Thema „Web(erot)ericks“ für Limerick-Buch (Einsendeschluss 31. Juli 2003)


    PGS

    Heiße Laptops

    Die Lady mit Laptop auf Reisen,
    wollt’ gerne ihr Können beweisen.
    Ihr Lap sich erhitzt,
    drum mailt sie gewitzt:
    „Das Kühlsystem streikt wohl auf Gleisen?“

    Der Kundendienst mailte zurück:
    „Sie hab’n Garantie noch, zum Glück.
    Doch so ’n bisschen Hitze
    beim Job auf dem Sitze
    wird keineswegs schaden dem Stück.“

    „Dem Stück schadet das sicher nicht“,
    sie daraufhin ärgerlich spricht.
    „Doch mir wird ’s zu heiß
    zwischen Nabel und Steiß,
    denk nur noch an Sex – statt Bericht.“


    Hot Laps

    A travelling lady with lap
    would show in her skills not a gap.
    Her lap was heat-harmed,
    she mailed, quite alarmed:
    “My lap’s cooling is caught in a trap”.

    The service did answer by e-mails:
    “You ’re lucky, cause warranty prevails.
    But a little bit heat,
    In the job on a seat,
    Will not damage it’s internal details.”

    She thereupon angrily said:
    “For the laptop I ’m not so afraid.
    From navel to bum,
    I feel so hot, chum,
    thinking only on sex jobs instead.”


    26 WEB-EROTIC-LADIES

    Die cool im Net surfende Anne
    war plötzlich im Bett mit dem Manne,
    zwar nur virtuell,
    drum hüpfte sie schnell,
    vom Vorspiel erhitzt, in die Wanne.

    Als Betty vertieft war ins Chatten,
    mit John, diesem Frechen und Netten,
    da wurd ’s ihr ganz heiß,
    weil ’s keiner sonst weiß,
    was sie dabei tun in den Betten.

    Ganz anders war das wohl mit Cora,
    mit Fritz grade chattend und Flora.
    Es hat sie gequält,
    was er ihr gemailt:
    „Du kommst mir heut’ vor wie Pandora!“

    Die Dora jedoch – ohne Pan –
    rief Fritz via chatroom dann an.
    Er fragt sie ganz plump
    nach Pan, diesem Lump,
    doch denkt sie nicht gern mehr daran.

    Per Internet wollte die Ellen
    sich kurz einen boyfriend bestellen,
    hat ...zig Kataloge
    zu Rate gezoge’,
    doch nun weiß sie wirklich nicht, wellen.

    Die Frida, nicht die von den ABBA,
    sucht dringend für ’n Sohn einen Babba,
    Annonce im Web:
    Gesucht wird ein Depp
    wie Johnny D., den ich gern habb’ a’.

    Das E-Mail-Adressbuch von Gitte,
    ein Beweisstück, wofür denn, Fritz, bitte?
    Um rauszubekommen,
    wer noch sie genommen,
    ging Fritz nun gerichtliche Schritte.

    Die Helma, des süße Frisösche,
    hat grad ihren Lap auf ’m Schößche.
    Da wird ’s ihr so heiß,
    vom Nabel zum Steiß.
    Es kribbelt und krabbelt im Hösche.

    Die EDV-Fachfrau Irene
    kennt bestens sich aus in der Szene.
    Verkehrt da mit Mackern,
    wie Freaks oder Hackern,
    drum tut sie ’s nur selten alleene.

    Die Jutta liebt Website-Exzesse,
    die kann sie danach gleich vergesse’.
    Sie zeigt täglich neu
    im Bild sich mit Boy
    und spielt die ganz kesse Mätresse.

    Ganz anders dagegen die Katy,
    die sittsam im Web sucht ’n Vati
    für künftige Görn.
    Da wird man nie hör’n,
    dass einst sie gestrippt hat in Lahti.

    Die Lena im Chat grad mit Katy,
    die kennt sie von früher, aus Lahti,
    sie droht mit Enthüllung
    bei Nicht-prompt-Erfüllung
    ihrer Forderung. So etwas tat die!

    In diesen Chat platzte die Maren,
    die hatt’ das von Lena erfahren.
    Sie mailt ganz erbost:
    „Du bist nicht bei Trost!
    Da hast du dich gründlich verfahren!“

    Auch Nena meint, die Netiquette
    wär’ hier wohl verletzt, und sie hätte
    als Webmaster nun
    nichts andres zu tun,
    als Lena zu sperr’n aus dem Chatte.

    Aus Wolgograd mailte die Olga:
    „Ich suche nach einem Befolga
    der Lehren von Sacher
    -Strich- Masoch, ihr Macher!“
    Ihre Mailbox war bald total voll gar!

    Die Petra bleibt nächtelang wach,
    am Bildschirm im Raum unterm Dach.
    Sie surft wild herum,
    sucht Männer. Warum?
    Die Homo-logie ist ihr Fach!

    Die Limerick-Webseiten-Queen
    sollt’ keiner in Zweifel je zieh’n,
    schreibt, liest, sammelt fix
    Web(ero-t)ericks,
    betreibt da ihr Hobby als Spleen.

    Regina – schon wieder ’ne „queen“? –
    lateinisch, drum heut’ rarely seen,
    mailt gern sehr erotisch,
    zuweilen fast zotisch
    und wartet noch immer auf „Ihn“.

    Ganz unschuldig süß ist die Susi,
    der Sepp hätt’ sie so gern als G’schpusi.
    Seine e-Mails an sie
    schaffen das aber nie.
    Drum, Sepp, schreib die Mail – und bring du sie!

    Ti-i-na, was kost’ ein Kondom?“
    ruft die Tussi – trotz Pharma-Diplom.
    Fritz kriegt rote Ohren,
    fühlt ganz sich verloren,
    kauft künftig bei safer@sex.com.

    Da hat er es besser bei Ute,
    die sorgt gerne vor, diese Gute.
    Für Fritz, Klaus und Hein
    kauft Vorrat sie ein,
    per e-Mail, geliefert in Jute.

    Verona, nicht Feldbusch, nee, nee,
    zeigt auf ihrer Homepage viel Schnee.
    Nicht Drogen, nein echten!
    Man möcht’ ‘rein’ sich hechten,
    und mehr seh’n als nur ihren Zeh.

    Im Wasser, nicht Schnee, sieht man Wanda,
    sie schwimmt, ohne was, mit ’nem Mann da.
    Der kommt ihr sehr nah,
    was dann wohl geschah?
    Elektronisch bezahl, dann schau ’s an da!

    Xenia wirbt auf ’ner Website erotisch
    und wirkt elektronisch exotisch.
    Sie muss da nicht bangen.
    Gebühren verlangen
    und einnehmen kann sie despotisch.

    Die Männer und Jungs woll’n Yvette,
    „in echt“ seh’n, nicht im Internette.
    Doch ist diese Maid
    dazu nicht beraid,
    steigt nur auf dem Screen mit ins Bette.

    Die Zenzi zeigt zum zehnten Zehen,
    was wir wohl wie „Weh-Weh“ verstehen.
    War’s wieder das Wandern,
    im Web mit ‘nem andern?
    Zahlten Zocker, um ‘zu’ da zu sehen?


    We have seen a Limerick Queen,
    collecting all dirty, obscene,
    and lewd limericks,
    but used many tricks
    to keep those away from her screen.

    There was a nice lady called Bess
    who had a quite lovely address.
    She shows on her site,
    all day and all nite,
    how Bess looks, when she does undress.


    Virtuelle Süße
    Die Liebe im Web bleibt platonisch,
    man nippt virtuell nur am Honig,
    wenn irgendwer fern
    dich hätte so gern,
    denn noch fühlt man ’s nicht elektronisch.

    Idylle
    Ein Mädchen zeigt im World Wide Web
    voller Schönheit sich, und zwar mit Pep:
    Es liegt appetittlich,
    ganz ländlich und sittlich,
    vorm Bauernhof dort auf der Trepp’.


    WEB-EROTERICKISATION

    There was a young lady called Bright,
    who surfed in the web all the night.
    She flirted one day
    in a Chatterley way,
    and dubbed her web gardener a knight.

    To her friends said Miss Bright once in chatting:
    “I have learned something new about matting.
    My heat was so great,
    when he on it me laid
    that the matting cought fire through petting.”

    Als jüngere Dame noch fitter,
    surfte Bright mal im Web bei Gewitter
    Ganz wild flirtete sie,
    spielte die Chatterley
    und schlug ihren Gärtner zum Ritter.

    Den Freunden sagt Bright bei ’nem Chat:
    „Hab was Neues gelernt übers Bett.
    Als heiß er mich hatte
    auf der Bettliegematte,
    da glühte die Matte ganz nett.


    Tierisch gierig
    Wenn Blicke in Sex-Sites sich bohren,
    kriegt mancher davon rote Ohren:
    Ganz gierig wohl wollend
    und tierisch sich rollend,
    liegen Leiber, total lustverloren.


    26 WEB-EROTIC-GENTLEMEN

    Der cool im Web surfende August
    hat plötzlich im Bett auf ’ne Frau Lust.
    Nicht nur virtuell
    fand er die sehr schnell,
    woher, hat nachher keine Sau g’wusst.

    Als Benno vertieft war ins Chatten,
    mit Jenny, der Forschen und Netten,
    da wurd ’s ihm ganz heiß,
    weil niemand sonst weiß,
    was sie dabei tun in den Betten.

    Ganz anders war das wohl mit Chris,
    mit Frida grad chattend und Liz.
    Es hat ihn gequält,
    was die ihm gemailt:
    „Du hast wohl vor Frauen noch Schiss!“

    Der Dieter jedoch, kein Galan,
    rief Liz via Chatroom nun an.
    Er fragt sie ganz plump,
    ob sie ihm auf Pump,
    ihren Körper verleih’, momentan!

    Per Internet wollt’ sich der Eugen
    vor Frida in Liebe verbeugen,
    hat da, ungelogen,
    Register gezogen
    fast alle, um Kinder zu zeugen.

    Der Fritze, nicht lahm in den Lenden,
    sucht Frauen, um die zu verwenden.
    Annonce im Web:
    Gesucht: Weib mit Pep.
    Das trüg’ er dann stets nur auf Händen.

    Das E-Mail-Adressbuch von Gregor,
    das las seiner Frau grad René vor.
    Sie fand viele Namen,
    die darin vorkamen,
    und hielt ihrem Mann Bruch der Eh’ vor.

    Dem Helmar beim heißesten Chat
    passiert es – das find’t er nicht nett –,
    dass seine Web-Bunny
    sagt: „This is not funny,
    das reicht nun, jetzt hast du dein Fett.“

    Als EDV-Fachmann kennt Ingo
    sich aus in der Szene, und – Bingo! –
    gewinnt eine Nacht,
    in Liebe verbracht,
    mit Xenia. Er fühlt sich wie Ringo.

    Der Jürgen, in Website-Exzessen
    gern schwelgend, die morgen vergessen,
    zeigt täglich sich neu
    per Homepage als Boy
    und spielt mit zwei sexy Hostessen.

    Ganz anders dagegen der Kuno,
    der wahllos im Web sucht nach Juno,
    der Göttin samt Tempel.
    Bald schmeißt er den Krempel
    und trifft seinen Kumpel, den Bruno.

    Der Leo, mit Katy im Chat grad,
    sie flehentlich lieb in sein Bett bat.
    Durch Betteln und Bitten,
    mit Hilfe von Dritten,
    packt er sie in www.Bettlad.

    In diesen Chat platzte der Manne,
    von Katy war der ganz im Banne.
    Er mailt ganz erbost:
    „Du bist nicht bei Trost!
    Der Leo hat nix auf der Pfanne!“

    Auch Niko meint, die Netiquette
    wär’ dadurch verletzt, und er hätte,
    als Webmaster jetzt,
    den Zugang besetzt
    und Leo gesperrt aus dem Chatte.

