Autorseite Günter Leitenbauer

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7.9.2005

Ja da freu' ich mich, eigene Seite!
So erzeugt man ein Lächeln, das breite.
"Also Eingebung, komm!"
Bet' zum Phoibos* ich fromm.
Denn sonst wird diese Seite `ne Pleite!

________
*Phoibos, Apollon ... griechischer Gott (auch) der Dichter



13.9.2009

Thema „Automobil“

„Mercedes“

Onkel Gerd wollte einen Mercedes,
weil's kein Auto ist, sagt man wie jedes.
Doch fährt er mal von dannen,
hat er andauernd Pannen.
Und so geht er jetzt wieder per Pedes!

Denn brand neu steht des Onkels Mercedes
in der Werkstatt, dem Onkel vergeht es.
Sucht ein Auto, nur billig.
Funktionieren soll's, willig!
Es darf sein kein Mercedes, sonst jedes!

"Warum willst Du denn keinen Mercedes?“
alle Welt fragt, und keiner versteht es.
"Das ist einfach erklärt"
meint dazu Onkel Gerd.
"Dieses Schieben ist einfach was Bledes!"

 

Thema „Erotericks“

 

„Viagra“

Mitte Vierzig kam vor abermals,
das Versagen des Manns-Kapitals
mit Viagra aufwecken -
doch beim Schlucken blieb's stecken
seitdem hat er halt 'nen steifen Hals!

Es ermöglicht uns die blaue Pille,
ihn zu wecken, hält er noch so stille.
Doch selbst das reicht nicht aus.
Eine Frau ruft laut aus:
"Den zu sehen, da brauch' ich ne Brille!"

 

„Ms Beautiful“

Sie gewann eine Schönheitsmedaille:
langes Haar, wunderschön, Wespentaille.
Die Begierde anfachte,
dann die Männer auslachte;
die Betroffenen meinten: „Kanaille!"

 

Thema „Computer“

 

„Hot(al)l(e)ine”

Bei der Installation neuer Software
sagt man: da hat Probleme halt oft wer.
Ruft die Hotline man an -
sowieso keiner dran.
Ganz speziell gilt das für Microsoftler!

Endlich hört einem dann jemand zu:
"Guten Tag, bitte wo drückt der Schuh?"
Man erklärt es geduldig
(irgendwie ist man schuldig)
"Ein Moment, ich verbind' Sie im Nu!"

Etwa dreieinhalb Stunden und dann
platzt der Kragen, Stimmstärke: "Orkan"
Und der Grund dieses Aufstands
ist der Text jenes Tonbands:
"... außerhalb der Geschäftszeiten an!"

 

„Hotline - die andere Seite”

Ein Bekannter, er ist bei 'ner Hotline
er erzählte mir folgend' Geschichtlein.
Er schwört mir, es sei wahr
und ich sage, "Na klar.
So was kann ja auch gar nicht fiktiv sein!"

"Das Installationsprogramm schriebe,
wo die zweite Diskette nur bliebe"
Nebenbei fragt der User
- ein klein wenig konfus er -
ob die erste im Laufwerk verbliebe?

 


 

6.9.2005


Zum Thema „Web":


Suchender Surfer"

Ein Computerfreak suchte im Netz
Nach Gedichten zu haben 'ne Hetz!*
Und die lust'gen Fünfzeiler
die fand richtig geil er
Seitdem folgt er dem Metrumgesetz!


„Gebildeter Surfer"

Ein Computerfreak Google gut kannte
Einmal suchte er nach dem Wort "Dante"
sich ein wenig vertippte
(er vom D zum T kippte)
seitdem glaubt er, das ist 'ne Verwandte!


„Hungriger Surfer"

Ein Computerfreak der hatte Hunger
es surft' langsam mit hängender Zung' er
traf auf eine Sexseite
draufhin trotz der Bandbreite
ging er essen, zum Naschen zu jung er!
____________________
*Hetz = Spaß (österr.)




Zum Thema „Erotik":


„Dominanz"

Susi's Mann, leicht devot, hatte Durst!
Nur was Flüssiges, was, war ihm Wurst!
Seine Gattin, die Süße,
meinte: "Küss mir die Füße!"
Denn zum Trinken gibt's nur, wenn Du spurst!"





Zum Thema „Sport".


