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    O tempora, o flores!    14.2.2005
    (Variationen über ein Thema)

    Ein Lapsus, ein ganz inferiorer,
    passierte dem Gatten von Nora.
    Denn er gab zu St. Valentin,
    was ihr nicht zu gefallen schien,
    kein Geld aus für käufliche Flora.

    Es hatte der Mann von Dolores
    noch wochenlang nichts außer Zores.
    Der Grund? Zu St. Valentin,
    was ihr zu missfallen schien,
    vergaß er doch glatt auf die Flores.

    Es hat Senorita Gonzales.
    ein weites Herz, nein, nicht ein schmales.
    Immer wieder zu Valentine
    darf da auch Woody Allen rein.
    Zum Dank gibt's Konfekt und Florales.

    Herr S., er  ist wohnhaft in Dahlem,
    stand selten der Sinn nach Sozialem.
    In der Gunst er gefallen schien,
    darum stellt er an Valentin
    mit Herzen sich ein und Floralem.

     

    Pleiten, Schnee und Pannen   29.1.2005

    Ein Schilehrer, er war aus Imst,
    sprach: "Wenn du die Abkürzung nimmst,
    zeig ich dir, wo's langgeht,
    wo's runter beim Hang geht.
    Ich warte nicht gern, Schatzi. Kimmst?"

    Ein Schilehrer sagte in Tweng:
    "Beweg deinen Hintern a weng!"
    "Hab' Angst, dass's mich reinhaut!"
    sprach Eva ganz kleinlaut.
    Und - Peng! - lag sie da - nach der Läng'.

    Ein Schilehrer, er war aus Lech,
    der hatte beim Anbandeln Pech.
    Ein Kerl aus Hintertux
    der spannte ihm hinterrucks
    die Mädels aus. Im blieb die Zech'.

    Ein Schifahrer, er war aus Ybbs
    rief: "I c h  krieg' doch nie einen Schwips!"
    Goss in luftiger Höh'
    zuviel Rum in den Tee.
    Jetzt liegt er im Gips bis zum Schlips.

    Ein Schihaserl meinte in Schruns:
    "Den größten Spaß, den gibt's bei uns!"
    Dann zwangen zwei Gämsen
    das Haserl zum Bremsen.
    Und  d a s  war das Ende des Funs.

    Ein Schihaserl sagte in Kitz
    beim Après-Ski: "Seht, wie ich schwitz!"
    Keiner zeigte Int'resse
    für des Schihaserls Nässe.
    So kühl wie sein Drink blieb auch Fritz.

    Ein Langläufer meinte in Schwaz:
    "Im Kreislaufen ist doch was fad's!
    Wozu soll die Müh' sein?
    Ich steig um auf Glühwein.
    Als Hausmittel gilt's, als probat's!"

     

    2004

    ... und los!

    Eine Seite, ganz jungfräulich, rosa?
    Nur für Limericks und nicht für Prosa?
    Ich sag' danke der Queen
    für den Einsatz, die Müh'n!
    Auf die Plätze, und fertig und los! Ja!

     

    Bin schon drin!


    "Eine Queen soll regieren in Itzehoe?
    Mensch, das glaub ich  nicht. Du machst wohl Witze, Joe!"
    "Tipp mal: Limerick-queen
    Punkt  d e.  Bist du drin?"
    "Ja! Die Site  find' ich stark. Sie ist spitze, Joe!"


    Dichter-Los


    Der Tormann hat Angst vorm Elfmeter,
    vor Schere und Kamm Struwwelpeter.
    Der Dichter vorm Blatt -
    unbeschrieben und glatt.
    Manchmal küssen die Musen erst später!


    (T)Adeliges Verhalten


    Zur Kur weilt Susanne im Warmbad.
    und trifft einen Mann, der viel Charme hat.
    "Madame, Sie gestatten?
    Ich heiße Mount-Batton!"
    So'n Pech, dass der Lord es im Darm hat!


    Weinbeißer


    Nah' bei Wien, in dem Ort Gumpoldskirchen,
    da haust Dracula jun., ein Vampirchen.
    Hat mit Blut nichts am Hut,
    doch der Wein schmeckt ihm gut.
    So hat jeder Vampir sein Pläsierchen.




    Rhythmische Begabung

    In Athen,  in 'ner Bar in Piräus
    hockt ein Seemann, er heißt Amadeus.
    Kaut und raspelt am Bambus,
    und er rülpst einen Jambus.
    Doch vielleicht ist es auch ein Trochäus.