    Aus Wuppertal mailte der Otto,
    „Ich such’ nach ’nem ganz tollen Foto
    von Katy, ganz pur,
    wer hat da ’ne Spur?
    Das wär’ wie ein Sexer im Lotto!“

    Der Peter bleibt nächtelang wach,
    am Bildschirm allein unterm Dach.
    Er surft wild herum,
    sucht Sexsites. Warum?
    Die Leiber der Weiber, sein Fach!

    Als Website-Designer lässt Quincy
    keine Kundin weggehen, gewinnt sie
    als Modell für die Site,
    ohne Hemd, ohne Kleid.
    Wenn nicht, brüllt er gleich:„Na, jetzt spinnt sie!“

    Der Rainer, schon wieder am Screen,
    klickt www.limerick-queen.
    Fand das zwar erotisch,
    hätt ’s lieber mehr zotisch
    und klickt andre Websites, sein Spleen.

    Ganz unschuldig brav ist der Sascha,
    zwar spielt er im Chat gern den Pascha,
    doch die „Haremsdamen“,
    ihm das nicht abnahmen.
    Der Sascha als Pascha? So ’n Lascha!

    Der Thomas, trotz Bio-Diplom,
    traut im Laden sich nie ein Kondom
    zu verlangen, da scheu.
    Ganz „mutig“, nun neu,
    kauft er künftig bei safer@sex.com.

    Das geht sehr viel leichter bei Ulli,
    der trägt zwar nicht viel unterm Pulli.
    Doch für alle Fälle
    kauft er auf die Schnelle
    per e-Mail Kondome und Schnulli.

    Der Valentin, nicht Karl Vau., nee,
    zeigt  (website-versiert) sehr viel Schnee.
    Kein Koks, sondern echten,
    denn nicht von den Schlechten
    ist er dort beim Langlauf am See.

    Im Wasser, im See, sieht man Walter,
    der schwimmt, ohne was, und da krallt er
    sich eine Najade,
    grad auch dort im Bade..
    ..da plötzlich, wie schade, wird kalt er.

    Xaver wirbt auf ’ner Website exotisch,
    und er wirkt auf die Ladies erotisch.
    Er braucht nicht zu bangen.
    Gebühren verlangen
    und einziehen kann er despotisch.

    Die Frauen und Mädels woll’n Yve,
    „in Echt“, nicht im World-Wide-Web-Mief.
    Doch ist dieser Boy
    dazu viel zu scheu,
    kommt nur auf dem Screen hoch und tief.

    Zwar zieht Zlatko zur Zeit zwanzig Zähne*,
    was ich hier noch – weshalb wohl? – erwähne:
    Sehr *steile, die sieht er
    im Web, deshalb zieht er
    sich zurück gern zur Website-Domäne.


    Karl flirtete gerne im Internet
    mit Kathy, die selbst, auch nicht minder nett,
    von ihm sich erträumt,
    was bisher versäumt.
    Sie braucht nun auch bald mal ein Kinderbett.

    Fritz kauft sich so vieles per Internet,
    weil er nicht so gerne im Winter spät
    – auf sehr vollem Markte
    da drohn gar Infarkte –
    in Schlangen stets wartend dahinter steht.

    Fritz kaufte gerade im Internet
    gleich drei ganze Kilo vom Rindermett.
    Sein Weib drauf, unwillig:
    „Na schön, es war billig,
    doch du kriegst dann bald noch mehr Winterfett!“

    Fritz ließ grade heute im Internet
    an Bräute, die er gern im Winter hätt,
    rote Rosen und Wicken
    per Post gleich verschicken.
    Die stimmen sie jetzt schon für ’n Winter nett.

    Karl flirtete grade im Internet.
    weil er ja so gern viele Kinder hätt.
    Besucht viele Damen,
    die alles bekamen,
    bloß gar keine leiblichen Kinder net.

    Karl flirtete heute im Internet.
    Ob Zenzi ihn nit so gut find im Bett?
    Do hoat er koa Glück,
    sie mailt ihm zurück:
    „I moag koane so lahmen Rinder net!”

    Karl flirtete grade im Internet,
    mit May ging er unbeseh’n blind ins Bett.
    Doch May heißt Maybritt
    und mailt back: „I-gitt,
    du hast noch zu viel drauf vom Winterfett!”

    Der Karl flirtet grade im Internet,
    BITTE: Komm zu mir endlich mal rin ins Bett!
    Die Antwort: „RE: BITTE
    Da liegt grad Brigitte”
    die fand er nun allerdings minder nett.


    Fritz im Winter, ein Tri-merick:

    Fritz sieht, wie gerade im Web
    ein Weib präsentiert sich mit Pep,
    am sonnigen Strand,
    sich räkelnd im Sand…
    er sitzt hier und friert, dieser Depp!

    Fritz sieht danach auf seinem Screen,
    das Weib von dem Strand eilig flieh’n,
    vor Schweröl und Teer.
    Wo kam das Zeug her?
    Aus ’m ur-oil-den Tanker gespien!

    Fritz denkt jetzt an Öl, er muss heizen,
    statt an ferner Weiber ihr’n Reizen
    sich öd zu erlaben:
    Nein, Öl will er haben
    und nicht mit dem Heizen mehr geizen.


    Ein Surfer im Web

    Ein Surfer im Web sucht, alleine,
    nach Zweisamkeit, wisst, was ich meine.
    Flirtet wild und verwegen,
    doch nie will sich legen
    mit ihm auf sein Surfb(r)ett ’ne Kleine.

    Ein Surfer im Web sucht mit Google
    und fand eine Website: @bugle.
    Stieß voll drauf ins Horn,
    sein Nachbar vor Zorn
    kriegt ’ne knallrote Kopf-Billard-Kugel.

    Ein Surfer im Web sucht seit Stunden
    einen Chatroom mit weiblichen Kunden.
    Er findet zwar viel,
    doch niemals zum Ziel,
    und fühlt sich drum falsch stets verbunden.

    Ein Surfer im Web sucht vergeblich
    nach Kultur –- pur, nicht Körper – angeblich.
    Nackte Menschen am Strand,
    das war ’s, was er fand.
    Die Providergebühr’n war’n erheblich.

    Ein Surfer im Web ward grad fündig
    und fand eine Website, echt sündig!
    Ganz voll toller Weiber,
    – Gewühl nackter Leiber –
    Er nutzt ’s als Screen Saver, back-gründig.


    WEB(EROT)IC LEARICS
    There was a young man with a beard,
    Who said it is puzzling and weird;
    Two towels, girls and men,
    Four sharks now and then
    On my screen saver, just disappeared.


    Kocht ein komischer Kauz Kraut und klaut
    das Rezept aus dem Lap seiner Braut,
    dann lässt sie es sich schmecken,
    so was kann sie nicht schrecken
    und die Lady mit Laptop lacht laut.

    Manche Dame sucht’s Glück ihres Lebens
    auch im Internet lang, oft vergebens.
    Findet doch, dann und wann,
    mal den richtigen Mann…
    …oder andere Ziele des Strebens.

    Surfen wollte im Web sie ganz wild,
    ritt auf Internet’s Wogen im Bild,
    doch das Brett kippt so leicht,
    fällt ins Bett - knapp erreicht -
    virtuell nur wird Lust hier gestillt.

    Wo die Wege des Web wild verwoben,
    wird wohl weiter des Weib’s Bild erhoben
    zur Ikone des Sex -
    - und zum Lohne des Drecks
    in den Spam-Mails verramscht und verschoben.

    WWW, wer will wem wohl was wehren,
    da im Internet - lasst Euch belehren -
    ist fast alles erlaubt,
    selbst wer stielt oder raubt,
    tut das dort meist „legal“, Euer Ehren.



    Ferdinand Kirchhoff

    Es wollte ein Weibsbild aus Pommern
    des Nachts mit dem Dorftrottel schlommern.
    Doch der war der Frau
    entschieden zu schlau.
    Jetzt sucht sie im Net nach ‘nem Dommern.

    Verliebt sprach die Katze zum Puter:
    „Ich schenk’ dir was Schönes, mein Guter!“
    und fing in dem Haus
    die edelste Maus.
    Doch nun ruht er, der neue Computer.

    Um Mitternacht zog ‘s eine Motte
    zum Webseitenhemd der Kokotte;
    doch diese lief nackt,
    von Bauchweh gezwackt.
    So kam nur die Dame zu Potte.

    Es sitzt auf der Wiese bei Kempten
    die Zenzi mit Franz, dem verklemmten.
    Er neigt seinen Kopf,
    sie packt ihn beim Schopf,
    verfasst schnell zwei E-Mails und kämmt ‘en.

    Dem Liebsten von Frau Kunigunden
    war der Schlüssel zum Gürtel entschwunden.
    Drum hat er aus Notwehr
    für Keuschheit in Hardware
    den Öffner für Büchsen erfunden.

    Es litt eine Arme aus Brighton
    an Lähmungspsychose seit Zighton.
    Beim Klick lacht ein Mann
    sie an, und jetzt kann
    die Arme die Arme ausbrighton.

    Als Iwan da neulich in Russland
    mitsamt seiner Olga im Bus stand,
    wollt’ er nur mal eben
    ‘nen Handkuss ihr geben.
    Sie gab ihm ihr Handy statt Kusshand.

    Es fuhr mal ein Surfer aus Peine
    nach Frankreich hinüber alleine.
    Er traf in Paris
    seine Freundin Denise
    und legte sich neben die Seine.

    Es wollte ein Hacker aus Norden
    ganz kalt seine Freundin ermorden.
    Er hatte verschwitzt,
    dass er keine besitzt.
    So ist leider nichts draus geworden.

    Es wurde dem Redner aus Breslau
    dicht neben der hübschen Komtess flau.
    Sie gab ihm drei Tropfen;
    jetzt macht man bei Hopfen
    und Wein beim Computer-Kongress blau.

    Sie nannte ihn erst noch „mein Guter“,
    doch dann wurde sie resoluter:
    „Ach red’ dich nicht raus!
    Du nennst mich hier Maus
    und liebst nur die Maus am Computer!“

    Hein Limrick sah unseren Musen
    am liebsten direkt auf den Busen.
    Doch das war wahrscheinlich
    für sie äußerst peinlich.
    Sie tragen als Software jetzt Blusen.

    Hein Limerick liegt mit der Liese
    mit Notebook verträumt auf der Wiese.
    Da brüllt eine Kuh
    und lässt noch dazu
    laut klatschend was fallen, die Fiese.

    Kein Limerick wäre gekommen,
    hätte Evarick Pillen genommen.
    Doch dieses Dragee
    gab ‘s nicht im PC.
    Man konnt nur Kamille bekommen.

    Ein Blusenvertreter aus Finnland
    e-mailte im Aus- und im Inland:
    Man trägt am Meerbusen
    mehr Busen als Blusen;
    man hat ohnehin bis zum Kinn Sand.

    Es fuhr eine Dame aus Dortmund
    mit ihrem Importhund einst fort und
    sie gab ihrem Dandy
    noch nicht mal per Handy
    Transportgrund und auch nicht den Ort kund.
    (Man tippte auf Ab- und App-ortgrund.)

    Es verliebte ein Jüngling aus Leipzig
    beim Surfen sich schwer, doch das bleibt sich
    auch völlig egal –
    ob ir(r)-, ob real –,
    doch nahm er bestimmt nicht ein Weib sich.

    Beim Internet-Surfen vergessen
    wir Liebesschwur, Trinken und Essen.
    Wir fiebern und sind
    wie ein spielendes Kind
    vom Rausch des Entdeckens besessen.

    Wenn Adam per Mail oder Strippe
    vorweg schonVerzicht auf Zankthippe
    erklärt hätte, dann
    wär’ arm er zwar dran,
    hätt’ aber noch Ruhe und Rippe.

    Karl-Otto hat jüngst in Algerien
    allein sich vergnügt in den Ferien.
    Er gab seiner Maus
    die Küsse ins Haus
    per Handy, ganz frei von Bakterien.

    Gesine ist wenig entzückt.
    Die Eifersucht macht sie verrückt:
    Ihr Freund hat die Nacht
    mit ihr nicht verbracht
    und NET(T) nur sein Mäuschen gedrückt.

