Startseite   Alle Kalender-Limericks   Inhaltsverzeichnis   Aktuellericks   Kommunikation                                                                                                                                            
Lothar Schwarz: Kalender-Limericks

 

DIE JAHRESZEITEN

1) Frühling

Er: "Frühling, das hat 'was! Von Jungen
Und Alten aufs Höchste besungen:
da steigen die Säfte
und Mannestat-Kräfte!"
Sie: "Wann wär' das letzthin gelungen?"

2) Sommer

Leicht reimt sich's im, doch nicht auf 'Sommer'!
Ich schrieb einst: "Im Sommer erglomm er ..."
Doch als er erglommen
Ist nichts mehr gekommen –
Mensch! (auch so ein Wort), welch ein Kommer!

3) Herbst

Der Herbst lädt uns ein zum Besinnen.
Da geht auch der Blick 'mal nach innen:
Geerntet die Garben
und goldenen Farben,
und Nebelgrau webt um die Zinnen.

4) Winter

Der Winter hat auch seine Reize,
wenn ich mit Appeal 'mal nicht geize
und wohlig im Bett –
gesetzt, sie ist nett –
mich glühfadenmäßig verheize!

***********

MAI / JUNI

Gemeiniglich gilt ja der Mai
als Wonnemond, "Tanderadei!";
doch letzthin war's mies,
echt trüb, kalt und fies –
da sagt' ich: "Bis Juni, bai-bai!"

JULI

1)
Ich finde den Juli oft hitzig
und atembeklemmend und schwitzig,
doch Sonnenanbeter
und Stundenlang-Bräter,
die finden mich Schattenmolch witzig.

2)
Ich bin stets bewehrt mit Patronen,
da sie mich vor Unheil verschonen:
im Juli (z.B.)
kann auf der Chaussee
Sankt Christophers Schutz sich sehr lohnen!*
* Christopherus-Tag am 24.7.

OKTOBER

Ich sitz' gern im gold'nen Oktober,
wenn's Laub geht von grün nach zinnober,
in meinem Lokal
und schau' übers Tal,
und lall': "Noch ein Äschle, Herr Flober!"


1)
Der Erste im Ersten, Neujahr,
bringt Vorsätze haufenweis', klar!
Am Zweiten, ihr Kinder,
da sind sie schon minder;
ab Dritten heißt's, "Aber nächst's Jahr!"

2)
Der Januar, sagt man, bringt Schnee
und Eis auf den Tümpel und See.
Fritz glaubte dem Spruch
und schlittschuhte ... Huch,
der Treibhauseffekt! – "Fritz, ade!"




JANUAR

Gott Janus, mit doppeltem Blick,
schaut vor in das Jahr – und zurück
auf's letzte, verfloss'ne,
grad kräftig begoss'ne,
und sieht, hier wie dort, Pech und Glück.

Der erstliche Monat, der Jänner,
Ist was für die Skibrett-Sprung-Männer:
Vierschanzentournee
gab's früher mit Schnee;
heut' wird's immer dänner und wänner!

"Am 6. das erste von Festen
des Jänner. Man merkt sich's am besten
als Epiphanie,
Dreikönigstag, wie
Erscheinungsfest!" – "Woll'n sie mich testen?"

FEBRUAR

Zu Valentin schickt Fritz sein Herz
stets einer voll Sehnsucht und Schmerz,
doch ist er inwendig
nicht feuerbeständig _
drum will er's zurück meist im März.

Dem Februar fehlt's an Substanz:
nur alle vier Jahr' ist er ganz,
das heißt, selbst auch dann
könnt' gern noch was dran –
vorn ist er Okay, doch am Schwanz!?

Ein Karnevals-Fan aus Holzminden,
der konnte an Trübsinn nichts finden:
"Im Februar, näää,
da brauch' ich Trärää!
Sind Sie mal ein Jahr in Holzminden!"

Ich surf' meist im weltweiten Web,
weil ich um den Fasching nix geb',
doch sagt meine Maus:
"Klick aus, ich will 'raus!
Der Fasching bringt Leb' in den Feb'!"