    Rhythmische Begabung Teil II

    Ein Poet, wohnhaft Wien-Kaisermühlen,
    sprach:: „Vergiss diese blöden Daktylen!“
    Denn im Dreivierteltakt
    wirst du niemals exakt.
    einen Limerick-Treffer erzielen!

    Der Kollege, er kam aus Wien-Nord,
    warf den Dreivierteltakt über Bord.
    Übte monatelang
    anapästischen Klang.
    „Ta-ta-tam.“, sprach die Frau und war – fort!



    Kinderlied I, reloaded


    In die Küch’ kam ein Hund, (oder zwei?)
    Was der Grund war? Man wollte ein Ei.
    Resolut war der Koch.
    Er hieb zu – noch und noch.
    Zum Begräbnis gab’s dann Haferbrei.


    Kinderlied II, reloaded


    Hans - noch klein – sagt: „Da hilft kein Protest!“
    und verlässt – samt dem Hut - Mamas Nest.
    Weil die Mutter so flennt,
    bald nach Hause er rennt.
    Merke: Mann wird mit Tränen erpresst.

    Kinderlied III, reloaded

    Ein sehr schlauer Typ geht auf die Jagd,

    weil die Lust nach 'nem Gänschen ihn plagt.

    Die Tierschützer warnen.

    Versteckt hinter Farnen

    sitzt ein Waidmann und schießt - ungefragt.

     

     

    Kinderlied IV, reloaded

    Dem Postboten machte im Lenz

    ein Täubchen - wie lieb! - Konkurrenz.

    Den Kopf hielt er schief,

    im Schnabel 'nen Brief.

    Drin stand "Mama grüßt aus Florenz!"

     

    Kinderlied V, reloaded

     

    Ein komischer Vogel am Ast

    schrie: laut: "Wenn es d i r auch nicht passt -

    Ich sing besser als du!

    "Alter Esel, gib Ruh!"

    Der and're meint'': "Mensch, was du hast!"

     

    Fetzen flogen, man stritt vehement,

    Doch zuletzt wurde happy das End.

    Im Mai war's soweit.

    Man singt nun zu zweit.

    "Nordic Walking" das Duo sich nennt.

     

     

    Körperbeherrschung

    Im Gras sitzt der Yogi, macht: "Ommmmm!"

    Er sagt: "Lenchen, sei nicht so fromm!

    Das Prickeln und Zieh'n

    geht schon zu den Knien.

    Ich will nicht mehr warten, Schatz! Komm!"

     

    Stoßgebet

    Ein Schreiberling jammert: "Ach wär' ich

    nur halb so gut wie Kästner Erich!

    So'n Mist! Jeder Reim,

    erstickt schon im Keim.

    Das macht meinen Job recht beschwerlich."

     

    Äußerst frei nach Goethe

     

    "Welche nehm' ich? Die Heide? Das Röschen?"

    dacht' der Knabe. "Wem geh' ich ans Höschen?

    Vielleicht nehm' ich beide?"

    Die Wahl fiel auf Heide.

    Denn das Röschen, das stach. Welch' Mimöschen!

     

     

    Kurzer Lernprozess

    Dozierte der Ölbaron Ewing:

    "Mein Motto heißt: Learning by doing!"

    Die Jung-Praktikantin

    fand's sehr interessant. In

    der Tat liebt' J.R.,, wenn's im Nu ging.

     

    Diese neue Form des Dichterstreits,
    die gefällt - nehm' ich an - allerseits.
    Denn das Reimen per Meter
    verliert früh' oder später
    selbst für eifrigste Dichter den Reiz.

     

    Talwärts

     

    Ja, manchmal, da kann's schon passieren,

    dass Limericks mich inspirieren.*

    Heut' versuch ich es mal

    nicht mit Bach, sondern Tal.

    Wer will, kann es auch gern probieren.

     

    Dank an den unbekannten Autor des "Neandertalers"

     

    Be happy!

     

    Ein Playboy auf Urlaub im Wipptal,

    sagt "Baby, don't worry! Ich tipp mal.

    du weißt es schon. Ciao!

    Die Kinder samt Frau,

    die warten schon. Reich mir den Slip mal.

     

    Dichterwort

     

    In dem Wirthaus, ganz hinten im Ötztal

    saß ein Dichter, der Franz Xaver Kroetz, mal.

