Startseite Limerick Inhaltsübersicht Award 2004

Januar 2004

     

    Die Kandidaten
    für den Monatslimerick
    November 2004

Die hier vorgestellten Limericks sind aus den Beiträgen für den Wettbewerb entsprechend den Kriterien des Limerick-Awards 2004 ausgewählt worden.
Nicht einbezogen sind Einsendungen, die nach dem Willen der Autoren veröffentlicht werden sollen, ohne aber am Wettbewerb teilzunehmen.
Sie können sofern sie wenigstens zwei Kriterien der Wettbewerbsbedingungen erfüllen auf der jeweiligen Autorseite veröffentlicht werden.
Mehrstrophige und für Themenseiten bestimmte Limericks dürfen nicht am Wettbewerb teilnehmen. Sie sind aber willkommen und werden in der Regel publiziert.
Damit die Wahl der besten Monatslimericks möglichst unbeeinflusst von Personenpräferenzen ablaufen kann, wird die Kennzifferanonymität erst  nach Wahl des Jahressiegers aufgehoben.
Wer mit mindestens einem Limerick vertreten ist, zählt zur Jury und hat eine Stimme.

Jury November: LQ, I.Berndt, J.Bernhard, A.E.Corvis, M.Diekert, K.Dorschu, E.Dryas, Dscho, L.Gruen, M.Hinckel, N.Jürgens, F.Kirchhoff, H.Kriegler, J.Lohmann, T.McNeal, L.Menard, R.Müller, OMA, OPA, PGS, F.Ruppel, K.Schedlberger, H.Schulze, L.Schwarz, P.Schwenn, Spectator, Tina, Voilà, M.Weiß

 

Die Jury hat wieder gewählt !

Wahlbeteiligung: 83%

Der Do-it-yourself-Fan aus Rheine,

der bleibt nicht für immer alleine.

Was Lisa gelang:

Er fühlt jetzt den Drang,

zu schauen auf Busen und Beine.

Die Nummern 1 und 5 erhielten je 4 Stimmen.

 

1

Ein Do-it-yourself-Fan aus Rheine,

der machte fast alles alleine:

Regale, Schrank, Stühle,

selbst Kühlschrank und Spüle –

nur Kinderlein hatte er keine.

5
Ich hing an 'ner Felswand, nah Hallbergmoos.

Mein einziger Halt war ein Zacken bloß.

Der Tag war versaut.

Da hörte ich laut:

„Wach auf, Lisa, lass meine Nase los!“

 


Und hier die Stimmenverteilung auf die restlichen Limericks:

2
Ist 's ein Deutscher, ein Brite, ein Däne,
der sie mag, selbst mit stärkster Migräne?
Nein, als Lover von Welt,
ob in Schloss oder Zelt:
Der Pariser verehrt stets die Seine.

3
Heute male ich mal kein Portrait,
sondern Nixen im Meer bei Calais.
Unsre Putzfrau als Akt,
ein Modell, pudelnackt,
zieht sich aus für ein Glas Beaujolais.

4
Es glückt doch partout dem verknallten

Filou nicht, mein Händchen zu halten.

Er schnappt unterm Tisch,

so dumm wie ein Fisch,

die lauernde Hand seiner Alten.

6

Zur Minnesangszeit in Schloss Holte
Respekt allen Damen man zollte.
Wenn eine nicht wollte,
dann man ihr nicht grollte
und nur zu der nächsten sich trollte.

7

Sein Auftritt wirkt immer erotisch.

Das Kinn ist markant, fast despotisch.

Das „Wild“ wird gewittert,

getroffen – es zittert –

und dann, wenn 's erlegt ist, neurotisch.

8   2 Stimmen

Ein Gärtchen macht jeden im Grunde froh,

doch keinen der Bürger von Undeloh.

Denn Vierbeiner laufen

und kläffen und raufen

und nutzen den Rasen als Hundeklo.

9   1 Stimme

Ein Dichter, der fühlte in Leimen

im Herzen Gedichte oft keimen:

Doch wie er 's auch wendet –

keins wurde vollendet.

Sie sollten sich schließlich auch reimen.

10

Der Moskito mit Namen Anopheles
ist vom Club wohl des Herrn Mephistopheles.
Maharadscha wie Paria
steckt er an mit Malaria –
dieses Viech ist ein überaus schofeles!