"Fußball in Österreich"


Unser Fußballteam managt der Krankl
Elf am Platz und noch fünfe am Bankl
Auch wenn alle z'gleich spielten
und auf's Gegnertor zielten
Blieb' am End' nur das Frust-muss-weg-Trankl!*

Wenn wir spielen ein Match auf Faröer
Übertragen wird's auch im Fernseher
Leider gibt's ein Debakel
Der Krankl sieht keinen Makel
Das Desaster könnt sein noch viel höher!

In der letzten Partie, da in Polen
da gab's einmal mehr gar nichts zu holen
Die TV Quälerei
ging mir richtig auf's Ei
und auch seine Durchhalteparolen!

Es wird spätestens gegen die Briten
sich ein trauriges Schauspiel uns bieten
Fürcht', da wird's richtig krachen
Da vergeht uns das Lachen
mit unsren elf Nationalmannschaftsnieten
_____________________
*Trankl = Getränk (österr.)





5.9.2005


Aus der Emailadresse wird klar
Dass ich immer ein Öst'reicher war
Aus dem Grunde passiert es
(hoffe, niemand verwirrt es)
Dialekt, den benutz' ich fürwahr.


„Kulturschock"

So ein lüsterner, rotzfrecher Japse
griff 'ne Frau sich und rief gleich: "Ich hab' se!"
Die wollt' gar nicht wegrennen!
War auch schwer zu erkennen:
Eine Transe trug diesmal die Strapse!


„Zauberei"

So ein Illusionist aus Nord-Exeter
Mit der Frau einmal gern im Ford Sex hätt' er
Doch die war zu frigide
lehnt' es ab ganz rigide
Stinkesauer sie einfach fort hexet er!





 

 

 

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Foto: Günter Leitenbauer

 

14.9.2005

Limericks zur Rose

Eine gelbe, verschlossene Rose
bannte ich in die Zelluloid-Dose
–- eigentlich digital
doch das ist hier egal,
denn jetzt kommt ja erst das Kuriose:

Erst den Hintergrund ganz virtuose
in ein Grau transformiert rücksichtslose
aus dem Gelb wird ein Rot:
Farben sind jetzt im Lot
schon ist fertig das Bild, das famose!

 

9.9.2005

„Die Bürgschaft“

(sehr frei nach Friedrich Schiller)

Zum Tyrannen schlich still vor Äonen,
der Damon, um ihn zu entthronen.
Er wollt ihn glatt erstechen.
Doch erwischt! Er muß blechen!
Mit dem Leben am Kreuz sollt' er's lohnen!

"Nun, ich hätte da gar nichts dagegen"
meint dazu er zum König verwegen
"Im Moment ist's halt blöd.
Weißt' Du, ohne mich steht
meine Schwester als Braut halt im Regen."

"Na was schlägst Du denn vor Todgeweihter?"
Meint der König zum Damon recht heiter.
"Wie wär es mit 'nem Bürgen?
Als Ersatz, zum Erwürgen?
Mein Freund Phintias sicher bereit wär!"

"Dann zisch' ab, komm' in drei Tagen wieder!
Denn sonst brech' ich dem Kerl glatt die Glieder!"
meint der König und lacht
(gut gelaunt und das macht
die Brigitte im hautengen Mieder!)

"Wie bring ich das dem Freunde nur bei?"
denkt der Damon, schaut bei ihm vorbei.
Doch der Freund ist besoffen
so sagt er's ihm ganz offen.
(er kriegt eh nichts mit, ist total high.)

Und der Freund wird nun schnell inhaftiert,
während Damon zur Hochzeit spaziert.
Schnell die Schwester vermählt.
Sie 'nen and'ren jetzt quält.
Und zurück, sonst wird Freund massakriert!

Wieder stimmt die Voraussage nicht,
als der dritte Tag morgens anbricht.
Gießt es aus tausend Eimern.
Dabei sollte doch heim er.
Als gerade die Brücke zerbricht!

Und so läuft er am Ufer herum.
Schreit nach Fähren, sehr laut, sieht sich um.
Doch er sieht keinen Nachen.
Und die Fährschiffer lachen:
"Bei dem Sauwetter trink ich Tee-Rum!"

"Ach was soll's, dieses Mitleidsgejaule,
eh' am Ufer ich hier nur verfaule",
denkt er: "Spring ich hinein!
'S wird so schlimm schon nicht sein!"
Und durchschwimmt den Strom einfach im Kraule!

Und er schafft es, kommt an, aber leider
stehn' da drüben schon Räuber und Neider.
Sie schrei'n: "Geld oder Leben!"
Er: "Hab' nichts, kann nichts geben!
Selbst das Leben dem König schuld', leider!"