    Ein Mann traf ein Mädchen in Schlochter
    per Handy zum Date und das mochter.
    Er bat ganz charmant
    Paps nicht um die Hand,
    er bat ihn ums Hand-y der Tochter.

    Sie hatten zusammen gefunden
    und waren ins Traumland entschwunden.
    Jetzt sind sie zurück.
    Ganz sprachlos vor Glück
    sind sie nun durch E-Mails verbunden.

    Im Internet war sie entzückend,
    ihr volles Haar glänzte berückend.
    Ich sah dann beim Nah’n bloß:
    Sie war zwar fast zahnlos,
    ihr Haar aber kostbar perückend.

    Der Monitor stürzt unter Wehen;
    nun können die zwei nichts mehr sehen.
    Erst fluchen sie beide
    dann schau’n sie – statt Scheibe –
    sich tief in die Augen und gehen . . .

    Beim prickelnden Küssen und Lieben
    war knisternd der Strom weggeblieben.
    Computer und Maus
    die fielen gleich aus;
    sie werden mit Speck jetzt betrieben.

    Aufs Internet hat sie gepfiffen,
    drum hat er zur Trommel gegriffen:
    Er schickt, wie im Urwald,
    als Antwort retour bald
    ihr Love-Mails zu, laut und geschliffen.

    Ein flirtender Surfer aus Füssen
    hat Bildschirmverschoner sein müssen.
    Ihm fiel mittendrein
    das Kennwort nicht ein:
    Beim Knutschen vergaß er das KÜSSEN.

    Man hat jetzt bei Ötzi zerschunden
    auf Handy die Meldung gefunden:
    „ICH BIN GANZ VERKNALLT !!!!!“
    Doch ihn ließ das kalt;
    er war schon im Gletscher verschwunden.

    Hätt’ Bismarck aus Ems statt Depesche
    ’ne E-Mail und schmutzige Wäsche
    der Liebsten geschickt,
    dann gäb’s nur Konflikt
    im Haus und nicht Krieg mit Gedresche.

    Die Sau ist dem Eber die Beauty;
    er liebt auch die schnucklige Schnuty
    und talkt mit ihr gerne.
    Er schickt ihr von ferne
    stets Grunz-SMS übers Footy.

    Es hatte Herr Goethe statt NET
    ’nen Stein bei Charlotte im Brett;
    doch sagt man, er hatte
    wohl nie, wie ihr Gatte,
    bei sich eine Stein auch im Bett.

    Der Prinz hat beim Surfen nach Stunden
    die Homepage Dornröschens gefunden.
    Sein Kuss konnte dank
    dem Knoblauchgestank
    zwar wachrütteln, aber nicht munden.

    Zwei Love-E-Mails wurden erlogen,
    so dass sich die Tasten verbogen.
    Die Tipp-Mailerei
    ist damit vorbei;
    jetzt wird aus den Fingern gesogen.

    Ein Mann hat dem Hausarzt in Essen
    ’ne E-Mail zu schicken vergessen.
    Der Text war. „Mein Lieber,
    mich plagt dauernd Fieber,
    doch hab’ ich vergessen zu messen!“

    Ein Internetsurfer aus Jena
    der stand dem Filou schon seit je nah.
    Er kurvte umher     
    und stieg dann vom Meer
    ins Bett der sibirischen Lena.

    Im Internet stand immerhin
    ein Tipp gegen Winterfett drin:
    Den Mund zu und brav
    ein viertel Jahr Schlaf,
    das Träumen vom Küssen ist in.

    Ein Surfer, schon klapprig und alt,
    war heiß in die Venus verknallt.
    Doch diese Gazelle
    war dafür zu helle
    und Love-E-Mails ließen sie kalt.

    Der neuste Computer macht Schluss
    Mit Kennwörtermerkeverdruss.
    Man braucht nichts zu tippen,
    man braucht nur die Lippen:
    Der Kuss auf den Bildschirm ist Muss.

    Es ist ein Computer für Spesen
    verliebt nur in weibliche Wesen.
    Verbucht eine Frau
    Beträge genau,
    ist immer „I love you ! ! !“ zu lesen.

    Sonst mailten die zwei hin und her,
    doch jetzt sind die Bildschirme leer.
    Nun flitzen die E-Mails
    wie spritzige Cocktails
    leicht prickelnd im Lippenverkehr.

    Der erste Computer zieht Schlüsse,
    der zweite knackt Rätsel und Nüsse,
    der dritte gibt blanken
    Mäzenen und Banken
    Kredite und Kussmuffeln Küsse.

    Es waren zwei Love-Story-Kinder,
    die hüteten droben die Rinder
    und jodelten kräftig
    sich zu, schrill und deftig.
    Sie gelten als Vieh-Mail-Erfinder.

    Zum Hochzeitsfest will man mitnichten
    auf Liebesbeweise verzichten:
    Er schenkt in Kassette
    ’ne edle Dis-kette
    und sie will die Festplatte richten.



    Bernard Ostersiek

    Es spielte ein mäßiger Caster
    vor Freunden den Music-Web-Master,
    bis – als er mal web-te –
    er schließlich verebbte
    als A (Punkt) Lloyd Web-ber Desaster.

    Ein Hacker hat – klar! – gern gehackt
    und auch manches Passwort geknackt.
    Dann stieß er auf „Ute,
    die schrille Komm-Pute”
    und ist mit ihr ziermlich versackt.

    Ein Cisco (Strich) Router aus Pricken
    verwechselte Küssen mit Klicken.
    Er brachte sein Mäuschen
    total aus dem Häuschen
    und konnte es dann nicht mehr flicken.

    Es ging unter freundlichem Nicken
    die Oma mit gütigen Blicken
    daran, Enkel Peter
    trotz dessen Gezeter
    für’n Bildschirm ‘nen Schoner zu stricken.

    Ein Hacker ist gerne versackt,
    und immer, wenn’s ihn mal gepackt,
    dann hat der Infame
    der nächstbesten Dame
    brutal gleich das Passwort geknackt.

    Es war mal ein Typ aus Manhattan,
    der tummelte gern sich beim Chatten
    ganz ohne Empfindung
    bis hin zur Verbindung
    mit sowas wie Lady Mountbatten.

    Ein alternder Administrator,
    der chattete mal am Äquator
    und kühlte sein Mütchen
    nicht etwa mit Hütchen,
    nein, wahrlich mit ‘nem Ventilator.

    Es kriegte ein Mädchen aus Extertal
    ‘nen Internet-Anschluss von sechster Wahl.
    Gefragt, wie er sei,
    da sagte sie: „Ei,
    nicht schlecht, nur gelegentlich hext er mal.”

    Es surfte ein Surfer im Net
    recht ziellos bis hin zum „Te-Zett”.
    Es hatte der Tropf
    Blockade vor Kopf -
    das Surf-Board ist schließlich ein Brett ...

    Die Dame, mit der Hans gern chatten tät’,
    in Wirklichkeit eher auf Kletten steht:
    So wild ist die Perle,
    dass jeder der Kerle
    beim ersten Spruch gleich nach den Betten späht.

    Ein Mädchenschullehrer verstrickt
    sich in eine Lage verzwickt,
    und von „Ihrem” Klicken
    lässt er sich bestricken,
    weshalb „Sie” erquickend strikt klickt.

    There once was a Limerick Queen,
    who could not be heard, but was seen
    disclosing but every trick
    concerning the limerick
    by internet here on my screen.

    Es machte die Tina aus Eutebach
    mit Websites gemeinhin die Leute schwach,
    und die sie erklickten,
    wenn sie die erblickten,
    die liegen gar nächtens bis heute wach.

    Es gab ‘ne gewisse Miss Fink
    per Homepage manch‘ deutlichen Wink.
    Sie bot ihre Perlen
    den surfenden Kerlen –
    doch ohne den passenden Link.

    Es rückte ‘ne olle Kanallje
    der Chatroombekanntschaft zu Ballje
    und wollt‘ wie von Sinnen
    die Dame jewinnen
    mit Email-Kuverts aus Emallje.

    Es tat einer reizenden Fee
    ein Hacker beim Chatten sehr weh:
    Er knackte ihr Passwort
    und hatte viel Spaß dort –
    dann trat er ihr auf den Pe-Zeh.

    Es chattete bis zum Ermatten
    ein Römer im Lande der Chatten,
    doch die konnten kein
    gepflegtes Latein,
    da musst‘ er das Chatten bestatten.

    Ein Kerl kannte etliche Tricks
    von Web bis Erote und Ricks –
    den Rest lud er munter
    auf Disk sich herunter
    per freenet und auch gmx
    .
    Es war mal ein Pfarrer aus Almena,
    der glaubte die Leute dem Psalme nah,
    doch als SMSse
    ihm störten die Messe,
    da war er dem Wipfel der Palme nah.

    Ich han ene Fründ, dä heisch Kreß 
    (Anm. Kreß = Christian)
    un eß janz verröck op et Bess.
    Doch eß singe Schreff
    nit us dem Eff-Eff,
    dröm scheck hä ehr jitz SMS.

    Es glaubte ein Hacker aus Halle,
    dass manch‘ eine Jungfrau schon falle,
    wenn er ihr ganz schnell
    per HTML ... –
    der  hatte sie wohl nicht mehr alle!

    Es war mal ein Hacker aus Kalletal,
    dem hätten die andern gern alle mal
    in Bausch und in Bogen
    den Stecker gezogen –
    der chattete nämlich ganz Talle kahl.
    (
    Anm. f.d.Red.:Talle ist ein Ortsteil von Kalletal)

    Ein Mann wählte www.fremdgehn
    und blieb unerwartet gehemmt stehn,
    als er sich verklickte
    und ungläubig blickte:
    Da konnt‘ er sein Weib ohne Hemd sehn.

    Ein Chatroom-Geschöpfchen aus Schier
    verging fast vor heißester Gier
    und tat drum an Knaben
    des öftern sich laben
    und nicht nur mal da und mal hier.

    Es war eine Hausfrau in Penkefitz,
    die warf ihren Mann durch den Senkeschlitz.
    Sie nannte als Grund,
    dass er seit der Stund‘
    nicht länger zur Internet-Schenke flitz‘.

    Ein Limerickdichter aus Bargleben,
    der konnte vom Dichten nur karg leben.
    Er reimte zwar Internet
    manierlich auf Winterbett –
    und muss seit dem Sommer im Sarg leben.

    Ein Website-Designer aus Wecke
    verfolgte erotische Zwecke.
    Er klickte betriebsam,
    doch ziemlich unliebsam
    und „linkte“ kein Weib aus der Ecke.

    Ein Hacker war fast ein Genie
    erotischer Web-Strategie.
    So legte er flink
    den passenden Link
    bis schließlich zur Polygamie.

    Ein Enkel von Web-Master Grimm sen.
    vergnügte sich lieber beim Simsen
    und love-chats mit Jule,
    anstatt für die Schule
    die Englischvokabeln zu bimsen.

    Es liebt‘ eine blanke CD
    den Brenner von einem PC,
    der, als er sie impfte,
    sie wütend beschimpfte
    als Rohling mit zuviel Effet.

    Ein Rechner hat recht exaltiert,
    ‘ne junge Diskette hofiert,
    doch konnte er drinnen
    mit ihr nichts beginnen,
    denn sie war noch nicht formatiert.

    Am Nacktstrand kam Webmaster Peer
    der schönen Marei ziemlich quer.
    Da schloss die Marei
    ganz fix die Datei –
    vorbei mit dem Datentransfer.

    Ein Pentiumrechner aus Trier,
    der hatte der Laufwerke vier.
    Da staunte Annette:
    „Gleich zwei für Diskette –
    das läuft aber super bei dir!“

    Es tränkte der Peter vom Rhein
    ein Rechner-Girl kräftig mit Wein.
    Nun ist so ein Laufwerk
    beileibe kein Saufwerk,
    drum schloss es bald alle Datei’n.