    Sprach: "Herr Wirt, dieses Essen

    das können'S vergessen!"

    Drauf der Wirt: "Weißt, du kannst mich - wie Götz - mal!

     

    Nachschlag

     

    "Herr Ober!", ruft Kroetz dann im Glemmtal:

    "Probier'n Sie die Eggs und den Ham mal.

    Hart sind die, wie Plastik."

    Der Kellner, nicht hastig:

    "Da hast eine Spachtel. Nun stemm mal!"

     

    Handarbeit

     

    Eine Gangster-Braut, wohnhaft im Gailtal,

    sagt: "Hier hast du das Werkzeug. Nun feil mal.

    Nur Luft zwischen Stäben,

    das ist doch kein Leben!

    Sonst stirbst du sicher vor Langeweil' mal.

     

     

    Sitzordnung

     

    Zum Hund sagt der Herr aus dem Pitztal

    fast hundert Mal: "Komm, Fritzchen, sitz mal."

    Rot wird er und röter.

    "Der schreckliche Köter!

    Gleich dreh ich durch und würg den Spitz mal!"

     

     

    Blattschuss

     

    Auf Schürzenjagd macht sich im Zillertal

    ein Jäger. Da wird gleich Frau Schiller fahl.

    Ihr Kleid (nebst der Schürze)

    verliert sie in Kürze..

    Zurück bleibt Herr Schiller in stiller Qual.

     

     

    Fortsetzung folgt

     

    Im Frühling, im tiefsten Neandertal,

    trifft Hero per Zufall Leander mal.

    Der sagt: "Jööö, ein Mensch!

    und öffnet den Trench.

    Den Rest, den erzähl ich ein andermal.

     

     

    Einfach sagenhaft

     

     

    Angeschmiert

     

    Dumm gelaufen!", so seufzt König Midas.

    Einsam sitzt er im Schatten des Flieders.

    Was er angreift, - so 'n Pech! .

    wird zu Gold - selbst das Blech

    und die Ida (samt Schuh'n von Adidas).

     

    Ausgetrickst

     

    "Wenn du willst, Theseus," sagt Ariadne,

    "zeig' ich gern dir den richtigen Pfad." "Jeeeh!"

    ruft der Recke geschwind,

    killt - Tatort: Labyrinth -

    Minotaurus. "Um d e n ist's nicht schad' Nee!"

     

    Als endlich sie Naxos erreichen,

    sagt Theseus: "Ich werd' mich jetzt schleichen.

    "Ade, Ariadne!

    Du bist mir zu fad!" Nee!

    Die Typen sind alle die gleichen!

     

     

    Abgeliebt

     

    "Nicht zu fassen!" so jammert die Baucis,

    "was mein Mann, der Philemon, für'n Kauz is!

    Wollt' mit ihm einstens sterben.

    Doch jetzt denk' ich ans Erben,

    weil er gar so ein Griesgram - Mir graut's! - is.

     

    "Nicht zu fassen!" so seufzt auch Philemon.

    "Meine Baucis, die wurde zum Dämon!

    Spuckt Gift und spuckt Galle.

    Die hat sie nicht alle!

    Diese Frau sollt' sich schämen. Yeah, shame on!"

     

     

    Unverstanden

     

    Ach, Osiris, mein Schatz", sprach die Isis,

    "Lass das Bier sein und denk' an die Physis.

    Dein Lifestyle, der rächt sich.

    Und bist du mal sechzig,

    fällst du dann garantiert in die Krisis."

     

    "Ach, Isis, mein Schatz," sprach Osiris:

    "Ich weiß, dass mein Bauch keine Zier is'.

    Doch werd' ich mitnichten,

    auf's Trinken verzichten,

    weil'n Bierchen für mich ein Pläsier is'."

     

    ************************************

     

    Beim Schützenfest sprach Liz aus Landshut:
    „Ach, Maxl, mich plagt jetzt die Tanzwut.“
    Doch ein Madl am Hals
    wollte Max keinesfalls.
    Gott! dachte er. Was diese Gans tut!

     

    Mit Ach und Krach


    Ein Radler, der strampelt nach Lengbach
    Auf einmal da hört er laut: Peng! Krach!
    Dass der Reifen defekt,
    das hat er nicht gecheckt.
    Und schon liegt er da - ganz der Läng’ nach

     

    Aufgegabelt


    Auf dem Drahtesel fuhr Mike nach Schlierbach.
    Plötzlich lief übers Feld ihm ein Stier nach.
    Schnaubend stieß er den Mike
    mit den Hörnern vom Bike,
    wobei d e r von den Rippen sich vier brach.