11   2 Stimmen

Mit der Bahn fuhren einmal zwei Leiter,
einer erster, der andere zweiter.
Wie ’s der Zufall so will,
stand der D-Zug oft still,
und da kamen sie beide nicht weiter.

12   1 Stimme

Sie fuhr mit der ganzen Korona

zum Stierkampf ins ferne Pamplona.

Toreros sind wild.

Ihr blieb nur ein Bild,

das zeigt sie oft Tochter Ramona.

13

'ne Stute trabt töricht zum Nil.
Verwandtschaftsbesuch war ihr Ziel.
„Äh... Hi! Ich heiß' Lotta!
Bist du 'n Hippopota? ...“
- Rülps! - „Nein, bin ein Nilkrokodil!“

14   1 Stimme

Eine reiche Matrone aus Zerbst
will noch einmal den Frühling im Herbst:
„Holder Jüngling, sei mein!“
Doch der sagt standhaft: „Nein!
auch nicht, wenn du mir alles vererbst!“

15

Beim Paarhufer-Lauf in Salzgitter
war Schlusslicht ein älterer Widder.
Doch hat er zuletzt
zum Sprint angesetzt
und wurde am Ende noch Dritter.

16   1 Stimme

Fern ins Ausland im Herbst will Karl Krause,

denkt schon lüstern an Weiber und Sause.

Doch verliert fast den Halt er

schon am Flughafenschalter:

Seinen Pass, den vergaß er zu Hause.

17

Einem Angler ging kürzlich in Aken
ein gar seltsamer Fisch an den Haken:
Unten fischiger Schwanz,
oben menschlich und ganz
weiblich rund ohne Hemd oder Laken!

18

Die Sonne scheint nur noch novemberlich.

Die Strahlen sind nicht mal septemberlich.

Die Mädchen (nicht märzlich,

das seh'n Männer schmerzlich!)

sind alle verhüllt schon dezemberlich.

19   1 Stimme

Der Berni hat niemals Bedenken,

die Frauen ganz reich zu beschenken:

Für Schlaue, für Schlichte

schreibt stets er Gedichte.

Gott Amor tut fehl manche lenken.

20   1 Stimme

Eine Dichterin, wohnhaft in Baden,
stand vorm Haus und besah sich den Schaden
nach dem Sturm in der Nacht.
Traurig hat sie gedacht:
„Vom Tornado die Mehrzahl? Tornaden?“

21   1 Stimme

Süße siebzehn (plus sechs) war Angelika.

Als sie bei mir war – oh, war ich selig da!

Nie vergess' ich die Stunden,

die schon lang sind entschwunden;

denn mein Brieftaschenschwund geht mir ewig nah!

22   1 Stimme

Ein Limerick-Dichter in Ellweis,
der dichtet sich 's Hirn immer schnell heiß,
verspricht sich aus Schweden
nebst Ros' und Reseden
für Literatur den Nobelpreis.

23

Zu Eberle sagte Frau Sau:
„Mein Ringelschwanz, Herr und Frau Pfau,
sie laden uns ein
zu Bierchen und Wein
beim Schlachtefest: Das wird 'ne Schau!“

24

In Regensburg wandelt ein Mann
so oft des Nachts schlaf wie er kann;
bei einsamen Damen
fällt er aus dem Rahmen,

wie schlägt man den Kerl nur in Bann?

25   1 Stimme

Der Tanzmaries Augen schon funkeln,
die närrische Zunft lädt zum Schunkeln,
egal, wie 's uns geht
und wie der Wind weht –
in dunkeler Zeit ist gut munkeln!

26   2 Stimmen

Sprach ein weibliches Wildschwein aus Forstenried:
„Wenn ein Keiler mich samt meinen Borsten sieht,
rennt er weg. So ein Mist!“
Thorsten B., Visagist,
zu der raschen Entfernung der Borsten riet.

27

Die Zeit, wie der Kenner bekennt,

ist nicht in sich selbst konsistent.

Wenn Ostern vorbei,

kommt langsam der Mai .....

und plötzlich ist wieder Advent!

28   1 Stimme

Die zwei Flöhe war`n müde vom Tanze,

denn sie gingen beim Walzer aufs Ganze.

„Springt auf eigener Haxe

man nun heim, nimmt `ne Taxe?

Halt, da kommt sie mit wedelndem Schwanze.“