    Es maulte die schöne Marei:
    Du hast se nicht all‘ auf der Reih‘!
    Spielst immer nur Browser,
    du gieriger Lauser!
    Ich bin keine Stapeldatei!“

    Es liebte ein Ordinateur
    (nicht glücklich, zu seinem Malheur)
    die schöne Caprice,
    une calculatrice,
    und leider ein schreckliches Geur.

    Es liebte ’ne schicke Diskette
    die Schreibköpfe fast um die Wette.
    Ihr einz’ges Problem:
    Es wär so genehm,
    wenn sie nur mehr Speicherplatz hätte!

    There was a young girl of Vancouver,
    engaged in a tricky manoeuvre,
    discovered her neb
    was shown in the Web –
    depicted when swimming in Suva.

    Es liebte ein Hacker aus Rom
    den Widerstand, so wie Herr Ohm.
    Den führte im Schilde
    die flockige Hilde
    und klaute ihm flugs das Kondom.

    Am Rechner war Ruth eine Hexe,
    zu Hause, da liebte sie sechse:
    In jeder Datei
    der neueste Schrei
    und immer gleich .com oder .exe.

    Es spielte ein junger Assessor
    in Sexspielprogrammen Aggressor.
    Das brachte ihn schlicht
    und oft vor Gericht –
    jetzt nennt man ihn nur noch „Prozessor“.

    There once was a Cisco(dash)router,
    who quabbled with girls by computer:
    „The whole of your software
    produces sheer nightmare –
    I wonder if you ain’t just neuter.“

    Ein Hacker (wir nennen ihn Leif),
    der sagte so unglaublich steif
    zu Linda, der Schönen:
    „Ich werde dir frönen,
    wenn ich deine Software begreif‘.“

    Es sah sich die blonde Annette
    so flach gebaut wie ’ne Diskette.
    Sie zog einen Flunsch
    und hegte den Wunsch,
    dass Silicon Valley sie hätte.

    Ein Web-erick-Dichter vom Inn
    hatt‘ Liebesgereimsel im Sinn,
    doch war seine Syntax
    das Urbild des Zickzacks
    und brachte ihn nirgendwo hin.

    Es plumpste die Website von Anna
    per Mausklick vom Himmel wie Manna,
    und was sie dort zeigte,
    den Beifall verzweigte:
    Von „Anbeißen!“ bis „Hosianna!“

    Ein Website-Modellchen aus Schwaben,
    das signalisierte den Knaben,
    sie sei auch bei Absturz
    stets online und knapp-kurz
    für jeglichen Warmstart zu haben.

    Ein Chatroomgirl mailte dem Macker
    (ein ziemlich notorischer Hacker):
    „Lass endlich das Hacken
    und Passwörterknacken
    und mach dich gefälligst vom Acker!“

    Es war eine pralle Datei
    nicht jugend-  zwar, sonst aber frei.
    Die warb auf der Website
    von einer – hm – Nepp-Maid
    vor allem für ... dideldumdei.

    Ein Hacker vermocht ‘s nicht zu lassen,
    die Software von Britt zu erfassen.
    Sogleich schwang bei Britt
    die Taktfrequenz mit –
    es klingelten auch ihre Kassen.

    Es knackte ein Hacker die Daten
    von Chatroomgirls, auch die privaten.
    Doch sind deren Maße
    nun nichts für die Straße –
    und werden hier auch nicht verraten.

    Es fauchte die Chatroom-Fee Jane
    am Bordstein der Strawberry Lane
    zu Peter, dem Hacker
    und gierigen Macker:
    "Ich bin doch nicht public domain!"



    Voilà

    Eroticons 

    Einen Chatter aus Wien-Favoriten,
    den musst’ Gretchen nicht allzu lang bitten.
    Schon nach zwei Flaschen Beck’s
    stand der Sinn ihm nach Sex.
    Hol der Teufel doch die guten Sitten!

    Leonardo, auch er kam  aus München,
    träumte von einem Date mit der Bündchen
    Doch Gisèle war nicht da.
    deshalb nahm er – voilà! -
    Leonora prompt fürs Chatterstündchen.

    Ein gestrenger Herr aus Bischofshofen
    eine Vorliebe hatte für Zofen.
    Sofort war er entflammt.
    Diese Hitze! Verdammt!
    Sein PC stand zu nahe beim Ofen.

    Eine Frau – sie war nicht aus Ägypten -
    hielt im Chat  Ausschau nach ’nem Geliebten.
    „Wer hat Lust auf ’ne Sphinx?“
    fragt sie forsch. Allerdings
    sagt sie das heute schon zu dem siebten.


    Häusliche Dramen

    Eine Ehefrau aus Margarethen,
    die wollt’ Tag und auch Nacht nur noch chatten.
    Bei Geturtel und Spaß
    sie den Haushalt vergaß.
    Deshalb legte ihr Mann sie in Ketten. 

    Herr X, Ehemann aus Salzburg-Lehen,
    wollt’ im Internet Mädels ansehen.
    Seine Frau kam nach Haus,
    zog den Stecker heraus.
    Deshalb spielt er jetzt nur mit den Zehen.


    Blind date
    Ein PC-Spezialist aus Gieshübel,
    der fand Apple-w-20 nicht übel.
    Er lud ein sie zum Date,
    merkte aber zu spät:
    Die zwei war’n leider nicht compatibel.

    Chatgeflüster
    Willi Saubermann aus Wien-Hernals
    chattet nur mit gewaschenem Hals,
    ist auch sonst sehr adrett,
    legt Wert auf  Etikett
    Enttäuscht fragen die Girls: „Ist das  all’s?“

    Ein Mann von der Baumgartner Höhe.
    der sehnt sich nach Jennifer’s Nähe:
    Allerdings virtuell
    und per ASDL.
    „Heilig“, schwor er, „ist mir meine Ehe!“

    Ein Anfänger aus Wels-Sattledt
    sprang schon in der Früh aus dem Bett.
    Erst spätnachts kroch der Tor
    hinterm Bildschirm hervor
    Wie schön ist das Leben im Chat!

    Eine Single-Frau aus Hinterzarten
    träumte von einem Mann,’nem aparten.
    Unverwundbar, potent
    und so klug wie Clark Kent.
    Superman ließ im Chat auf sich warten.


    Chat-Junkies

    Zu ’ner Chatterin aus St. Georgen
    sprach der Arzt: „Mensch, ich mache mir Sorgen:
    Tun Sie etwas – verflucht! –
    gegen Internetsucht!“
    Tja – das Aufhör’n verschob sie auf rmorgen!


    Eine Tippse, die Miss Moneypenny,
    hatte Stress mit dem Boss – ja, das kenn i!
    „Chatverbot, liebe Miss,
    herrscht im Dienst – ja, so is’s!“
    Was tun? Hilft bei Chatentzug Rennie?

    Ein Chat-Junkie von Alberschwende
    rief :„Mein Leben kriegt nun eine Wende.”
    Nahm die Schere und – schnapp! –
    schnitt das Kabel er ab.
    Für ihn war das der Anfang vom Ende.


    Aus dem Lyrik-Forum

    Ein Benützer des Forums aus Genf
    gab zu jedem der Threads seinen Senf.
    Entnervt rief Elliot:
    „Der schon wieder, o Gott!
    Wenn ich d e n  seh’, dann krieg’ ich gleich  Krämpf’!“

    Eine Dichterin aus Büllerbü
    hat mit Limericks so ihre Müh.
    Haute  – wenn es nicht passte –
    gleich vor Wut auf die Taste.
    Und schon stand da: Qwert-zu-i-o-pü!

    Eine Chatterin – War sie aus Moers? –
    schrieb fürs Forum fast täglich ’nen Vers.
    Sie  fand bald das Gespür
    für das Metrum von Lear.
    Doch die Leser nur meinten: „Who cares?“


    Häusliche Dramen
    Teil II

    ’ne Frau aus Reichenau a. d. Rax
    chattet ununterbrochen mit Max.
    Sie vergaß Kind und Kegel,
    ihr Mann Anstand und Regel:
    „Diese Frau macht mich irr! Ich erschlag’s!“

    GoldenGirl-01 aus Vorderzarten
    schrieb im Chat, bis ihr die Finger knarrten.
    „Geh zurück an den Herd!“
    rief der Ehemann Gerd.
    Nicht nur er, auch der Hund musste warten.

    Eine Ehefrau aus Haag am Hausruck
    lebte auf dank Explorer und Outlook.
    Sie tat nichts außer chatten.
    „Mach doch endlich die Betten!“
    schrie ihr Mann, „weil ich sonst wirklich auszuck’!“

    (*Wienerischer Ausdruck für ausrasten, die Fassung verlieren)

    Chatgeflüster
    Teil II

    Ein Chatter, er stammte aus Aigen
    wollt’ per Leiter  ins „Window“ einsteigen.
    Denn in Aigen im Ennstal
    kommt der Lover durchs Fensterl.
    Doch Details muss die Chronik verschweigen.

    Der Franz-Josef aus Mariazell
    traf im Chatroom auf Emanuelle.
    Sie wollt’ ganz schnell Amore.
    Aber sein Commodore
    war - wie er - schon ein ält’res Modell.

    Lady Chatterley, sie kam aus Weiz
    stand im Super-Chat nicht lang abseits.
    Doch bei Billy the Kid
    Da biss sie auf Granit.
    Für ihn hatten nur Bytes einen Reiz.

    Principessa, sie stammte aus Linz,
    sucht’ im Chat nach dem  passenden Prinz.
    Sie warf mit flinker Hand
    den PC an die Wand.
    Der Erfolg, der blieb aus, und jetzt spinnt s’!


    Ein Träumer – Lebt er hinterm Mond? –
    nannte sich im Chat  meistens James Bond.
    Wär’ gern Retter der Welt
    oder ein Frauenheld.
    Von Offerten blieb er noch verschont.

    La Traviata aus Rudolfsheim-Fünfhaus,
    die zog sich im Chat gerne die Strümpf’ aus.
    Auch das Höschen flog weg.
    Kurz darauf folgt’ der Schreck.
    Denn ihr Mann kam an d e m  Tag um fünf z’haus! *

    (*Wienerisch Kurzform  für nach Hause)

    Blind Date
    Teil II

    Ein pickliger Chatter aus Siezenheim.
    wollte nicht mehr allein zu Haus sitzen bleib’n.
    Traf - fernab vom PC -
    Marie-Lou und Renée.
    Schad’! Auch diesmal kam er ohne Miezen heim.

    Eine Chatterin, sie hieß Aida
    klagte lautstark: „Mein Mann, der ist nie da!“
    Und schon gleich anderntags
    traf sie Moritz und Max.
    Ruckzuck gingen sie ihr an das Mieder.


    Aus dem Lyrik-Forum
    Teil II

    Einen User mit Wohnsitz in Puchheim
    suchte - so ein Pech! - des Dichters Fluch heim.
    Wollt’ was schreiben fürs Forum,
    doch er kratzte am Ohr ’rum.
    Denn es fiel ihm kein einziger Spruch ein.


    Eine Dichterin, sie hieß Elfriede,
    wurd’ des Limerick-Schreibens nicht müde.
    Setzte Zeile an Zeile,
    doch nicht aus Langeweile.
    Nein, für sie war das eine Etüde!

     


    Bitte beachten!
    Potentielle Limericks für dieses Buch finden Sie auf den Seiten „Limerick 2002“, „Noch mehr 2002“ und „Neu von LQ 2002“. Es werden nur Limericks mit stimmigem Versmaß und mit unerwartetem, witzigem Gedankengang im Schlussvers (Gag) aufgenommen. Wenn Sie sich noch beteiligen möchten, beachten Sie bitte die inhaltlichen Vorgaben, zitiert aus den Award-Bedingungen 2002:

    Gesucht werden Limericks, die irgendwie mit dem WorldWideWeb zu tun haben oder mindestens einen Begriff aus dem gängigen Internet-Wortschatz oder aus der Surfer-Szene enthalten. Es ist zwar keine Bedingung, aber als Protagonistin erotischer Limericks würde ich es begrüßen, wenn die Erotik, das Thema Nummer Eins im Internet, angemessen vertreten wäre. Bitte unterscheiden Sie aber zwischen Erotik und Pornografie. Letztere ist unerwünscht und chancenlos.
    Jeden neuen Limerick, der die hier sowie im Steckbrief genannten Kriterien erfüllt, honoriert der Verlag mit € 5, wenn er in dem geplanten Limerickbuch „Web(erot)ericks – Surfen, Sex und Limericks” (Arbeitstitel) veröffentlicht wird. Die Abdruckrechte erhält die Edition Heitere Poetik, die Urheberrechte verbleiben selbstverständlich beim ’Schöpfer’ des geschützten Werkes, wie es im Urheberrechtsgesetz so schön heißt.”


