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Politiker
von heute
Hans E.
Die
Putzfrau von Hans, dem Minister,
hat jetzt vor dem Chef keinen Schiß mehr!
Sie sagt ihm ganz klar:
„Zahl´ endlich mal bar!
Und führ´ dich nicht auf wie´n Philister!“
Ulla
S.
Ihren
Zahnarzt der Teufel jüngst ritt,
und er schmiert´ ihr Gebiß so voll Kitt,
daß von selber ihr Wort
sich verkleistert hinfort -
doch der Arzt jede Absicht bestritt!
Otto
S.
In
Berlin geht für Otto den Großen
manch makaberes Spiel in die Hosen.
Auch in Meckenheim dann
kam sein Schachzug nicht an,
denn die Kripo hat sich dran gestoßen!
Franz
M.
Franz
glaubt, daß er hätt´ viel zu sagen,
doch will man ihn ernstlich befragen,
kommt schnell er ins Stottern
-die Hosen, die schlottern-
und redet um Kopf sich und Kragen!
Peter
S.
Der
Stratege vom Dienst fand´s wohl klug,
als er grad in die Büsche sich schlug.
Wenn im tropischen Urwald
in der Ferne ein Schuß knallt,
greift er ein mit der Truppe, ruck zuck!
Gerhard
S.
Kanzler
Gerd hat´s faustdick hinter´n Ohren,
und er läßt auch kein Schaf ungeschoren.
Kommt ihm eins in die Quere,
greift er blitzschnell zur Schere -
und das Lamm hat die Unschuld verloren!
Florian
Gerster,
als findig bekannt,
die Beraterverträge erfand.
Er ließ andere lenken,
um sich Arbeit zu schenken,
doch dies Freizeitprogramm hielt nicht stand!
Kanzler
Gerd
will die Staatskassen schonen
und schafft deshalb die Spar-Kommissionen.
Doch ihr Rotstift allein
bringt an Geld noch nichts ein.
Für sie selbst allerdings wird´s sich lohnen!
In Berlin herrscht das Chaos vor Ort,
und es setzt sich im Lande noch fort.
Man kürzt wahllos das Geld,
wie das Los grade fällt -
und bricht dabei beständig sein Wort!
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Wahl
der Qual
Tumbes Stimmvieh, das Skrupel nicht quält,
hat den "Bush-Krieger" wiedergewählt.
Die zuvor gut geschmierte
Zählmaschine rotierte -
demgemäß hat kein Mensch sich verzählt!
Frommer Wunsch
Es sagte Knecht Ruprecht in Hagen:
Der Weihnachtsmann muss nicht verzagen!
Kann er heute nichts bringen,
solltet dennoch ihr singen:
"Oh fröhliche Zeit - ohne Wunschzettelfragen!"
Zwei
Omas, die sprachen beständig
von Krankheiten in- und auswändig.
Sie schienen todkrank,
doch auf ihrer Bank,
da war´n sie beim Tratsch quicklebendig!
Eine Eule wollt´ Weisheit sich holen
aus den Bestsellern, die ihr empfohlen.
Als den jüngsten sie las,
da verging ihr der Spaß,
denn er stammte vom Clown Dieter Bohlen!
Im Gasthof „Zur blauen Emanze“,
da nächtigt ´ne nüchterne Wanze.
Sie knabbert den Gästen
am Weichteil, dem besten -
die hüpften wie Wilde beim Tanze!
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Ein Wirtschaftsboß ging über Leichen
und killte besonders die Reichen.
Er hat die Skelette
versteckt unterm Bette
und ließ sie im Dunkeln verbleichen.
Schein-bar
Es lebte ein Flittchen in Peine,
die gab sich ganz Dame, die feine.
Bezirzte die Männer
und täuschte selbst Kenner -
doch liebte sie nur deren Scheine!
Gardinenpredigt
Ein Pastor predigt abends im Hafen
und ermahnt die Matrosen zum Schlafen.
„Jeder Mann braucht mal Ruh,
und der Puff ist jetzt zu!“
Keiner glaubt, daß die Worte ihn trafen!
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