Und da wird es dem Damon zu dumm.
Ja auf einmal hat er richtig Mumm.
Nimmt dem ersten die Keule
und mit Donnergeheule
haut die Kerles er ganz einfach um!

Nach dem Regen kommt meistens die Hitze.
Und an diesem Tag war's Jahresspitze!
Es brennt ihn urgewaltig
diese Sonne ganz faltig
"Ach hätt' ich doch nur noch meine Mütze!"

Aber weil er doch ein schöner Kerle
denkt 'ne Göttin sich: "Ach diese Perle
lassen wir hier verdorren?
Das wär mehr als verworren!"
Schickt 'ne Quelle ihm, unter der Erle

.

Und beinahe schon ist er zuhause
nur noch schnell eine deftige Jause
um zu bleiben bei Kräften,
wenn sie ihn ans Kreuz heften
So viel Zeit muß sein, für diese Pause!

Er ist schnell, hat nicht grade viel Muße.
Schließlich muß er zurück, zu tun Buße.
So will er sich erheben.
Leider geht das daneben.
Eingeschlafen ist ihm grad der Fuße!

Irgendwie ist sich's grad ausgegangen
Denn der Freund hat schon oben gehangen.
"Laßt den Armen herab!" -
"Oh Mann, Freund, war das knapp!
Das Kreuz hat schon zum Wehtun ang'fangen!"

Und der König, der hört das Getöse
wenn genau man schaut, war er nicht böse.
Die Geliebte war ehrlich
auf die Dauer beschwerlich.
'S wär nur Recht, wenn man ihn schnell erlöse.

Und so sprach er: "Es ist bei uns Sitte
zu belohnen die Treu', darum bitte:
Schenk' ich beiden das Leben.
Doch würd' ich viel drauf geben,
wär' ich in Eurem Bunde der Dritte!"
(„Und wenn's geht, dann erlöst mich von Gitte!“)

 

 

 

8.9.2005


Also ganz unter uns, im Geheimen
Sehr viel Spaß es mir macht, dieses Reimen
Nicht wie Goethe, der stolz
Schnitt sie aus ganzem Holz,
pflege ich sie halt nur zu verleimen!



„Halloween"

Diese Bräuche, die amerikanischen,
wenn sie laufen herum wie die Panischen.
"Gib mir Süßes - sonst sauer!"
Das entfacht in mir Power.
Denn da krieg' ich den Anfall, den manischen!



„Allerheiligen"

Jedes Jahr zu November – Kalenden
viel zu viel Chrysanthemen verenden.
Abgeschnitten, gewässert,
mit 'nem Schleifchen verbessert.
Den Gewissensdruck soll das abwenden!

Denn das ganze Jahr dachte man nicht,
daß der Uropa lang schon da liegt.
Pflichtgemäß dran zu denken,
sollte man sich nicht schenken!
Allerheiligen-Aufmarsch ist Pflicht!

Und so geht man mit Kind, Mann und Frau,
spricht Gebete nach Vorschrift, genau!
Und so ganz nebenbei
ist man auch noch so frei
und benutzt es als Pelzmodenschau!



„Weihnachtsrausch"

Alle Jahre zur friedlichen Weihnacht
sich ein jeder zum Einkaufen frei macht.
Zückt Kreditkarten schnell,
weil das Einkaufen, gell -
uns Konsummenschen ehrlich g'sagt high macht!

Darum kaufst Du zuviel ein vor Weihnacht:
Gib beim Schaufensterbummel nur fein acht!
Weil Dein Hausherr Dir sonst
deine Bleibe, wo'st wohnst,
wegen Zahlungsverzugsgründen frei macht!

Das allein kann es nun doch nicht sein, dacht
ich, als ich fuhr fort knapp vor Weihnacht.
Mit dem häuslichen Auftrag:
"Heute ist Christbaumkauftag!
Und gib ja auf die Ständ' mit Glühwein acht!"

Mit dem Auto den Baum hol' für Weihnacht.
Ich fahr vorsichtig, da geb' ich fein acht!
Klar, ich hätte den Wunsch,
zu geniessen' paar Punsch.
Hab' nur Angst, daß mir dann einer rein kracht!

Und so hab' ich den Baum sehr spät heim 'bracht.
In der nächtlichen Stund kurz vor Weihnacht.
Ich geb's zu: hatte Angst.
'Ne Erklärung verlangst?
Na, zuhaus' hat das Nudelholz Heimmacht!