     


    Klaus Schedlberger

    Im Chat traf ein Mädchen aus Suhl
    auf 'nen Boy, welcher mailte sehr cool.
    Doch als sie ihn traf,
    war er bieder und brav
    und gestand ihr sehr schnell, er sei schwul.

    Es hatte ein Mädchen aus Gera
    im Internet einen Verehrer.
    Sie war 'n heißer Feger,
    er dunkel und Neger
    und im Thüringer Wald Straßenkehrer.

    Ein Fischer, zuhause in Langen,
    wollt' per Internet Mädchen sich fangen.
    Weil ihm sehr viel einfiel,
    worauf GIRL so reinfiel,
    ist manch' Backfisch "ins Netz" ihm gegangen.

    Fritz galt bei den Mädchen als Looser,
    drum wurd' er Erotic-Site-User.
    Er versuchte sein Glück,
    doch kein Girl schrieb zurück,
    daraufhin blies traurig den Blues er.

    Eine Powerfrau ist Lara Croft,
    meist gibt sie sich hart, manchmal soft.
    Doch ist (was frustriert)
    sie nur animiert.
    Das ärgert die Männerwelt oft!

    Seit um ihre Hand er anhielt,
    liebt Björn seine Frau, heiß und wild.
    Doch da er viel reist,
    sieht er sie zumeist
    nur im Laptop – als Hintergrundbild.

    Im Karlsruher Landkreis, in Bretten,
    da liebte ein Mädchen das Chatten.
    Sie fand bald im Chatroom
    'nen Boy furchtbar nett, drum
    trifft bald sie ihn live – woll'n wir wetten?

    Sie suchte im Web wie verrückt
    nach Boys, welche sehr gut bestückt
    im Lendenbereich
    und hat dann sogleich
    beseeligt auf "ENTER" gedrückt.

    Ein Bäcker,  geschäftlich in Ommen,
    der fühlte sich down und benommen.
    Er sprach: "Wie ich leide.
    Statt zermahl'nem Getreide
    hab’ heut’ ich nur E-Mehl bekommen!"

    Was die beiden Verliebten verband,
    war nebst Sex auch der E-Mail-Versand.
    Um ihn zu begeilen,
    schrieb sie: "Tu dich eilen.
    Komm,  ich wart' im Nudistengewand!"

    Marc suchte in MS-Access
    nach einer bestimmten Hostess.
    Er fand nach 'ner Weile
    die Datenbankzeile
    mit ihrer privaten Adress'.

    Sie suchte 'nen Treiber im Net
    für Drucker und Scanner – im Set.
    Auch selbst trieb sie 's gern
    und fand bald 'nen Herrn,
    den nahm sie als Treiber fürs Bett.

    Im Internet wird ungeniert
    manch Vertrauliches einfach kopiert
    und weitergesendet.
    Ganz bös' oftmals 's endet,
    wenn den Datenschutz man ignoriert.

    In einer Studenten-WG
    Ihr Internet war eins mit Breitband,
    das für jeden zum Surfen bereit stand.
    Sie selbst war Jung-Mutter,
    weshalb für Computer
    und Surfen sie selten die Zeit fand.

    Die Frauen, die haben viel lieber
    als Männer ein Handy mit Vibra.
    Bei Anruf verspürt
    (weil 's so schön vibriert)
    frau ein feeling, da geht gar nichts drüber!

    Ein Fun-Seiten-Surfer aus Stade,
    der lachte sich krumm, oh wie schade!
    Kurzer Sinn, lange Rede:
    Kam daher 'n Orthopäde,
    der bog ihn dann wieder gerade.

    Ein Internet-Surfer, der schwul war,
    der suchte bei Google per Toolbar,
    denn die war erweitert.
    Ganz sichtlich erheitert,
    er spielende Gay-Boys im Pool sah.

    Der PC-Neuling Jupp aus dem Rheinland
    krachte virtuell in eine Steinwand
    ganz knapp vor dem Ziel.
    Zum Glück nur im Spiel.
    In Echt wär 's ein tödlicher Einstand!

    Ein Internet-Surfer aus Rom,
    der lockte Gerlinde: "so.com
    ins Bett!" Drauf Gerlinde:
    "Ach lass das – verschwin.de!
    Wer weiß, was von dir ich be.com!"

    Im Äther die E-Mails verschwanden,
    denn die Standleitung, die kam abhanden.
    Warum das so war,
    das wurde schnell klar:
    Einer ist auf der Leitung gestanden!

    Im Internet, online, war nett er
    und ein liebens...ein...würdiger Chatter.
    Doch – kaum war er offline,
    da konnte er schroff sein!
    Es tarnte im Net sich komplett er!

    'ne Surferin, heimisch auf Ameland,
    fand beim Lycos-Search, dass da ihr Name stand.
    Sie klickte gleich an
    den Link und sah dann
    ihr Nacktbild – was peinlich die Dame fand!

    Ein Landwirt, der war schon seit Stunden
    im Chat mit 'nem Stadtgirl verbunden.
    Sie schrieb: "Hallo Macker,
    mach schnell dich vom Acker
    und komm zu mir – ich wohn' in Gmunden!"

    Ein Hacker hat boshaft gelacht
    und per Virus ein Chaos entfacht.
    Man spürte ihn auf
    und hat gleich darauf
    'nen "Hackbraten" aus ihm gemacht.

    Zu früh gefreut
    Schmidt hat einen Porno entdeckt,
    gekauft – und ins Laufwerk gesteckt.
    Dann drückte er frech
    auf "Play", doch zum Pech
    war der DVD-Player defekt.

    Es piepste beim Klicken die Maus –
    der Cursor, der hielt das nicht aus.
    "Das geht mir am Zeiger",
    sprach er, der sonst Schweiger,
    und machte der Maus den Garaus.

    Eine Chefsekretärin aus Leer
    war zuständig für 'n E-Mail-Verkehr,
    also den für die Daten.
    Aber auch den privaten
    mit den Männern, den liebte sie sehr!

    Im Internet - online - verkabelt,
    hat ein Mädchen er auf sich gegabelt.
    Sie hieß Ruth - er hieß Peter.
    Knapp ein Jahr darauf später,
    hat ein Knäbchen man ab schon genabelt!

    Als Kolumbus entsetzt an die Wand starrte,
    entdeckte er glatt auf der Landkarte,
    dass er falsch navigierte
    und dadurch sich verirrte
    und dass jetzt auf ihn Eis und nicht Sand warte.

    Neidloser Kollege
    Anerkennend sprach Spitzweg: "Waldmüller,
    der zeichnet perfekt und malt Knüller.
    Tja, Waldmüller versteh 's,
    dass mit seinen Portraits
    Albertina und Louvre bald füll' er!"

    Tarnen und Täuschen
    Jim hat viele Stunden verbracht
    im Internet, Tag und auch Nacht,
    nur in Sex-Seiten surfend.
    Kam sein Weib herein, nervend,
    hat 'nen Web-Seiten-Sprung er gemacht.

    Amts-Alltag
    Die Finger der Schreibkraft, sie hasten
    übers Keyboard - flink - ohne zu rasten.
    Ihr Chef (hohes Tier)
    spricht staunend zu ihr:
    "Mensch Inge, du haust in die Tasten!"

    Verdammte Neugier
    Vergnügt lag Marie vorm Computer.
    Es dacht' sich: "Was sie wohl da tut?" er.
    (Er, das war Marie 's boy-
    friend.) Schnell merkt', dass der Joy-
    stick Grund für die Freud' war voll Wut er.


    Harald Grubert

    Internet

    Einem mannstollen Mädchen aus Ziethen
    müssen Kerle so einiges bieten,
    die fand sie im Net,
    holt’ flugs sie ins Bett,
    doch es waren gewöhnlich nur Nieten!

    Sie sucht sich die Männer mit Power,
    es kommt ihr ja an auf die Dauer.
    Selten stimmte das Sein
    mit dem Schein überein.
    Nun packt sie es an sehr viel schlauer!

    Sie geht ins Café, wo sie sitzen,
    die User – an Bildschirmen schwitzen.
    Mit der Strategie
    beurteilt sie die,
    die ihr dann beim Sex später nützen!


    Ein noch unreifes Mädchen aus Ketten
    musste andauernd surfen und chatten.
    Neuerdings geht es ohne,
    denn es wirken Hormone.
    Sie vergnügt sich viel lieber in Betten!

    Ein recht farbloses Wesen in Wetten
    traf im Chatroom 'nen Mann, einen netten.
    Der macht aus grauer Maus
    schnell ein Schnuckelchen draus:
    Vor Verehrern kann kaum sie sich retten!

    Auch im Internet sucht sie in Trohe
    einen Rüden zur läufigen Zohe.
    Bald paaren sich Hunde.
    Dann kommt ihre Stunde,
    jetzt – mit Schatz – eine doppelt sehr frohe!

    Sie weiß längst um die Bits, kennt das Byte,
    denn sie chattet und surft lange Zeit.
    Sie wünscht sich 'nen Bengel
    mit riesigem Schwengel,
    doch fand keine ihr passende Site!

    Die törichte Gattin, Frau Knauser,
    trank viel zu viel vom Roten Sauser.
    Das Duschen macht munter,
    kein Wasser spritzt runter.
    Sie sucht jetzt im Internet Browser!


    Badespaß

    Nach der Arbeit zwei Freundinnen chatten,
    offenbaren, wie ‘s gerne sie hätten.
    Weil der Chef kontrolliert,
    ist er gut informiert.
    Und er nutzt das auch, wollen wir wetten?

    Beide Mädchen sich nicht lange spreizen.
    Der Mann kann mit dem Whirlpool sie reizen.
    Schnell fallen die Hüllen,
    die Gläser sich füllen.
    Sie mit Blicken und Sekt gar nicht geizen!

    Die Gedanken am Anfang bereiten
    aber hemmende Unsicherheiten.
    "Wird alles gut klappen,
    er mich zuerst schnappen?"
    Die „Probleme” verfliegen beizeiten!

    Schließlich Neugier und Vorfreude siegen.
    Zwei bald fest in den Armen sich liegen.
    Die Freundin ist sauer
    und schimpft wie ein Bauer.
    Einen Schreikrampf tut auch noch sie kriegen!

    Sie gehört zu den "bissigen Stuten",
    und ihr Herz musste öfter schon bluten.
    Jedoch chattet sie wieder! –
    „Unser Paar” legt sich nieder:
    Sogleich "Luststärke Sex" in den Fluten!

    Aber Schampus kommt nicht in den Pool,
    das ist ihnen zum Baden zu cool.
    Wo ist da ein Vergnügen?
    Sekt im Glas muss genügen.
    (Und erwärmt wär' er Plörre im Pfuhl!)


    Ein Computerfreak schaut oft in Weite
    auf ‘ne mächtig erotische Seite,
    kann nichts trinken und essen.
    “So verliebt in Hostessen?”
    Er winkt ab und klagt: “Nein, bin jetzt pleite!”

    Eine Frau langweilt stark sich in Stein,
    doch das müsste bei weitem nicht sein.
    Bei dem Freund vor dem Schirm
    ist ihr Mann schon recht firm,
    doch zu Hause fällt ihm wenig ein!

    Dieses Internet bringt ihr in Saas
    ganz besonders viel Sex, tollsten Spaß!
    Denn beim Freund surft ihr Mann,
    der so viel dafür kann,
    dass ihr Freund sie beglückt oft im Gras!