MÄRZ

Es spannte ein Bauer im Märzen,
mit Frühlingsgefühlen im Herzen,
dem Mit-Landwirt Klaus
sein Herz-Röslein aus. –
Sein Kinn tat im Mai noch stark schmerzen!

APRIL

Der 1. April ist ein Datum,
da trifft manchen Narren sein Fatum:
wer (nicht auf der Hut)
oft reintappen tut,
der ist – tut mir leid! – in der Tat dumm!

MAI

"Ist Muttertag nicht schon vorbei?"
fragt Mama am 15. Mai.
Drauf Papa: "Na, klar!
Du vergisst's jedes Jahr! –
Unmöglich, dabei hast du drei!"

Am 30. Mai, sagt ein Lied,
geht die Welt unter. Doch, wie man sieht,
geht auch am Tag drauf
die Sonne stets auf:
Hellsehen, behaupt' ich, ist Schiet!

1) Neujahrs-Skispringen (Januar)
Ein Neujahrs-Skispringer aus Beßlich,
der über die Maßen vergesslich,
ging ohne die Bretter
vom Turm – alle Wetter!
Jetzt ist er auf Jahre unpässlich!

2) Valentinstag / 14. Februar
Nach Valentin schrieb mir aus Füssenich
ein Weib, ihrer schmuse und küsse nich'
und sei auch des weiter'n
nur schwer zu erheitern –
so tugendhaft, meint sie, das müsse nich'!

3) Frühjahrsputz / Mai
Es lässt eine Oma aus Boston
all-mai-lich ihr Mofa entroston.
Doch da sie's – gottlob! –
zuletzthin nur schob,
verbucht sie's als "laufende Koston".

4) Die Eisheiligen / Mitte Mai
Es gibt Mitte Mai die einstweiligen
noch Sommer-Killjoys, die Eisheiligen.
Sie frusten mit Frost
und Kaltwind aus Ost
die Sonnenanbeter-Heißeiligen.

5) Juno
Mein Nachbar, der Hitzleitner Kuno,
vergrätzt von dem Wetter im Juno,
verklagt jetzt den Kach-
elmann und danach
den Petrus direkt bei der UNO.

6) Urlaubserlebnisse / Juli oder August
Ein Gast fand im Wirtshaus in Cowes
im Essen 'ne recht große Mowes.
Sagt der Wirt zu ihm: "Still!
Nicht zeigen, sonst will
jeder eine – dann gehn sie mir owes!"

7) Juli
Geht's Ihnen wie mir auch im Juli?
Ich 'öle' umher wie ein Muli
und such das Verfahren,
die Coolness zu wahren,
bei schweißstrom-entglitschendem Kuli.

8) August(e)
Mein Opa stand schwer auf Auguste:
"Da fand ich allzeit das Bewusste
des Satten, des Reifen,
des Prallen zum Greifen!
Dagegen sind Julis nur Fruste!"

9) Schulanfang – August/September
Ein i-Dötzchen sprach in Talinn,
befragt, "Nun, wie war der Beginn?"
ganz geist-gegenwärtig:
"Wir sind noch nicht fertig,
ich muss morgen noch einmal hin!"

10) Schultüten-Le(c)ktüre – August/September
Ein Schulbuch-Schriftsteller aus Hungen
schreibt Bücher für uns're ganz Jungen
mit Marzipan-Lettern
auf Esspapier-Blättern –
die werden von ihnen verschlungen!

11) Oktober
Ich mag im Oktober (wenn golden)
die Wein-Nymphen, alle die holden;
doch find' ich am Rhein,
an Mosel und Main
meist mehr von den trunkenen Bolden.

12) Allerheiligen – 1. November
Allerheiligen essen mein Mops
und ich seit 8 Jahren stets Klops
nach Königsberg-Art,
mit Kapern, ganz zart! –
Daran ging mein Hans damals hops!

13) November
Ich fröstele schon im November
beim Denken an Schneewind-Dezember.
Dann strick ich 'was Warmes
zum Schutz Bein und Armes –
doch fertig wird's meist im September!

