Wirste
mich heut' Nacht erhören?
Dort unter den Föhren?"
"Nö! Da wird nichts draus!" meinte die Bürste.

 

LQ   9.8.2005

Der Sepp ist mitnichten ein Depp !

So 'n Seppel ist drahtig, stabil,
der niemals verfehlt je sein Ziel!
Der Kahn kippt' zwar um.
Doch Sepp, gar nicht dumm,
schwamm schnell dort zum Häuschen – agil !

Und siehe – dort sah er sein „Mäuschen“.
Es wartete hinter dem Häuschen,
zog gleich ihn zur Trepp'.
„Komm rein, lieber Sepp!
's ist schön hier in meinem Kabäuschen!

Mich tut nach so manchem schier dürsten,
nicht Bier nach Genuss hier von Würsten!
Doch fände ich 's fein
(mein Herz ist schon rein!),
wir würden die Wände mal bürsten!“

 

Fortsetzung(en) bzw. Variationen erwünscht !

 

 

Florian Ruppel   9.8.05

Die gar traurige Geschichte vom Alpensepp

"Ich weiß nicht, was soll es bedeuten."
Der Alpensepp träumte von Bräuten,
vom Herzen so rot,
von Bürste und Boot
und hörte vom Turme das Läuten.

Am Morgen besteigt er den Kahn,
die Traummaid zu suchen sein Wahn.
Ach groß ist die Not,
im Sturm sinkt das Boot -
da ist's um den Jüngling getan.

 

 

OMA   6.8.2005

Privat und alle Kassen

Links dort hinten im einsamen Haus
wohnt der Herzbürstentherapeut Klaus,
und anstatt eines Taxis
bringt ein Kahn dich zur Praxis –
reinen Herzens kommst du wieder raus!

 

 

LQ   5.August 2005


Hygiene – immer und überall

Ob im Mittsommer, Weihnachtslichtschein,
es gilt immer – für Groß oder Klein:
Bürstet Zähne und Schuhe,
lasst auch 's Boot nicht in Ruhe.
Selbst das Herz haltet immer schön rein!


Probates Mittel?

Dort im Boot bei der „Wildwasserfahrt“
wurden Wünsche wach, stürmischer Art.
Kommt das Herz erst in Rage,
gibt 's 'ne Bürstenmassage.
Ob man so sich den Herzschmerz erspart?


Bürstenvarianten

Ob an Donau, Rhein, Ruhr oder Elbe –
für dein Boot nimm ganz große; auch gelbe
Bürsten schrubben sehr gut.
„Best“ für Zähne nimmt Ruth.
Doch fürs Herz verwend niemals dieselbe!


Abgebürstet

Sich beim Rudern als Kraftprotz gebrüstet,
hat 's den Mann dann nach Landgang gelüstet.
Nicht mehr „wildwasserwärts“,
fasst die Frau sich ein Herz.
Mit der Bürste ist gut sie gerüstet.


Wandlung

Dort im Haus wohnt ein Mann ganz allein,
hatt' – statt Herz – in der Brust einen Stein.
Er trug lang an der Bürde,
doch verschwand diese Hürde,
als 'ne Frau bürstet 's Herz wieder rein.