    Zwei Freunde computern in Vesser,
    sind scharf auf die Sites wie ein Messer.
    "Im Fall eines Falles
    weiß Google fast alles."
    "Mein Weib immer weiß alles besser!"

    Wütend zuckt einem Vater die Braue:
    "Zu dem Zeugnis gehört ja schon Haue!"
    "Mein Lehrer wohnt nah,
    ich war noch nicht da.
    Soll ich schnell in das Internet schaue'?"

    Er chattet begeistert in Schafbrücke,
    hat längst eine größere Schlaflücke.
    Seine Freundin indessen
    hat der Nachbar besessen.
    Zurück, denkt sie nur noch: "Du Schaf, Mücke!"

    Er findet, im weltweiten Web,
    da gibt es recht häufig nur Nepp.
    Im Bad zeigt 'ne Kleine
    nur Kopf, Hände, Beine.
    "Für Schaum löhnen? Bin doch kein Depp!"

    "Ich freu' mich aufs Reiten ja mächtig,
    das klappt nun seit Kurzem ganz prächtig!"
    "Eine Mail von dem Gaul!
    Bei dem Ritt war was faul,
    die Stute ist schon etwas trächtig!"

    Er schreibt eine E-Mail im Nu
    der Gattin in See: "Liebling, du,
    der Wind heult so sehr,
    das Meer tobt so schwer,
    an dich denke ich immerzu!"

    Es ein goldiger Hamster benagte –
    von der Maus ihm das Kabel behagte.
    Doch ins Internet kam er
    bloß als Unaufmerksamer
    hier, weil 's ihm gleich ein Stromstoß versagte!

    Einer "Horizontalen" in Bicken
    ändert um so ein Hacker beim Klicken
    ein wenig ihr Passwort:
    Kalender und Spaß fort!
    Ab jetzt müsste sie immer nur "kicken"!

    Anstatt Viren im Datentransfer
    amüsieren mit ihr beim Verkehr!
    Statt Laufwerk: Die Kleine
    hat (sp)reizende Beine.
    Ihren Lustaustausch liebt er viel mehr!

    Der Diskette ein Rechner vertraut,
    doch das Ding ist unheimlich versaut.
    Er tut gleich infizieren
    sich mit schädlichen Viren,
    hat sofort intensiv abgebaut!

    Bei dem Akif Pirinçci die Katze
    bedient Rechner gekonnt mit der Tatze.
    Detektiv auf vier Pfoten,
    der erzielt hohe Quoten.
    Herrchen Gustav hat längst eine Glatze!

    Übers Internet ordert in Bremen
    seinen Tee er, muss teuren noch nehmen!
    Softwarebude fast pleite,
    schiebt auch ihn auf die Seite.
    Er kann nun sich zu ALDI bequemen!

    Überlegt sich ein älterer Knacker:
    Mit Computer wär 's toll für 'nen Hacker:
    Zahlen manipulieren,
    Rente so potenzieren.
    Dabei spaltet er Holz weiter wacker!

    Am Computer sitzt er unterm Dach
    und spielt schon über drei Stunden Schach
    mit dem Gegner vernetzt,
    als ein Blitz schachmatt setzt
    seinen Rechner mit donnerndem Krach!

    Mathematiker ist er in Trier.
    Er trifft oft sich im Chatroom mit ihr.
    Sein Text spricht sie an,
    so schreibt sie dem Mann:
    "Komm nach Kenn jetzt, ich rechne mit dir!"

    Nach dem Chat treffen sie sich in Strauch,
    sehr sympathisch ist er ihr dann auch.
    Das gibt sie zu verstehen:
    "Lass zu dir uns nun gehen,
    ich brauch' jetzt etwas Warmes im Bauch!"

    Seine Chatmaus muss das deprimieren,
    wie kann er sich nur so produzieren.
    Im Netz sehr charmant,
    doch jetzt penetrant:
    "Du wirst hier keinesfalls penetrieren!"

    Seine Chatterin trifft ihn in Leer,
    und sein Kuss zum Empfang freut sie sehr.
    Verkäuferin Inge
    ist prompt guter Dinge:
    "Darf es sein noch ein bisschen gleich mehr?"

    Dieser surfende Fan aller Lagen
    tat es badenderweise auch wagen.
    Dabei gab 's eine Panne
    mit dem Strom in der Wanne.
    Ob sie Laptops im Himmel auch tragen?

    An die Chatterin, forsch und aus Baven,
    geht sein Ansinnen: "Will mit dir schlafen!"
    Sie mailt: "Du geiler Bock,
    ich lass’ an meinen Rock,
    ich bin nicht eines von deinen Schafen!"

    Sie bat ihren Gameboy, ihr Kläuschen,
    nach Liebesspiel matt, um ein Päuschen.
    Drin im Netz dann per Maus
    spielt er Hearts, geht bald raus,
    verwöhnt lieber wieder sein Mäuschen!

    Viele Männer gelangten nach Prex,
    die verlangten von ihr alle Sex!
    Im Netz lockte 'ne Site.
    Polizei brauchte Zeit,
    und ein Richter verknackt ihren Ex!

    So ein Website-Designer aus Rex
    will von ihr anstatt Geld geilen Sex.
    Er geht ihr an die Wäsche
    und bezieht sogleich Dresche.
    Richtig schützt sie ihr starker Reflex!

    Am Strand, als die Sonne hoch stand,
    schlief ein sie im schneeweißen Sand.
    Geknipst digital,
    viel später sie mal
    den Schnappschuss im Internet fand!

    Geil ist 's Laufwerk, ganz toll das Design,
    unbeschrieben wird 's sicherlich sein,
    'ne reizende Maus
    die brauch' ich zu Haus.
    Die lad' nicht nur zum Chatten ich ein!

    An dem Strand streift sie ab nur ihr Kleid,
    nach dem Chat braucht der Schlaf seine Zeit.
    Ob vorn, vielleicht hinten,
    das könnt ihr selbst finden,
    schokobraun zeigt sie sich auf 'ner Site!

    In dem Bett lag sie stundenlang wach,
    bei ihr herrscht aber nicht einmal Krach.
    Im Netz sucht' sie gern
    den passenden Herrn.
    Jeden Abend wird sie bei ihm schwach!

    Übers Netz kann das Model man buchen,
    auch tut sie gerne Freier besuchen.
    Sie ist willig, nicht teuer,
    der Erfolg ungeheuer.
    Ihre Kunden bei Erpressung erst fluchen!

    Der Frosch springt aufs Weib, lässt die Leiter,
    das bringt sie zum Wasser schnell weiter.
    "Lust auf Wetter verklungen,
    ist gehüpft wie gesprungen,
    bei 'wetter.com' steht 's, ob heiter!"

    Ratlos hockt so ein Frosch auf der Leiter,
    wird das Wetter nun naß oder heiter?
    "Ich fang' Fliegen jetzt - fett,
    schaut bei ,wetter.net'
    oder ,wetter.com' und so weiter!"

    Bei ihm war der Sex dominant,
    ist fast jeder Frau nachgerannt.
    Mit den Jahren nun reifer
    sucht er gern und mit Eifer
    im Internet Texte von Kant!

    Diesen Gameboy die Witwe in Streu,
    überlegt sie sich täglich aufs neu'.
    Gewinnt nun dessen Reiz,
    oder siegt bald ihr Geiz?
    Noch hat sie für ihn ausreichend Heu!

    Pornografisch ist 's Hintergrundbild
    von ihr fast, doch es macht ihn ganz wild.
    Das kann sie wieder retten
    vorm ausführlichen Chatten,
    denn vom Sex sie schon immer mehr hielt!

    Führt ein Knabe mit Strichen 'ne Liste
    zu den Girls, die er lockt in die Kiste.
    Eines fand die Datei,
    E-mailt alle herbei.
    Sie beratschlagen –  wenn er das wüsste!

    Beim Chat kam er ihr richtig lyrisch,
    im Bett nahm 'ne Auszeit er physisch.
    Das liegt an der Psyche.
    Verdrängt sie erst Flüche,
    doch dann reagiert sie recht zynisch!

    Als ein Jägersmann sucht er nun: "Hase",
    hat 'nen Betthasen bald vor der Nase.
    Anstatt Meister Lampe
    lacht feist eine Schlampe.
    Und die ähnelt sehr stark seiner Base!

    Als ein Surfer aus Kinnbackenhagen
    sah 'ne Tänzerin Flitterkram tragen,
    da erblickt er das Mal.
    Das gehört, wie fatal,
    einem Spezi aus kindlichen Tagen!

    Ein Girl tat sich aus Eifersuchtsgründen
    mit 'nem Freak für Computer verbinden.
    Und der sorgt rasch dafür,
    daß beim Partner von ihr
    von der Festplatte die Nackten verschwinden!

    "Der Erfolg war gleich Null", schimpft in Mulda
    übern Internetheiratsmarkt Hulda.
    "Aber du hast 'nen Mann!"
    "Schau ihn dir doch mal an,
    nun, das ist ja gerade die Null da!"

    Ein Internetfreak sitzt in Loose,
    vorm Bildschirm klebt fest wohl die Hose.
    Was ihn diesmal auch packt,
    seine Frau zeigt sich nackt
    in unmissverständlicher Pose!

    Als beim Nackttanz der Günter in Gürth
    auf der Website sein Weib mal aufspürt,
    bekommt er große Wut,
    aber nicht weil sie's tut,
    weil sie ihn nie so reizvoll verführt!


    Altindisch

    Übers Netz bestellt, kommt 's Kamasutra
    mit Erotischem vom Brahmaputra.
    Sie muss erst protestieren:
    "In 'n Kamel investieren?
    Und recht viel geht bestimmt gar nicht gut da!"

    "Soll ich turnen und mich noch verrenken?
    Und zu dritt hast auch du wohl Bedenken!"
    Aber bald kommen Seiten,
    die viel Wonne bereiten,
    wenn sie sich ineinander verschränken!


    Pars pro toto
    Aus dem Flugzeug mailt er ihr sogleich:
    "Wir sind dreiß'gtausend Fuß überm ,Teich'."
    "Was denn, so viele Leute
    gibt's in Flugzeugen heute?"
    Ein paar Stunden lang ist sie ganz bleich!

    Der Führer des Lasters aus Vicht
    verletzte recht gröblich die Pflicht,
    Laptop an auf der Fahrt,
    was den Crash nicht erspart,
    hat Schnittstellen nun im Gesicht!


    Nachahmer

    Die Surferin mag diese Stößchen
    im Limerick übers Dornröschen.
    Doch im Netz ist es leider
    ja nicht immer so heiter,
    vor Lachen macht sie fast ins Höschen!

    Dann ihr Freund rasch beendet das Klicken,
    alle zwei vor Erregung sich schicken.
    Die Klamotten gleich fliegen,
    vorm Computer sie liegen,
    nicht nur tief in die Augen sie blicken!


    Hard- und Software
    Bei dem Biocomputer, klar weiblich,
    ist die Hardware, die Form, unbeschreiblich!
    Und die "Schnittstellen" just
    bringen Paaren die Lust!
    Softwareklippen sind oft unausbleiblich!

    Ihre Flausen ihm nehmen die Ruhe,
    erwirbt sie immer noch ein Paar Schuhe.
    Auch das ständige Schnattern
    kann ihn öfters verdattern,
    wie die Fülle in Schränken und Truhe!



    Harald Kriegler

    Dumm gelaufen
    Per E-Mail bestellte bei Quelle
    ich gleich einen Smart auf der Stelle.
    Und wie das so geht,
    bald kam ein Paket
    mit Smarties zu uns dann nach Celle.

    Casanova
    Es küsste ein Jüngling aus Celle
    zehn Mädchen – und das auf der Stelle.
    Wo kriegt er die her?
    Das ist doch nicht schwer.
    Ein Klick nur. Die Girls? – Virtuelle!

    Abfuhr
    Im Chat schrieb ein Mann mal aus Tegel
    (er war arrogant und ein Flegel):
    "Verbring eine Nacht
    mit mir auf der Yacht."
    Die Antwort: "Eh, Boy, streich die Segel."