     

    Flachgelegt


    Es geschah, dass dem Alfred in Saalbach
    bei der Abfahrt vom Berg das Pedal brach.
    So kam er zu Sturz.
    Dem Bagger war’s schnurz.
    Man bracht’ Alfred zu Tale - total flach!

     

    Born to be free


    Nur freihändig fuhr Max in Taxenbach,
    “Macht Spaß, wenn beim Radeln ich Faxen mach!“
    rief Maxl vergnügt.
    Ein Loch hat genügt,
    dass e r sich die Arme und Haxen brach.

     

    Lächerlich


    Es jammert der Johann in Jenbach:
    „Ich Ärmster, so schnell kann’s gescheh’n, ach!
    Ich geh jede Wette,
    es lag an der Kette,
    dass ich - Himmelfix! - ohne Zähn’ lach!“

     

    Ihr Auftritt, bitte!


    Nach dem zweiten Akt sprach Bernhard Wicki:
    "Jetzo stünd' mir der Sinn nach 'nem Quickie!"
    Kam die junge Elevin,
    gab sich gleich ihrem Chef hin.
    "Gott, Erbarmen!" rief sie. "Sonst erstick i!"


    No Lifting, please!


    Ganz empört sagt Camilla in Karlsruhe:
    "Fragt mich Charles, was ich für meinen Hals tue!
    Zeit wär's, dass ich ihn straffe.
    Was erlaubt sich der Affe!
    Meine Antwort war klar. Shut up, Charles, Ruhe!"


    Frei nach Brecht


    Ein Löffel begehrte 'ne Gabel.
    Doch s i e  fand ihn nicht akzeptabel.
    "Ich lieb' Mackie the Knife",
    sprach sie. "Sorry, that's life!"
    Und der Schluss? Denkt an Kain und an Abel!


    Der metrosexuelle Mann


    Es sagte der Toni zur Vroni:
    "Ich mach's  jetzt wie Herr Berlusconi.
    Will die Haut faltenglatt,
    und den Teint rosig matt.
    Doch Vroni meint: "Toni, verschon mi!"


    Fehlgrifff


    „Ach, wo sind die Behälter von Tupper bloß?“
    fragt beim Hausfrauentreff auf Galapagos
    Frau Yvonne echauffiert..
    Und dabei ist’s passiert,
    dass sie Bratensaft über Frank Zappa goss.


    Lose Sitten


    Cool wie Cocker, so krächzte der Truthahn:
    „,Schatz, ich bitte dich, lass doch den Hut an!“
    So ’ne Pute, die Kim!
    Sie zeigt keinen Benimm,
    sondern Po, weil das kommt immer gut an.


    Frühling


    Der Wetterfrosch kraxelt heut' munter
    die Leiter hinauf, nicht hinunter.
    Eins, zwei, drei! Hokuspokus!
    Und schon wachsen die Krokus
    im Garten. Das Leben wird bunter.



     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     








































     

     

    24.7.2005

    Ich see, ich see,
    was du nichts siehst...

    Ne Urlauberin sagt am Wannsee:
    "Wenn ich mir die Männer so anseh',
    ganz ohne Klamottchen,
    denk ich: Gott, o Gottchen!
    Wer stand dir Modell? Ein Schimpanse?"

    Ein Urlauber denkt sich am Traunsee:
    Wenn ich so die Frau'n knackig-braun seh',
    nur im Höschen mit String,
    macht's bei mir: Klingeling!
    Ich werd' mich schon irgendwann trau'n! Jeeh!

    Ein Urlauber schwört am Klopeinersee:
    "Mein Schatz, so wie ich liebt dich keiner! Nee!"
    Sie pfeift auf die Schwüre
    und weist ihm die Türe.
    "Nun mach mal die Fliege, mein Kleiner! Geh'!"

    Ne Urlauberin sagt am Plattensee:
    "Ich leg mich jetzt nicht in den Schatten! Nee!"
    Ich will Spaß, ich will Partys
    und 'nen Mann, der echt smart is.
    Stört S i e, wenn ich heut' mit Ihr'm Gatten geh'?"

    Eine Urlauberin schimpft am Attersee:
    "Mir tut in den Ohr'n das Geknatter weh!"
    Darauf meint der Charley:
    "Nix gegen mei' Harley!
    A Ruah jetzt mit Ihrem Geschnatter. He!"