14) Weihnachten
"Zu Weihnachten, schreibt uns Frau X,
"schenk ich meinem Mann immer nix.
So bleibt er bescheiden
und lernt, still zu leiden. –
Beim Fünften, da kennt man die Trix!"

15) Weihnachten
Es gab einst zur Weihnacht in Luton
(aus Streikgründen) nirgendwo Ruton.
Sankt Nikolaus freute
sich sehr und rief: "Heute
geht's schnell – ich muss nur zu den Guton!"

16) Dezember / Weihnachten
Man kauft im Advent, sofern fraulich,
Geschenk um Geschenk ganz beschaulich;
der Mann aber rennt
nach 4. Advent
zum Shop – was sehr wenig erbaulich!

17) Weihnachts-Puzzle
Zur Weihnacht bekam er ein Puzzle,
der Puzzle-Fachmann aus Kuzzle.
Ein Stein hat gefehlt,
was sehr ihn gequehlt:
er weinte und rief: "So'n Schlamuzzle!"

18) Silvester
Ein Tüftler aus Süd-Iserlohn
erfand ein Knall-Peng-Zisch-o-Phon;
das schaltet er dann
Silvester stets an:
brennt, stinkt nicht, und fliegt nicht davon!

19) 14. Februar, Valentinstag
Im Februar gibt's einen Tag,
an dem mich mein Weib wieder mag:
dann küsst sie und herzt
und flirtet und scherzt –
sonst ist sie von härterem Schlag!

20) 1. April
"Oh, Mensch, was für'n Loch in der Socke!"
kreischt sie, und ich geh' in die Hocke,
derart überführt
und peinlich berührt.
"April!" ruft sie. – "Sie sind 'ne Flocke!"

21) 1. April
"Komm, aufsteh'n, es ist schon nach 8!"
ruft sie um halb Fünf in der Nacht
in jedem April
am Ersten. "Ich will
mein Frühstück!" Ich tobe – sie lacht!

22) 1. April
Ich nehme mir immer 'was vor
zum 1. April, doch ich Tor
vergesse es stets,
bis selbst ich dem Fez
erlieg', mit "April-Scherz!" im Ohr.

23) 1. April
Ich lege die Leute gern 'rein
am Ersten und find' es ganz fein;
doch wenn es mich trifft,
dann speie ich Gift
und Galle und fang' an zu schrei'n!

24) 1. April
Ich nehm' im April meine Schwestern
gern hoch, weil sie allezeit lästern,
mir fehlte Humor
und sei auch ein Tor,
weil der 1. bei mir immer gestern.

25) 1. April
Seit Jahr und Jahrzehnten schon will
ich schlagfertig sein im April,
wenn einer mich rein-
legt, doch – wie gemein! –
ich schmor' immer selbst auf dem Grill!

26) September – mein Geburtsmonat
Der Juli-Mensch hat es gern hitzig
und wildbewegt. – Mir viel zu schwitzig!
Ich nehm' Monat 9,
mich lässig zu freu'n:
geburtstagsfaul döse und sitz' ich!

27) Oktober
Oktober, du herbstlicher, du!
Dein Gold gibt mit wonnige Ruh'!
Wo Juli zu heiß,
im Jan. zu viel Eis,
da lächelst du milde mir zu!

28) Elfter im Elften
Am Elften im Elften, trotz Wetter,
blickt mancher in Köln wieder netter,
weil jetzt endlich bald
Alaaf-Ruf erschallt –
mich selber vergrault das Geschmetter!

 

 

JANUAR (oder DEZEMBER?)

1)
Ein Skiflug-Experte aus Beßlich,
der über die Maßen vergesslich,
ging ohne die Bretter
Vom Turm alle Wetter!
Jetzt ist er auf Jahre unpässlich!

2)
Ein Skischanzen-Springer aus Rüber,
gewöhnt schon an Sturz-Nasenstüber
Und Zuschauer-Spott (Oh!),
bekannte, sein Motto
sei stets: "Es geht alles vornüber!"

3)
Ein Biathlet-Neuling aus Vossen
ward gleich vom Verband ausgeschlossen:
Er lief immer quer
zur Loipe einher
und hat auf die Gegner geschossen!