    Reingefallen
    Es wollte ein Surfer aus Düren
    im Netz scharfe Bräute aufspüren.
    Er fand sie zuhauf,
    doch jetzt zahlt er drauf
    und find't gar nicht geil die Gebühren.

    Abgehackt
    Sie sind jetzt im Chat-Room alleine.
    Er schreibt: "Mail ein Bild, meine Kleine."
    Sie meint: "Ist okay",
    schickt nur ein Portrait.
    Was ist wohl der Grund? Krumme Beine!

    Katze im Sack
    Es schrieb mal 'ne Dame aus Metten:
    "Ich suche 'nen Mann, einen netten."
    Den sie fand war nicht nett
    und 'ne Niete im Bett.
    Da schwor sie sich: "Nie wieder chatten."

    Schockierend
    Das Surfen, das wollte in Hagen
    im Adamskostüm ein Mann wagen.
    Nackt saß er, oh weh,
    vor seinem PC.
    Das hätt' seine Frau fast erschlagen.

    Wunder der Technik
    Es spielte ein Jüngling aus Güsten
    zu gern am PC mit den Brüsten.
    Wozu Silikon?
    Da konnte er schon
    die Busen mit Klicks nur aufrüsten.

    Entschärft
    Es sah mal ein Surfer aus Jabel
    ein Girl im Netz – nackt bis zum Nabel.
    Sie machte 'nen Strip,
    da fiel auch der Slip.
    Sehr heiß war 's. Da schmorte das Kabel.

    Verschlüsselt
    Er galt in der Szene als Macker,
    doch Grit widerstand ihm sehr wacker.
    Ihren Code, das ist Fakt,
    hat auch er nicht geknackt –
    jetzt sucht sie 'nen anderen Hacker.

    Unterbrochen
    Sie lagen so schön auf der Matte.
    Sie sprach zu ihm: "Liebster,  gestatte,
    ich kann 's nicht verhehlen,
    ich muss ihm noch mailen:
    ,Komm lieber erst morgen, mein Gatte.'

    Neue Masche
    Im Ort wollt’, das muss man verstehen,
    kein Girl was von ihm – nach drei Ehen.
    Er sucht was für 's Bett
    und will nun im Net
    den Mädchen die Köpfe verdrehen.

    Verletzt
    Es war mal ein Surfer in Bitter,
    der ging mal ins Netz bei Gewitter.
    Es zuckte ein Blitz.
    Es riss ihn vom Sitz –
    im Hintern hat jetzt er 'nen Splitter.

    Unscharf
    Es sah mal ein Surfer aus Bitter
    im Net 'ne Gestalt mit viel Flitter.
    War' s Mann oder Frau?
    Er schaute genau
    und merkte – es war wohl ein Zwitter.

    Abgeblitzt
    Es fragte ein Girl mal 'nen Schwaben:
    "Ein Häuschen wirst du doch wohl haben?"
    Er schrieb dann im Chat:
    Ich wohn’ noch bei Dad."
    Da ließ es gleich ab von dem Knaben.

    Einfältig
    Ich las heut’ im Chat: "Bin Norweger
    und such für 's Geschäft flotte Feger."
    Es meldete sich
    'ne Frau, die schrieb: "Ich
    kehr Essen und bin sehr integer."

    Unsportlich
    Es machte ein Mann mal aus Flandern
    gern Sex, doch er tat 's nur beim Wandern.
    Sie fand das nicht nett,
    lag lieber im Bett –
    sie suchte im Chat sich 'nen andern.

    Blue screen
    Die Festplatte hatte in Raden
    ein Surfer mit Girls vollgeladen
    Die war'n pudelnackt.
    Er hat 's nicht gepackt –
    der Rechner stürzt ab – und geht baden.

    Hautnah
    Enttäuscht sprach ein Jüngling aus Celle:
    "Im Web sind nur Girls – virtuelle.
    Warum sie berühren?
    Sie können's nicht spüren.
    Ich geh und rück' Grit auf die Pelle."

    Nicht wirklich
    Es war mal ein Surfer aus Kamen,
    der kannte durch 's Web viele Damen.
    Doch alles verbal –
    das ist doch 'ne Qual
    und fällt garantiert aus dem Rahmen.

    Abgeflacht
    Es suchte ein Gatte aus Kamen
    im Web stets nach üppigen Damen.
    Die ihm angetraut,
    war nicht so gebaut,
    dass ihm die Gefühle gleich kamen.

    Flaute im Net
    Es surfte im Netz mal die Hilde,
    da sah sie ein traurig Gebilde.
    An dem war nichts dran –
    das war doch kein Mann.
    Der machte sie kein bisschen wilde.

    Abfuhr
    Es schrieb mal ein Mädchen aus Lehrte
    'nem Jungen, der stark sie begehrte:
    "Wir sind nur im Chat
    und noch nicht im Bett.
    Für Zoten bin ich die Verkehrte."

    Altertümlich
    Es fragte im Chat die Ramona
    den Freund aus dem schönen Verona:
    "Wie alt bist denn du?"
    Per Mail kam im Nu
    ein Bild. Vor Schreck fiel sie ins Koma.

    Elektrisiert
    Es wollte ein Jüngling aus Füssen
    ein Mädchen am Bildschirm mal küssen.
    Er kriegte 'nen Schlag.
    Nun wird er bei Tag
    und Nacht 'nen Verband tragen müssen.

    Eingelocht
    Es schrieb mal im Chat die Brigitte:
    "Ich habe an euch eine Bitte.
    Ich bin jetzt so weit,
    besucht meine Site."
    Besuch kam – zwei Mann von der Sitte.

    Geschafft
    Vergeblich da suchte die Maren
    'nen Mann für das Leben seit Jahren.
    Aus zog sie ihr Kleid –
    stellt das auf 'ne Site.
    Nun hat sie Verehrer in Scharen.

    Abfuhr
    Sie lernten im Chat sich einst kennen.
    Er mailte: "Willst du mit mir pennen?"
    Sie zog ihm den Zahn
    und schrieb: "Geiler Hahn,
    zum Pennen such andere Hennen."

    Peinlich
    Da hilft auch kein Greinen und Flennen.
    Man kann sie ganz deutlich erkennen.
    Die Gattin von Fred
    tanzt nackt hier im Net.
    Nun werden die beiden sich trennen.

    Verschwunden
    Es war ihr doch wirklich gelungen.
    Sie kriegte 'ne Mail von dem Jungen.
    Da kam das Malheur.
    Kein Bild sah sie mehr –
    sie hat ihn mit Blicken verschlungen.



    MH

    Ein PC-Nutzer, wohnhaft in Broch,
    sucht die Schnittstelle nöcher und noch,
    sitzt da mit ‘ner Stange –
    und das schon recht lange –
    doch find’t nicht das richtige Loch.



    Lutz Menard

    Sexy Hexy

    Bei Schloss Ludwigslust lebt eine Hex´,
    die begehrt Tag und Nacht nur noch Sex!
    Sie belebt auch den Mann,
    der schon gar nicht mehr kann –
    und vertreibt jeden Freudschen Komplex.

    Selbst Graf Dracula naht nachts von fern,
    will mit Cybersex gar sie betör’n! –
    Jedoch weist sie ihn ab,
    schickt zurück ihn ins Grab:
    Denn sie treibt ’s grad bei Sonne so gern!


    Sparmaßnahme

    Die billigsten Sachen trug Käthe,
    weil stets sie sich selbst alles nähte.
    Oft war´n die Klamotten
    so knapp wie bei Schotten,
    und manch geiler Bock nach ihr spähte!

    Sie stellt zur Karriere die Weichen
    und lässt sich nun "online" erreichen.
    Dort prangt sie adrett
    als Traumbild im Net –
    doch war nie konkret zu erweichen!


    Busenfreund

    Ein Sportsmann aus Klein-Kellenhusen
    erfreut sich im Net gern am Schmusen
    mit Cybersex-Frauen.
    Sich dran zu erbauen,
    surft er über wogende Busen.


    Theorie und Praxis

    Ein Tüftler aus Unkel am Rhein
    erforschte die Liebe online.
    Er findet am Ende,
    dass dort gar nichts stände:
    Die Lust stellt sich offline erst ein!


    Berührungsangst

    Eine Jungfrau im Orte Holzminden
    sucht den Traummann per E-Mail zu finden.
    Doch so schnell wie die Weser
    floss der "thread" nicht zum Leser –
    Nur mit Cybersex konnt´ sie ´s verwinden!
                

    Jagdlust

    Ein Jäger aus Herzogenrath
    hat stets seine Flinte parat.
    Er jagt auch im "Net"
    nach Frauen fürs Bett -
    Revier sind die Byte im Quadrat!


    Zwangsversteigerung?

    Eine Maid aus dem schwarzen Westfalen
    bot Besondres im Horizontalen.
    Das Geschäft lief per “cam”
    über Ebay und Spam –
    der Auktionspreis ist online zu zahlen!



    Klaus Dorschu

    Sehr erotisch ist sie, meine Maus,
    denn da unten kommt ´s Kabel heraus.
    Statt ´nem Nabel ’ne Kugel,
    wenn ich klicke auf Google,
    fliegt die dann aber auch noch heraus.

    Eine Jungfrau mit einem Tatoo,
    die wollte, dass er´s mit ihr tu´.
    Er hat nicht sich geniert,
    und sie schnell defloriert.
    Sie jubelt am Ende: "Yahoo"

    Int’ressierte sich auch mal ein Bär,
    was denn wohl eine Software so wär’.
    "Mach es soft!", sagt die Olle,
    wenn er abends mal wolle,
    als ob es das erste Mal wär.

    Eine Dame, die trug mal ein Kleid,
    mit ‘nem Ausschnitt, der war schon so weit,
    dass bei günstiger Sicht
    man verpasste auch nicht,
    deren Anblick von Bit oder Byte.

    Eine Dame in mittleren Jahren
    gab beruflich den jüngeren Paaren
    ihre Tipps ein beim Chatten
    für den Sex in den Betten.
    Kommentar will ich hier mir ersparen.

    Ein Mädchen trug nur schwarze Straps
    (dahinter ein Feld gelber Raps).
    Gestalter: ein feiner,
    so ein Website-Designer,
    gab ihr auf den Po einen Klaps.

    Er surfte im Netz ganze Nächte,
    sie fragte, wie er sich das dächte.
    Wenn ganze Nationen,
    nie den Frauen beiwohnen,
    dass dann bei den Renten sich ‘s rächte.

    Ein Mädchen das wollt´ mal in Füssen
    den Boyfriend im Dunkeln heiß küssen.
    Der saß am PC,
    doch er kannte den Dreh
    und sie hat verzichten dann müssen.

    Mein Freund, der hat da einen Trick,
    der bei Frauen, ob dünn oder dick,
    garantiert funktioniert,
    weiß genau, wann´s passiert,
    beherrscht ganz perfekt Doppelklick.

    Sie glaubt, bei PC Windows-Tour,
    treibe man ´s vor den Fenstern, und nur
    wenn die Exhibitionisten
    das nicht wirklich vermissten,
    wär ´s für sie ein Vergnügen dann pur.

    Ein Mädchen, das war ganz gerührt,
    dass der Knabe sie doch noch verführt.
    Neben Rechner und Drucker,
    so ein ganz armer Schlucker,
    hat sie leider dann gar nichts verspürt.

    Vorm Computer vereint sich ein Paar,
    das erst ganz kurz verheiratet war.
    Ihr Blut kocht wie Lava,
    doch er spricht nur Java,
    und das gleich im ersten Eh’jahr.

    Sehr “bescheiden” sagt ein Website-Designer:
    "Gut wie ich, das ist klar, das ist keiner!
    Ob PC, Internet
    oder später im Bett.
    Sagt ‘s gern weiter. Mein Name ist Heiner!”

    Es konnten auch die Favoriten,
    einer Dame im Bett nichts mehr bieten.
    Worauf immer sie standen,
    was gut sie auch fanden.
    sie bezeichnete sie doch als Nieten.