     

    Ca c'est Paris!   27.4.2005

    Ein Dichter am Fuß des Montmartre
    seufzt: "Wär' halb so gut ich wie Sartre!
    Doch bin ich zu doof,
    werd' nie Philosoph,
    so sehr ich mein Hirn auch zermartre."

    Ein Dichter am Gare Montparnasse
    seufzt: "Wär' halb so gut ich wie Grass!
    Selbst wenn ich auch übe,
    die Aussicht ist trübe.
    Auf Musen ist doch kein Verlass!"

    Ein Dichter seufzt nah Place Clichy:
    "Wie machte das Exupery?
    Ich möchte doch nur
    den Prix de Goncourt."
    War auch so'n verkanntes Genie!

    Ein Dichter am Ufer der Seine
    seufzt: "Wär ich so gut wie Verlaine!
    Doch erstickt jeder Reim
    bei mir leider im Keim.
    Drum bleibt mir kein einziger Fan."

    Ein Dichter seufzt laut en banlieue:
    "Vergessen Sie doch Montesquieu!
    Mein Buch gibt's, Madame,
    heut samt Autogramm.
    Sie woll'n nicht, Madame? Dann adieu!"

     

    Berliner Jeschicht'n   7.1.2005

    Sagt  zu Clinton ein Gör' auf dem Ku'damm:
    "Ne Zijarre? Die kannste im Nu hamm!"
    So 'n Glück! Die Lewinksy
    hängt rum im Kempinski
    mit Migräne und will ihre Ruh' hamm.

    Ein ält'res Semester aus Tegel
    zitiert gern am Barhocker Hegel.
    Das Glas in der Hand,
    bemüht er auch Kant.
    Für Heidegger reicht nicht der Pegel.

    Eine Lady mit Wohnsitz in Pankow
    nimmt nichts Bares, nur Schecks  - und zwar blanko.
    Es haben die Kunden
    sich längst abgefunden.
    Nur Herr Blanco hält dies für ein Manko.

    Ein Rottweiler, wohnhaft in Fredrichshain,
    verbeißt sich fast täglich in Friedichs Bein.
    Herr Schmitt schreit: "Das Vieh
    begreift es wohl nie!
    Es muss wirklich nich' immer Friedrich sein!"

    Herr Wuttke, er wohnt Berlin-Tiergarten,
    der sitzt halb verdörrt in 'nem Biergarten.
    Mit hängender Zunge
    stöhnt er: "Junge, Junge!
    Wie lang muss man hier auf sein Bier warten?"

    Es jammert Mariechen in Kreuzberg:
    "So'n Schnupfen is' wirklich 'n Kreuz, Jörg!
    Die Aujen jeschwoll'n,
    die Nase jequoll'n,
    weil  i c k  mir von früh bis spät schnäuz, Jörg!"

    "SOS", funkt Frau Hempel nach Steglitz.
    "Will zu dir, doch ich find' nicht den Weg, Fritz!"
    Meint Fritz: "Is' die Hempel doof!
    Erst fährtse nach Tempelhof,
    und jezz stehtse am Ufer der Regnitz."

     

    Wiener G'schichten

    Seufzt ein Mann aus Wien-Innere Stadt:
    "Ich möcht' gern eine Dünnere statt
    meiner Frau. Eine Gert'n,
    voll von äußeren Werten.
    Eine, die nicht nur innere hat."

    Eine Ehefrau, wohnhaft Wien-Josestadt,
    jammert: "Wenn ich nur wüsst', was der Josef hat!"
    Meint die Freundin Helène:
    "Das kann  i c h  nicht versteh'n!
    Bei mir - ehrlich! - ist niemals der Josef matt."

    Auf dem Opernball sagt Fred vom Alsergrund
    zur Frau Balser: "Ich tanze nur Salsa und
    wenn Sie mir gestatten:
    Vergessen S' Ihr'n Gatten."
    Und dann tritt er beim Salsa Frau Balser wund.

    Eine Hausfrau, Frau Weck auf der Wieden,
    sagt vergnügt: "Männer machen zufrieden.
    Variatio delectat."
    Welch ein Glück! Auch Herr Weck hat
    fremden Körperkontakt nie vermieden.