4)
Ein Eishockey-Spieler aus Bruck
biss einmal beim Kampf um den Puck
den Torwart ins Ohr
und flüstert' ihm vor:
"Lass' rein, oder sonst ... ich verschluck!"

5)
Ein Kür-Schlittschuhläufer aus Bronnen,
der Eisblumen-Sträußchen gewonnen,
hat binnen Sekunden
sie nicht mehr gefunden:
sie war'n, wie gewonnen, zerronnen!


FEBRUAR

Karneval:

1)
Ein Karnevals-Neuling aus Au
rief in Köln aus Versehen"Helau!"
worauf mit "Alaaf!"
In den Rhein man ihn warf
Das nehmen die Jecken genau!

2)
"Wie gern," sprach ein Jeck in Roubaix,
"in Mainz ich den Karneval saix!"
Drauf lud man ihn ein
zum Frohsinn am Rhein
mit "Humba!" und "Taixteraitaix!"

3)
Ein Büttenredner aus Lohne
war puncto Idee 'oben ohne'.
Als mitten im Satz
die Hose geplatzt,
da galt er als Stimmungskanone!

4)
Ein Karnevals-Jeck aus Köln-West
ging als Frankfurter Würstchen zum Fest.
Auf der Straße, im Nu,
biss ein Dobermann zu
und ein Dackel verspeiste den Rest.

5)
Ein hässliches Weib aus Bonn-Pützchen
trägt jeckige Karnevals-Mützchen:
man sieht ihr Gesicht
dahinter fast nicht ...
doch vorn ist ein Löchlein für "Bützchen".

6)
Ein Karnevals-Fan ohne Glück
ging im Zug letztens mit nur ein Stück,
dann fehlte ein Gully ...
die Frau schreibt: "Mein Uli,
Herr Wontorra, ist noch nicht zurück!"

7)
Ein 'Kamelle'-Sammler aus Veen
hat zwei Drittel des Zugs nicht geseh'n,
denn die ganze Zeit stand
ihm ein Kerl auf der Hand,
der tat ganz zum Ende erst geh'n.

8)
Es trug eine Dame aus Unkel
Rosenmontag zum Zug nur Karfunkel.
Ein Räuber aus Unkelbach
ward bei dem Gefunkel schwach
und verschwand mit den Klunkern im Dunkel.

 

MÄRZ

1)
Ein Internet-Freak, Hobby-Bauer,
lag im Net früh im Märzen auf Lauer:
er dachte, die Felder
und Wiesen bestellt er
im Web. Weh, weh, weh! So ein Schlauer!

2)
Es wünscht sich per Handy in Tann
im März dringend "Veilchen" ein Mann.
Seine Frau, gar nicht doof,
bringt zum Knast ihm in Hof
ein schönes, das fängt mit "F" an!

 

MÄRZ

1)
"Hüt' dich vor den Iden des März!"
sprach zu Cäsar der Seher. Kein Scherz:
Bald Cäsar zu Brutus:
"Mein Söhnchen, auch du tust
den Frevel der trifft mich ins Herz!"

2)
Entspannt man sein Rös(s)lein im März
mit Zuckerln und Streicheln und Scherz,
so ist im April
es folgsam und still
und tut dann im Mai, was man will.

 

APRIL

1)
"Du hast," sprach ein Bulle zu Bill,
"laut Blasrohr bereits 10 Promill!"
Bill, blass erst, dann rot,
fiel um und war tot.
Der Bulle: "Ääätsch, 1. April!"

2)

Ich schicke gern in den April,
weil ich als geschickt gelten will.
Doch als der Geschickte,
als blöd Angeblickte,
schick' ich mich sehr schlecht im April.


MAI

1)
Es sprach eine Kuh in Ohio:
"Ach, wär nur der Winter vorbio
und endlich zu Ende
die Zeit kalter Hände!
Ich sehne mich so nach dem Mio!"

2)
Der Walther schrieb einstmals im Mai
sein Vogelweid-Tanderadei:
"Die Nachtigall singt,
das Finkenlied klingt!"
Von Vögeln wusst' der allerlei!