    ’ne Annonce im Sonnabendblatt,
    die gleich morgen im Druck zu sein hat:
    Habe Raum zu vermieten,
    auch Potenz anzubieten,
    an Dame, die Spaß noch dran hat.

    Im Chatslang zählt man Akronyme,
    wie woanders hellrote Enzyme.
    Chatterin zählt die Küsse
    und der Chatter Ergüsse.
    In der Wertung zähl´n auch anonyme.

    Privat ist das Surfen verboten,                                              also lasst davon lieber die Pfoten.
    Man riskiert einen Klick,
    eben auf E-ro-tik,
    und der Chef druckt schon aus alle Zoten.

    Ein Knabe, der sagte: "Mach schnell!
    Wir lieben uns jetzt virtuell!"
    "Elektronisch?" fragt sie.
    "Brich´ nur nichts übers Knie.
    Dir juckt wohl heut Abend das Fell!"

    Ob rosa, ob blau oder pink,
    sie klickte auf irgend ´nen Link.
    Dann brüllt er aus dem Bett:
    Komm mal rüber, Annett!"
    Und dann bring mir mal mit einen Drink."

    Begonnen hat alles im Net,
    daraus wurd' ein Liebespaar-Chat.
    Und danach schon sehr bald,
    traf man dann sich im Wald,
    und jetzt teilt zu Haus man ein Bett.

    Er gab ein in Google: Blondinen
    und wartet, wie viele erschienen.
    Doch da Google verneint,
    und auch keine erscheint:
    Mit echten kann Google nicht dienen.

    Ein Internet-Fan kam aus Schwerte,
    dort Verona, Frau Feldbusch, begehrte.
    Doch dann kam seine Braut,
    die sich vor ihm aufbaut,
    nicht schön, aber innere Werte.

    Ein nackertes Mädchen eindrosch,
    auf den Spanner, der tarnt sich als Frosch.
    Der konnt grad noch entgeh´n:
    "Ich hab´ gar nichts geseh´n.
    Sie gestatten, ich heiß' Macintosh!"

    Zwei Mädchen unterhielten sich näh´r,
    was denn so ein Joystick wohl wär.
    Und ob alle Knaben, 
    wirklich so einen haben,
    das halten sie doch für ´ne Mär.                                          
    Ein Herr, der gab ein einmal:" Biene"
    in so eine Metamaschine.
    Wollte Auskunft nur haben,
    über Bienen und Waben
    und kein Aktfoto seiner Kusine.

    Der Nacktbadestrand hier auf Sylt,
    ist voll, wenn die Sonne so brüllt.
    Nur bei sehr schlechtem Wetter,
    werden daraus dann Chatter.
    Resultat: Internet - überfüllt.

    In München in einer Boutique,
    da gibt es die Blusen très chique.
    So und in diesen Blusen,
    da erscheint dann der Busen.
    on- und offline verdammt erotique.

    Ein PC-Cineast, der aus Geldern,
    geht am Abend noch gern in den Feldern.
    Seit es Rosie nun gibt
    und  die Rosie ihn liebt,
    zieht es ihn doch  sehr oft zu den Wäldern.

    Am PC bastelt er einen Link.
    Sie im Bett – der PC nicht ihr Ding!
    Was dann ihr Ding so war,
    ja, das macht sie ihm klar,
    als dann plötzlich das Licht noch ausging.

    Ein Mädchen aus Ennigerloh,
    hat ´nen runden, ganz süßen Popo.
    Jobbte in einem Shop,
    doch das war nur ein Flop,
    sie war dumm so wie – äh – Bohnenstroh.

    Dass die Frau vom Kommerzienrat
    sich zum Fest einen Gameboy erbat.
    Ist nun völlig verschossen,
    in die zig Sommersprossen,
    die er auf seinen Pobacken hat.

    Nur per E-Mail hat sich eine Braut
    dem Verlobten zu sagen getraut,
    dass mit Jungfräulichkeit,
    es bei ihr nicht sehr weit.
    Da hat der vielleicht dumm dreingeschaut!

    Ein Pärchen, das kam mal in Siegen,
    vorm PC eng zusammen zu liegen.
    Als es dann hat gefunkt
    und kam zum Höhepunkt,
    lernten dann sie gemeinsam das "Fliegen".

    Er fragt, ob ´s behagt, www.
    und ob sie wohl zum Baden mit geh'.
    Aber nur in der Wanne,
    mailte sie da dem Manne,
    draußen läg' fast ein Meter hoch Schnee.

    Ein Internet-Freak hat beim Chat,
    eine Lady getroffen:sehr nett.
    Sagte beim Rendezvous
    gleich fürs nächste Mal zu:
    "Mein PC, der steht neben dem Bett."

    Ein Net-Fan, der sagte in Hagen,
    ich surfe in fast allen Lagen.
    Ob das wohl meine Braut
    sich dann auch noch zutraut
    oder schlägt ihr das gleich auf den Magen.

    Ein Liebespaar hier in Cuxhaven
    die Nacht ganz verbracht' bei den Schafen.
    Doch am Morgen schrieb Max
    an die Mutter ein Fax:
    Hab´ noch keine Minute geschlafen.

    Ein Pärchen lag morgens im Bett,
    und macht es sich dort richtig nett.
    Einen Kaffee, ein Ei,
    Tastatur war dabei,
    rüstet dabei sich schon für ´nen Chat.

    Eine Chatterin lebte in Goch,
    sie dort liebte ganz heiß einen Koch.
    Doch gab es im Chatroom,
    jedes Mal einen bad Boom
    weil es immer so herrlich dort roch.
    .
    Ein Mädchen lag mal in Elmshorn,
    bei Pinball sehr viel weiter vorn.
    Doch nachher im Bette,
    verlor sie die Wette,
    denn er spielt Solitaire, voller Zorn.

    In München hat ein Assistent
    den Arbeitstag völlig verpennt.
    Eh´ er raus aus dem Bett,
    nach der Nacht und dem Chat,
    nützt es nichts, wenn um zwölf er losrennt.

    Ganz normal kommen Männer mit Bart
    bei den Damen viel später in Fahrt,
    denn nur wenn man ganz nackt,
    mit der Haut hat Kontakt
    ermöglicht es dann den Warmstart.

    An Bord eines Schiffes, der Purser,
    der bediente dort früher den Mörser.
    Doch heut´ wird eh´r verbracht
    dort die Hochzeitennacht,
    und da macht man es mit 'nem Cursor.

    Eine Dame, die hat viele Neider,
    denn sie liebte nur diesen Provider.
    Glaubt an Zugang im Net,
    den sie dadurch jetzt hätt'.
    Doch der blieb verschlossen jetzt – leider.

    "Woher weißt du, dass ich schon so früh,
    heute Abend im Park für dich glüh´?"
    fragt das Mädchen ihn da.
    Und er sagt: "Aber ja,
    ein PC, Internet, DFÜ."

    Es häuften sich jetzt die Visits
    bei Fräulein Carola von Schmitz.
    Und der Hans und der Klaus,
    strichen abends ums Haus,
    Doch am  besten, da zahlte der Fritz.

    Es hielt sich einmal so ein Bit,
    durch Joggen schon derartig fit,
    dass es danach beim Lieben,
    gegen viertel nach sieben,
    einen Herzinfarkt dann fast erlitt.

    Es geht nichts über fremden Verkehr,
    doch da hört man im www. mehr.
    Bayern tun es beim Kraxeln,
    und die Fürstin sagt Schnackseln,
    und dass es, wenn 's öfter, schön wär.

    Ein Mädchen, dem immer man küsste
    die linke der üppigen Brüste,
    erfuhr dann beim Chat,
    genau: Internet,
    dass ihr Herz ganz genau dort sein müsste.

    Ein Eintrag in Robinsons Liste
    heißt nicht, dass er Frauen vermisste.
    Doch der Freitag war dumm,
    und der Samstag schon um,
    wenn er sonntags die Fahne dann hisste.

    Die Eva im Garten von Eden,
    sie verteilt Apple gar nicht an jeden.
    Doch bei Adam macht sie
    eine Ausnahme, die
    mit der Schlange wär' noch zu bereden.

    Eine Net-Maid, die wohnte in Hagen,
    wollte dort ihren Lover mal fragen,
    ob er noch vor dem Chat
    die Gelegenheit hätt´,
    um ihr etwas ganz Wildes sagen.

    Sekretärin ist total entsetzt,
    die Computer, sie werden vernetzt.
    Einen Mausklick entfernt
    sitzt der Kollege Bernd.
    Die Intimsphäre wäre verletzt.

    Der Boyfriend, der sagte: "Verzeih,
    bei dir bin ich stets auf "Standby".
    Den Explorer auf Start,
    und ich streichle dich zart.
    Sie sagt: "Bald vorbei, dieser Mai!"

    Es surfte ein Knabe am Morgen,
    wollt´ gern sich 'ne Dame besorgen
    für den Tanzstundenball
    und auch für den Fall,
    dass ihm keiner ein Mädchen tät' borgen.

    Zwei Mädchen, die morgens ganz nackt,
    die Lust auf Gymnastik gepackt.
    Und dann stehn sie auch schon,
    turnen auf dem Balkon,
    und bewegen ihr Laufwerk im Takt.

    Ein Chatter, hier Otto genannt,
    ein Mädchen verführt ganz charmant.
    Und er sagt: "Meine Maus,
    morgen gibt ´s einen Strauß,
    komm' mit Rosen und Nelken gerannt.”

    Ein Mädchen mit Laptop am Strand
    lag mit nacktem Popo dort im Sand.
    Später sagte dann Rolf:
    "Lauf dir ja keinen Wolf!"
    und den Strandsandentferner erfand.

    Eine Dame, die schrieb mit Word Pad,
    ihrem Mann aus dem Urlaub sehr nett.
    Bat um eintausend Euro,
    alles wär´ jetzt so teuro.
    Papagallos: kostspielig im Bett.

    Ein Mädchen, das möcht' den BH,
    den es neulich im Chatrooom mal sah.
    Doch da sie vorn platt,
    und zum Halten nichts hat,
    ist nur Spitze und sonst fast nichts da.´

    Der Fritz hat zum Glück einen Scanner,
    ein Spielzeug, erdacht für die Männer.
    Und damit kann dann
    so von Mann für den Mann
    aus dem Playboy kopieren der Kenner.

    Sind zum Einbrennen Rohlinge da,
    dann verzichten die Frauen, na klar.
    Denn ein Mann, der brutal,
    kann sie sicher einmal,
    im Mondschein im nächsten Schaltjahr.

    Morgens schaute sie ganz ohne Stress
    im Posteingang "Outlook Express".
    Eine Dummheit gemacht,
    hat der Storch was gebracht?
    Dass die Pillen ich heut´ nicht vergess´.

    Er war vom Computer besessen,
    hat darob sein Weib fast vergessen.
    Wenn sie abends gefragt,
    hat er stets nur gesagt:
    "Ich schick dir ein E-mail. Stattdessen!"

    Ein Pärchen am Abend am Strand
    sein Bett in den Dünen dort fand.
    Doch vom Leuchtturm der Mann,
    nun, der strahlte sie an,
    macht es allen per E-Mail bekannt.

    Die Helene fragt täglich sich neu,
    warum Herbert ihr immer noch treu.
    Wo er täglich beim Chat,
    tolle Weiber leicht hätt´,
    doch mit denen will er nicht ins Heu.

    Ein Brautpaar lag stets in den Betten,
    pro Tag ein paar Mal, könnt man wetten.
    Hätten ´s öfter gemacht,
    doch da kam noch die Nacht
    und dann fehlte die Zeit, um zu chatten.

    Ein Hacker, der wohnte in Peine
    und saß am PC meist alleine.
    Sagt: "Brigitte, mein Kind,
    deine Reize, die sind
    für mich konzentriert auf die Beine.”



    Lucas Gruen

    Missverständnis
    ”Den saubersten Sex kannst erleben
    mit Klick-Maus", hört' Max aus Bad Steben.
    In der Bar nachgefragt,
    hat man da ihm gesagt:
    "Für Techno-Sex bist hier daneben."