    Sagt ein Gaskassier aus Favoriten:
    "Fräulein Susi, ich möchte schon bitten!
    Zur Begrüßung kein Sex
    und statt Schwechater Becks?"
    Es verfall'n auch im Zehnten die Sitten.

    Joe, ein junger Mann, wohnhaft Wien-Neubau
    ist der Schwarm des Bezirks. What a boy! Wow!
    Er vernascht jedes Madl
    erst nach Strich, dann nach Fadl
    und sagt hinterher: "Ich bin nicht treu. Ciao!"

    Ein Strizzi - der Mann war aus Ottakring -
    zum Faschingsfest als Harry Potter ging.
    Er trank zwei, drei Flaschen,
    zog den Damen die Taschen,
    weshalb er fünf Tag' in den Kotter ging.

     

    Salzburger G'schichten

    Ein Partygirl aus Salzburg-Taxham
    erst Trüffel und Blinis mit Lachs nahm.
    Dann orderte Anja
    zwei Flaschen Champagner.
    Zum Nachtisch sie Moritz und Max nahm.

    Lieselotte, das Lercherl aus Liefering,
    sprach: "Der Chorleiter will, dass ich tiefer sing."
    Deshalb drang ihr Geträller
    von nun an aus dem Keller,
    bis ihr Kiefer dann eines Tags schiefer hing.

    Eine Gärtnerin, wohnhaft in Aigen,
    wollt' den Ernteerfolg nicht verschweigen.
    "Meine Äpfel - rein bio -
    kennt man auch schon in Rio.
    Höchste Zeit, sie dem Nachbarn zu zeigen."

    Ein Sportfischer, er kam aus Parsch,
    rief: "Auf geht's zur Salzach! Marsch, marsch!"
    Doch nach Murphys Gesetz
    ging kein Fisch ihm ins Netz.
    Sein Götz-Zitat klang ziemlich harsch.

    Ein Single, er wohnte in Gnigl,
    lallt': "Alkohol - hicks! - verleiht Flügel!"
    Er war voll bis zur Krause,
    fand allein nicht zu Hause.
    Den Weg wies ganz nüchtern sein Beagle.

    Witwe B., (Salzburg-Leopoldskron),
    schwärmt vergebens für Leopolds Sohn.
    Meint der Vater, der Poldi:
    "Was, du willst nicht? Dann soll die
    doch zu mir. Ich nehm' gern die Million!"

    Ein Computer-Freak aus Salzburg-Lehen
    wollt' im Internet Mädchen ansehen.
    Diese fand er sehr  lecker,
    seine Frau fand den Stecker.
    Und darum spielt er jetzt mit den Zehen.


     

    Münchner G’schichten

    Einem Vorstadt-Hallodri aus Giesing
    es zum Ende des Monats recht mies ging.
    Verlassen von Hanni
    Fehlt i h m nun das Money.
    Mist! Wer zahlt jetzt die Rate vom Leasing?

    Eine Tussi, sie stammt aus Neu-Perlach,
    die lief ganz ungeniert jedem Kerl nach.
    Auch die Typen aus Sendling
    priesen lauthals ihr Handling.
    Selbst am Westpark da wurd’ mancher Kerl schwach.

    Ein heiserer Sänger aus Pasing
    sagt: „Immer, wenn ich’s hohe A sing,
    dann erwisch’ ich das C!“
    Doch die Fans schrien: „Heeee!
    Die Hauptsache ist, du bist da! Sing!“

    Eine Witwe in Grün (Bogenhausen)
    meinte: „Nur zu Haus? Es ist zum Grausen!“
    Ihr Ziel: Isarvorstadt.
    Was di e dort wohl vorhat?
    Tja, die Katze lässt niemals das Mausen!

    Ein Detektiv wohnhaft in Laim,
    verfolgte Frau S. insgeheim
    von Haidhausen bis Trudering,
    wo sie nur zu dem Bruder ging.
    „O shit!“, rief er. „It’s wasted time!“

    Eine bayrische Hausfrau aus Schwabing
    aufs Oktoberfest mit einem Schwab’ ging.
    Ihr Ehemann Richard,
    der tobte. Sie kichert’:
    „Ob ich so meinen Mann in das Grab bring?“

    Bei ’nem Ehepaar, wohnhaft in Moosach
    gab es jeden Tag wegen dem Moos Krach.
    Sie fand einen Doofen
    (Bezirk Milbertshofen).
    „Tschüs, mein Schatz!“ rief sie. „Mich biste los! Tach!“